Auf dem Weg zum Beautyblog gibt es heute mal einen Beitrag zum Thema Bart, genauer gesagt zu Bartpflege und Bartwuchs. Viel Spaß beim Lesen und wie immer gilt: Nehmt mich bloß nicht allzu ernst.
Der Post ist übrigens ein Repost aus dem Februar 2017, mein Bart ist mittlerweile auch etwas kürzer geworden… 😉
Was ist überhaupt ein Trailbart?
In der Regel spricht man von einem ordentlichen Trailbart, wenn er eine gewisse Länge erreicht hat. Schaut man sich in der Trail(bart)szene um, sieht man meist Vollbärte. Da ich selbst einen Vollbart trage, definiere ich den Trailbart einfach mal als Vollbart. Ganz uneigennützig, ich weiß. Im Grunde geht aber alles als Trailbart durch, was mehr als nur ein paar einsame Haare im Gesicht darstellt. Ganz so eng wollen wir das mal nicht sehen. Oder doch?




Wer kann einen Trailbart tragen?
First of all: Männer. Also jeder von „uns“. Klar, nicht jedem steht so ein Bart. Aber irgendwie dann halt doch, das ist reine Gewohnheitssache. Wenn ihr erstmal ein halbes Jahr Bart getragen habt, erinnert sich keiner mehr daran, wie ihr ohne ausgesehen habt. Stellt euch aber darauf ein, dass ihr mit Bart ein paar Jahre älter ausseht, als ihr in Wirklichkeit seid. Mit grauen oder weißen Haaren im Bart verstärkt sich der Effekt natürlich noch. Aber hey, Männer werden nicht alt, sondern weise!
Wie fange ich denn nun an mit dem Bart?
Einfach wachsen lassen. Klingt total simpel, ist es auch. Es erfordert allerdings enorm viel Geduld, sich 4 bis 6 Wochen nicht zu rasieren. Unter Umständen siehst du in der Zeit auch aus wie ein frisch gefi… Eichhörnchen. Mach dich schon mal darauf gefasst, verdammt viele doofe Sprüche zu hören. Aber das gehört zum „Mannwerden“ dazu.
Warum zur Hölle juckt der Bart?
Gute Frage. „Das muss so!“ wäre jetzt die einfache Antwort, aber man kann durchaus was dagegen tun. Es gibt im Handel Bartöle und andere Pflegeprodukte, die gegen das Kratzen und Jucken helfen. Ich selbst nehme Bartöl von Mr. Burton*, das ich nach dem Duschen einmassiere bzw. einbürste. So bleibt der Bart geschmeidig, duftet recht gut und das Jucken ist Geschichte.
Sollte das nicht ausreichen, dann nutze eine Bartbürste* und massiere damit die Haut unter dem Bart. Das Jucken hat zwei Gründe: Zum einen trocknet der Bart die Haut aus (was du mit Bartöl verhindern kannst), zum anderen reizen die doch recht harten Barthaare die Haut mechanisch. Alternativ kannst du dich auch von deiner Liebsten durch den Bart kraulen lassen. Kleinkinder machen das übrigens auch gerne, allerdings weitaus weniger zärtlich.
Wann darf ich denn endlich den Bart trimmen?
Abwarten. Lass dir Zeit und lass vor allem dem Bart Zeit zu wachsen. Erst nach 4 bis 6 Wochen sind in der Regel alle Lücken geschlossen und du kannst erahnen, wo deine Reise hingeht. Was du aber jederzeit machen kannst: die Konturen trimmen. Gerade am Hals wirft ein Bart gerne mal Wellen, wenn er eine gewisse Länge erreicht hat. Ich trimme alles unterhalb des Adamsapfels. Saubere Konturen verleihen dem Bart eine gewisse Ordnung, was zur allgemeinen Akzeptanz beitragen kann. Denk dran: Du trimmst einen zukünftigen Trailbart und keinen Dreitagebart! Die Konturen solltest du also nicht am Kinn oder an den Wangenknochen ansetzen.
Nach 4 bis 6 Wochen kannst du außerdem anfangen, Ausreißer im Bart auf die korrekte Länge zu bringen, damit du nicht zu struppig aussiehst. Dazu gibt es ausreichend Videomaterial im Netz. Wenn du dich das nicht traust, dann geh eben zum Friseur oder zu einem Barbier.
Wenn du es selbst versuchen willst, rate ich dir dazu, den Bart mit einer Bürste nach oben zu kämmen (also gegen den Strich) und dann die einzelnen Haare mit einer Schere auf eine Länge zu trimmen. Wichtig dabei: Mach das lieber etwas öfter, statt beim ersten Mal gleich alle Haare zu kürzen. Dir werden nämlich jedes Mal, wenn du den Bart nach oben kämmst, neue Ausreißer auffallen. Kürzt du die jedes Mal alle, hast du ruckzuck keine Länge mehr im Bart. Ich mache das ein bis zwei Mal in der Woche und investiere dafür knapp 5 Minuten. Das genügt meiner Meinung nach auch.
Bartwuchs beschleunigen, geht das?
Jein. Es gibt keine Wundermittel, die dir von heute auf morgen einen krassen Vollbart liefern. Entscheidend ist, wie so oft, ein gesunder Lebensstil.
Achte darauf, dass du dich gesund und ausgewogen ernährst, treibe Sport, schlafe viel und gut und reduziere den Stress in deinem Leben. Du erkennst bestimmt, warum Bartwuchs und ein Läuferleben so gut zusammenpassen, oder? All das sind Punkte, die für uns als Sportler sowieso wichtig sind. Eine perfekte Kombination also. Es scheint, als sei der Bart wie für uns Läufer gemacht.
Bartpflege: Nimm dir Zeit für deinen Bart
Ein ungepflegter Bart sieht schäbig aus. Tu was dagegen!
Entferne regelmäßig Essensreste aus deinem Bart, denn die wirst du da immer wieder finden, wenn er erstmal ordentlich lang ist. Jede Art von Brotaufstrich, Soße oder auch Krümel findet ihren Weg in deinen Bart. Burger essen, ohne den Bart einzusauen? Unmöglich! Ein Papiertuch wird beim Essen dein bester Freund. Auf dem Trail kann es durchaus praktisch sein, jederzeit etwas Essbares dabeizuhaben. Lockt aber auch Bären an.
Wasche den Bart beim Duschen aus. Es muss nicht jeden Tag Shampoo sein, aber Wasser sollte da schon täglich ran. Wenn du ein Shampoo verwendest, dann etwas Sanftes. Es muss kein spezielles Bartshampoo sein, eines für Babys tut es auch. Der Ironie eines „harten, männlichen“ Bartwuchses, den man mit Babyshampoo* pflegt, bin ich mir bewusst.
Nach dem Duschen tupfst du deinen Bart mit einem Handtuch trocken oder föhnst ihn mit wenig Temperatur. Wenn er trocken und frei von Knoten ist, massierst du vorsichtig etwas Bartöl ein. Ein paar Tropfen genügen und verleihen ihm einen tollen Glanz.
Ein Schnäuzer gehört zum Vollbart dazu!
Isso. Alles andere ist in meinen Augen nix Halbes und nix Ganzes. Ob du deine Rotzbremse zwirbelst oder einfach in einer angenehmen Länge hältst, bleibt dir überlassen. Eine kahle Oberlippe sieht in Kombination mit einem ordentlichen Trailbart aber echt seltsam aus.
Bad Hair Day!
Oh ja, die gibt es auch für Bärte. Bartbalm* oder Bartwichse kann zwar helfen, aber an manchen Tagen fluche ich trotzdem über meinen Bart. Wenn du Bauchschläfer bist, so wie ich, dann erwartet dich jeden Morgen das absolute Chaos im Gesicht. Ich bekomme den Bart nicht immer mit Balm gebändigt, ich will ja auch keine 2 Kilo davon reinschmieren müssen. Und denk dran: Die Bartwichse oder der Balm sollte abends auch wieder aus dem Bart raus, sonst erlebst du am nächsten Morgen dein blaues Wunder, wenn dein Bart einfach nicht mehr zu bändigen ist.



Nur auf dem Trail sieht er noch schlimmer aus als morgens nach dem Aufstehen. Wenn man ihn erstmal über Stunden der Natur ausgesetzt hat, macht er einfach, was er will. Finde dich damit ab!
Ich hoffe, die Tipps helfen euch bei eurem Vorhaben, einen mächtigen Trailbart wachsen zu lassen!
Eine kleine, aber feine Auswahl erstklassiger Trailbärte findet ihr hier. Vielen Dank für die vielen Bilder!












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