Mein Weg zur perfekten Socke?!



Geschätzte Lesezeit: 7 Minuten, 28 Sekunden



So an sich sind Socken ein Thema, dass man sich gerne mal spart. Sind ja nur Socken, die dürfen ruhig billig sein. Hauptsache die Schuhe taugen. So der Tenor und so auch lange Zeit meine Meinung dazu und was soll ich sagen? JEIN.

Ich will euch also heute mal meinen bisherigen Weg in Sachen Socken zeigen und mir fällt gerade auf, dass dieser „Test“ oder Erfahrungsbericht der sein dürfte, der den größten Testzeitraum umspannt.

Die Discountersocken.

Als ich 2011 mit dem Laufen anfing, tat ich das in mehr oder weniger guten Laufschuhen und einfachen Discountersocken. Das funktionierte auch soweit ganz gut, muss ich ehrlicherweise anmerken. Bei Preisen so um die 5€ oder so war es dann auch nicht weiter schlimm, wenn man ein Paar nach einigen Waschgängen die Form verlor oder sonst irgendwie kaputt ging. Das störte mich auf meinen Läufen bis, sagen wir 60 oder 70 Minuten eher nicht so.

Irgendwann fing ich dann an sowohl länger als auch in anspruchsvollerem Gelände zu laufen und somit der Stoffschicht die meinen Fuß vom Schuh trennte etwas mehr zu fordern. Ich bekam durch die Reibung Blasen, war oft genervt davon, dass das Material einfach nicht dafür gemacht war oft gewaschen und getragen zu werden. Kennt ihr bestimmt auch.

Die Zehensocken.

Ich ging also auf die Suche nach „besseren“ Socken und landete, auch auf Grund meiner vielen Facebook Kontakte in den USA bei Injinji. Einige meiner Orange Mud Ambassador Kollegen sind dort entweder ebenfalls Ambassador oder schwören einfach so auf die Produkte. Injinji stellt Zehensocken her. Sehr gewöhnungsbedürftig, aber irgendwie auch sehr bequem und nicht so weit verbreitet unter Läufern. So bestellte ich mir die ersten Paar und lief damit so ziemlich alles was auf meinem Plan stand. Kurzstrecken. Langstrecke, Ultrastrecke, Straße und Trail. Das Thema Blasen hatte sich ungelogen somit komplett erledigt und ich hatte das Gefühl meine Socke gefunden zu haben. Ich stellte eine Anfrage an Injinji und wollte auch dort Ambassador werden, allerdings teilte man mir mit, dass man außerhalb der USA diese Strategie nicht fahren wolle. Schade eigentlich, aber so ist das nun mal. Jetzt könnte man vermuten, dass ich aus dem Grund Injinji weitestgehend den Rücken gekehrt habe. Der Grund ist aber ganz simpel, durch die hohe Belastung (und nicht immer sauber geschnittenen Zehennägeln) haben sie einfach Löcher bekommen.

Injinji

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Die Zehensocken mit Kompression – ToeSox

Während meiner „ich bin total geil auf Zehensocken“ Phase, fand ich dann auch noch die Firma Toe Sox. Zehensocken und Kompression! Perfekt, oder? Hier hatte ich dann im Endeffekt das selbe „Problem“ wie mit den reinen Kompressionssocken. Das Anziehen ist halt etwas aufwändiger und irgendwie waren sie mir dann auch oft einfach zu viel Stoff. Und hey, warum trage ich denn eigentlich ein Tattoo auf der Wade, wenn ich es ständig bedecke?

 

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Under Pressure Sox

Natürlich habe auch ich Kontakt mit Kompressionssocken gehabt und auch fleißig getragen.

Den ausführlichen Testbericht den ich damals geschrieben habe, könnt ihr hier lesen -> Under Pressure Sox RunAttack.

Mittlerweile bin ich aber auch wieder ganz weg von Kompression an den Waden, fragt mich nicht warum aber das hat sich irgendwie ergeben. Diese Art Socken waren zwar immer sehr bequem, schützten die Waden vor allerlei Gestrüpp und gaben mir ein angenehmes Gefühl von Halt aber nun ja…Geschmäcker ändern sich eben. Lustigerweise empfinde ich die Socken immer als extrem angenehmen, wenn ich mich mal dazu aufraffen kann sie anzuziehen. Strange!

 

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Die doppel-lagigen Socken.

Irgendwann Anfang oder Mitte 2016 tauchte dann die Firma Wrightsock mit ihren doppellagigen Socken immer mehr in meiner Twittertimeline auf. Viele Blogger bekamen Testmodelle und schrieben Testberichte, die ich mit Interesse las. Ob das nur an meiner Filterblase lag, oder die Marke „uns“ Laufblogger grade entdeckt hatte, weiß ich nicht. Ich weiß noch nicht mal wie lange die Socken schon in Deutschland erhältlich sind, ich jedenfalls hörte da zum ersten Mal von ihnen.

Ich kann mich noch grob an einen Tweet von Wrightsock erinnern um den es um sportliche Ziele oder so ging. Ich antwortete, eher scherzhaft dass ich im Oktober meinen ersten Marathon laufen würde. Ich war ja zu dem Zeitpunkt schon den Einen oder Anderen Ultramarathon und somit halt eben auch Marathon gelaufen. Nun ja, das wusste Daniela (aus der Social Media Redaktion von Wrightsock) allerdings nicht und fragte mich ob ich meinen ersten Marathon gerne in ihren Socken laufen wolle. Selbstverständlich bejahte ich die Anfrage, allerdings verloren wir beide das etwas aus den Augen und so schrieb ich sie im September noch mal an.

 

Modell Coolmesh II

Kurz darauf bekam ich auch schon Post aus der schönen Pfalz und somit meine ersten beiden Paar Coolmesh II.

Anfangs etwas ungewohnt eine Socke anzuziehen die eigentlich aus zwei Socken besteht, aber daran gewöhnt man sich recht flott. Ich trug die „Marathon“ Sonderedition also bei meinem ersten Marathon und hatte keine Probleme damit. Wie erhofft und nach den vielen positiven Berichten nicht anders erwartet, hatte ich nach den 42,195 km weder Blasen noch sogenannte Hotspots. Hotspots sind quasi die Vorstufe zur Blase, Stellen an denen die Haut gereizt ist und die drohen zur Blase zu werden.

Mittlerweile besitze ich 4 Paar Coolmesh II und laufe fast ausschließlich damit und sowohl Distanzen von 100 km oder das Tragen an mehreren Tagen beeinträchtigt die Funktion der Socken in keinster Weise. Was ich allerdings als jemand der vorwiegend Trail und lange läuft sagen muss ist, dass die Coolmesh Socke wohl etwas zu dünn für den rauen Dauerbetrieb auf den Trail zu sein scheint. Nach kurzem Feedback von mir an Daniela, flatterten auch schon die dickeren Modelle „Stride“ und das dicke gepolsterte „Endurance“ ins Haus.

 

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Wrightsock „Stride“

Das Modell „Stride“ ist ebenfalls ungepolstert und etwas dicker / fester gestrickt als die dünneren Coolmesh Modelle. Angepriesen wird die Stride als Trekking und leichte Wandersocke, oder wie in meinem Fall eben als Trailsocke. Beim Anziehen merkt man den Unterschied direkt am Fuß, man hat einfach etwas mehr Socke an, vergleichbar mit einer „Tennissocke“ so wie man sie von früher kennt. Na ja nur eben deutlich bequemer, hochwertiger und auch nach langer Belastung deutlich formstabiler, was für mich nicht ganz unwichtig ist. Eine Socke muss bei mir auch nach vielen Stunden noch so sitzen wie zu Anfang, da ich während dem Laufen nur ungern Socken aus dem Dropbag anziehe. Das Risiko die Situation zu verschlimmbessern, weil ich eine frische Socke angezogen habe gehe ich nur in Ausnahmefällen ein.

Ich bin die Stride jetzt einige (viele)  Kilometer im Gelände gelaufen und muss sagen, dass sie wirklich belastbarer zu sein scheint. Das Material ist robuster und definitiv mehr für starke Belastungen gemacht. Für die anstehenden Ultratrails dieses Jahr wird die Stride meine Wahl Nummer Eins sein.

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Wrightsock „Endurance“

Die Endurance ist wohl eine klassische Wandersocke, dick und gepolstert schützt sie den Fuß im Schuh und fühlt sich dennoch nicht zu schwammig an. Ich mag es nicht wenn ich das Gefühl zum Schuh verliere beim Laufen, die Endurance macht ihren Job hier echt gut.

Mit der Endurance habe ich nur ein kleines Problem, dadurch dass sie relativ dick ist, ist sie erstens recht warm und zweitens wird es im Schuh (also in meinen jedenfalls) recht schnell eng. Ich habe einen recht breiten und hohen Fuß und somit eh schon immer leichte Probleme mit der Passform der Schuhe. Die Endurance beansprucht einen weitaus größeren Teil des Platzes im Schuh für sich als die Stride oder die Coolmesh II, was sie aber nicht zu einer schlechten Socke macht. Nur eben nicht zu meiner favorisierten Sommersocke.

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Und nu?

Aktuell bin ich absolut zufrieden mit „meinen“ Wrightsocks. Ich bin zwar nicht immer zu 100% blasenfrei geblieben, allerdings hatte ich wenn überhaupt die Blasen nur dort, wo die Socken ihre Wirkung (Verlagerung der Reibung von Haut -> Socken nach Außensocken -> Innensocken) nicht entfalten konnten. Zwischen den Zehen ist nun mal bein Stoff der Reibung verhindern könnte.

Die Injinji tragen ich, jetzt im Sommer eher weniger, hatte sie aber im Winter auf ein paar Läufen in meinen Bedrock Sandals an. Sah zwar scheiße aus, hielt aber die Zehen halbwegs warm.

Ich werde also auch weiterhin wohl zweigleisig „laufen“, bisher habe ich damit gute Erfahrungen gemacht. Solltet ihr die Firma Wrightsock noch nicht kennen, dann lohnt sich ein Blick in deren Sortiment auf jeden Fall!

Auf welchen Hersteller schwört ihr beim Thema Socken, oder ist es euch sogar egal was ihr tragt? Schreibt es mir doch in die Kommentare!

 

Alle Amazonlinks sind, wenn nicht anders angegeben Affiliatelinks.

 

 

Zum Abschluss möchte ich darauf hinweisen, dass ich zwar bisher sämtliche Exemplare unentgeltlich von Wrightsock Deutschland gestellt bekommen habe, sie aber in der Tat auch gerne und oft getragen habe und das auch heute noch tue. Dies ist also im weitesten Sinne ein Sponsored Post bzw. Werbung für ein Produkt. Ich weiß, dass jetzt der Eine oder Andere den Browser schließen wird weil er keinen Bock auf Werbung hat oder sich denkt „verkauf dich doch nicht so Sascha!“ Allerdings ist dieser Blog ja auch dazu gedacht euch an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen und das beinhaltet nun mal auch „Material“. Wer also kurz den Verdacht hegt, ich würde mich für den Hersteller prostituieren der möge kurz durch meine Social Media Profile scrollen und schauen welche Socken ich dort trage. Ihr werdet „erstaunlich“ oft auf die Wrightsock Socken stoßen auch wenn sie nicht selten unter Gamaschen versteckt sind. Ihr findet allerdings eben auch Bilder mit Zehensocken der Firma Injinji und die hat mit dem Beitrag hier aktiv nix zu tun, Wrightsock im Übrigen auch nicht, denn ein Blogbeitrag als Gegenleistung für Socken war nie im Gespräch, genau genommen war überhaupt keine Gegenleistung für die Testexemplare im Gespräch. Auch etwas das mit die Marke so sympathisch macht.





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


4 Antworten auf „Mein Weg zur perfekten Socke?!“

  1. Bei mir kommen, grade bei sandigen Passagen, gerne mal kleine Körner zwischen die Sockenschichten. Die sind dann leider sehr aufwendig oder gar nicht zu beseitigen und führen zum Unmut beim Lauf. Trotzdem zählen sie noch zu den besseren Socken.

    1. Ja stimmt, das dürfte dann so ziemlich das Aus in Sachen Komfort sein. Sand ist aber halt immer irgendwie Mist, der stört mich selbst dann, wenn er nur bei jedem Schritt aus dem Mesh der Schuhe rieselt.

  2. Ich laufe in injinji’s. Und die halten bei mir schon mehr als 2 Jahre. Ich bin super zufrieden, keine Blasen oder Hotspots. Habe vier paar. Und falls nicht alle zufällig in der Wäsche sind hab ich die auch immer an.

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