Verkauft euch doch nicht unter Wert liebe Bloggerkollegen!



Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 20 Sekunden



Ja ja, kaum testet der Kerl jetzt seit knapp einem viertel Jahr keine Produkte mehr im Auftrag irgendeiner Agentur, schon fängt er an große Reden zu schwingen.

Ich weiß, wer im Glashaus sitzt und so weiter und sofort. Im Jahr 2016 habe ich quasi alles an Laufmaterial getestet dass ich in die Hände bekommen habe, zugegeben. Mein geheimer Plan war, ein Jahr lang keine Schuhe kaufen zu müssen und was soll ich sagen? Es hat funktioniert. Ok Anfang Dezember hatte ich mir ein Paar Schuhe selbst gekauft, Bedrock Sandals um genau zu sein. Da stand für mich aber schon fest die gesponsorte Testerei aufzugeben. Die Agenturen und Hersteller waren extrem kooperativ und es gab echt nur sehr wenige die nicht bereit waren, mir Testmaterial zur Verfügung zu stellen. Kein Wunder, denn für wenige Euro (ja auch teure Schuhe haben einen geringen EK in Asien) bekommt man im Idealfall gute Werbung und Streuung bei einer kleinen aber eben fein abgestimmten Zielgruppe.

Ich beobachte schon seit langem einige Blogs und Portale (auch themenfremde) und achte darauf wie die Gewichtung dort zwischen Werbung, sprich Produkttests und eigentlichem Inhalt ist. Bei einigen Kollegen ist das mittlerweile echt erschreckend. Ich werde keine Namen nennen, zumindest nicht wenn es ins Negative geht.

Testet Produkte, aber verkauft euch nicht an Agenturen! Klick um zu Tweeten

Ich unterscheide hierbei aber gerne in drei Kategorien, der Privatkäufer, die reinen Produkttestportale und die Blogger die sich regelmäßig kaufen lassen. So wie ich es 2016 auch getan habe. Naja zumindest ein wenig, wenn ein Schuh nicht so berauschend war, dann steht das auch in meinem Testbericht. Ganz frei in der Leber weg, kann man aber halt doch nur sehr schlecht schreiben, wenn man das Testmaterial „geschenkt“ bekommt.

Über die Privatkäufer will ich keine großen Worte verlieren, denn hier gehe ich davon aus dass die Meinungen und Tests authentisch sind. Dort liest man dann auch regelmäßig negative Ergebnisse und die Flut an Testmaterial hält sich in Grenzen, aus verständlichen Gründen.

Die großen Produkttestportale sind auch eine andere Baustelle, dort ist recht schnell klar dass sie eben genau darauf ihr Hauptaugenmerk legen. Das sieht man an der Professionalität, dem Umfang der Tests und der Tatsache dass man dort immer den neuesten Stoff findet. Brauchen wir so etwas? Ich denke ja, denn grade bei neuem Material kommt man ja recht schwer an Info aus erster Hand. Herstellerpromo zählt hier ja nicht.

Was mich immer mehr stört und was auch mit ein Grund war, warum es keine großen Produkttests bei mir mehr geben wird, sind die Bloggerhuren. Oh…böses Wort. Ob das so gut ist wenn man gegen Kollegen schießt? Keine Ahnung, echt. Wer den Blog schon etwas länger liest, wird auch erahnen wie egal mir das ist.

Wir Lauf(oder Hobbysport)Blogger machen das was wir so tun, meist oder zumindest anfänglich aus purem Spaß an der Freude, berichten von unseren Trainings, unseren Wettkämpfen und oft besonderen Touren. Das ist das was „uns“ ausmacht, das ist das was ich an „euch“ mag. Wenn wir dann etwas Reichweite aufgebaut haben und beginnen potentiell interessant für Firmen und Agenturen zu werden, werden wir oft das erste Mal auf die Probe gestellt. Wollen wir „Geld“ mit dem Blog verdienen oder bleibt es weiterhin ein Hobby? Wollen wir uns an Hersteller und Produkte binden oder weiter frei Schnauze schreiben?  Finden wir einen Mittelweg oder verkaufen wir uns?

Ich für mich, denke (und hoffe ihr seht das ähnlich, falls nein dann raus mit der Sprache) dass ich den Mittelweg in 2016 so halbwegs gefunden habe. Mir war es wichtig nicht nur Produkttests raus zuhauen, sondern auch die „üblichen“ Geschichten und Themen zu behandeln. Es gab aber auch Phasen da war mir die ganze Testerei zu viel, da artete das in Streß aus und ich geriet in Verzug. Mein Anspruch war es immer die Schuhe nicht schon nach einer Woche als bewertet online zu stellen, sondern mal mindestens 50, besser 100 km damit gelaufen zu sein. Ich behaupte mal, dass das nicht klappen kann wenn man 2-3 Paar Schuhe in kurzer Zeit abfrühstückt denn die wenigsten laufen tatsächlich so viel in der Woche. Da passt schon rein rechnerisch etwas nicht, ich zumindest habe das alleine nie hinbekommen. Qualitätseinheiten bzw. Einheiten die während meiner Kölnpfadvorbereitung sitzen mussten, bin ich nicht mit Testmaterial gelaufen. Da war mich das Risiko zu hoch abbrechen zu müssen, weil der Schuh dann doch nicht so gut gepasst hat wie erwartet.

Jetzt sehe ich aber immer wieder Laufblogs, deren einziger Zweck es zu sein scheint jedes Modell der verschiedenen Hersteller zu testen. Wirkliche Laufgeschichten findet man dort dann entweder überhaupt nicht mehr, oder nur noch ganz selten. Mir stößt das auf und zwar ganz deutlich und genau aus diesem Grund, bin ich davon weg. Es geht mir hier nicht darum dass „wir“ Blogger überhaupt keine Produkte testen sollen / dürfen, aber das Verhältnis sollte dann doch bitte stimmen. Wir sind kein billiges Werbevieh, zumindest ich will das nicht sein. Wenn ich dann lese wie Blogger in anderen Sparten ihren Blog als Gewerbe anmelden und als Tätigkeit dann „Bereitstellung von Werbeflächen“ angeben, dann wird mir schlecht. Wofür? Für einen Lippenstift oder ein Schminkset? Dann lese ich Blogbeiträge ala „wie wird man ein guter Blogger?“ und was steht da als Kriterium? Hochwertige Kooperationsanfragen von Agenturen und Firmen. WTF? Nein, das war kein Sportblog, es war wohl einer aus meiner Lieblingskategorie „Lifestyle und Mode“. Aber was soll das bitte? Sind wir Blogger nur noch Werbevieh? Bei aller Aufregung und allem Ärger, bin ich dann doch froh dass ich „nur“ Sportblogger bin, in anderen Sparten scheint es deutlich schlimmer zu sein.

Ich kann und will nicht ausschließen, dass es auch im Jahr 2017 wieder den einen oder anderen Produkttest (OrangeMud kommt im Mai mit einem neuen 20 Liter Rucksacksystem, dem Adventure Pack 20 auf den Markt) geben wird, aber mein Hauptanliegen wird es bleiben euch zu unterhalten und Eindrücke in von mir gelaufene „Wettkämpfe“ zu geben. Ich werde euch mit Sicherheit auch wieder das eine oder andere Mal mit der Nase auf Themen stoßen die mir wichtig sind, wie beispielsweise #cleanyourtrails. Eine Produkttestflut wie im vergangenen Jahr wird es allerdings nicht mehr geben, dazu bin ich mir mittlerweile dann doch zu schade.

Wie stehst du zu dem Thema? Egal ob selber Blogger oder „nur“ Leser, verrate mir doch deine Meinung!

Sascha Editor
Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.
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76 Kommentare auf "Verkauft euch doch nicht unter Wert liebe Bloggerkollegen!"

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EisernerHans
Gast
Werbung ist leider überall zu sehen 😉 … und wenn es nur auf Bildern ist. Wer kennt ihn nicht, den Salomon-Läufer, der durch und durch die kostenlose Werbung in die Welt trägt. Ich persönlich habs zur Zeit mit Inov8 Schuhen … und nur 2 davon, nämlich der Roclite 290 und 305 wurden mir von Inov8 selbst, auf eine Anfrage hin, zur Verfügung gestellt – ohne Auflagen, Bilder poste ich so oder so aus Spaß an der Freude, und meine Erfahrungen, grade auch Langzeiterfahrungen gebe ich auch gerne ans Volk. Aber du hast recht, jeder muss da seinen Mittelweg finden. Man… Read more »
Bonni
Webmaster

Klar läuft jeder von uns für diverse Firmen als Werbefläche durch die Gegend, das lässt sich ja auch nicht vermeiden.
Ich finde es eben schade, dass einige Kollegen die Balance zwischen Geschichten und Werbung immer mehr zu vernachlässigen scheinen. Wenn ich mir deinen (und eben auch meinen) Blog anschaue, sehe ich natürlich jede Menge Testberichte, aber eben auch viele Geschichten und Berichte von deinen Läufen und kleinen Abenteuern. Darauf kommt es finde ich an!

dermitdemhut
Gast
Danke für den Einblick. Ich bin bisher mit allen Kooperationen kläglich gescheitert. Weder wollten mich Matratzen sponsern noch hat mir jemand kostenlos Gear zur Verfügung gestellt. Aber ich hab jetzt auch nicht aggressiv darum geworben dass ich Stuff testen möchte. Das überlass ich lieber den Profis, die du Produkttestportale nennst. Ich rede schon auch mal über einen neuen Schuh den ich mir gekauft habe aber immer nach der Prämise „Works for me“. Viel mehr interessiere ich mich dafür warum was wieviel kostet und wievielen Menschen der Zugang zu einer großartigen Sache verwehrt wird, weil das Equipment einfach sau teuer ist.… Read more »
Bonni
Webmaster

Danke Flo, ich schätze spätestens hiermit habe ich mir eh alle Chancen ein Profitester zu werden verbaut 😀

Ich bin gespannt auf die Decathlonjacke, wobei… naja eigentlich nicht. Ich gehe nämlich davon aus, dass sie funktioniert wie sie soll 🙂

Maren
Gast

Über das Thema habe ich kürzlich auch nachgedacht, ich stehe aber gerade am anderen Ende – es geht hier erst los mit der Kommunikation für Marken. Aber genau das habe ich mir zum Anlass genommen, mal zu reflektieren, für wen ich eigentlich schreibe. Herausgekommen ist dabei das: http://www.ichhasselaufen.de/2017/03/kooperationen-mehr-transparenz-bitte.html

Die Konsequenzen muss jeder für sich selber ziehen, wichtig finde ich, egal wie man sich entscheidet, dass man hinter dem stehen kann, was man da macht.

Bonni
Webmaster
Hi Maren, den Artikel hatte ich gelesen! Es spricht ja auch wie geschrieben absolut nichts dagegen dass man als Blogger versucht an Material zu kommen. Ich habe mich jedes Mal wie ein kleines Kind gefreut wenn der Postmann neue Produkte gebracht hat. Ist schon ein gutes Gefühl wenn man „beschenkt“ wird und jemand scheinbar Wert auf die eigenen Meinung legt. Du schreibst von und fordert Transparenz, das finde ich ganz wichtig. Nicht nur weil es gesetzlich so geregelt ist, sondern weil man sich sonst auch recht schnell unglaubwürdig macht. Wenn du jetzt in Zukunft verstärkt Produkte von Firma XY testest,… Read more »
Maren
Gast
Richtig, der eigentliche Zweck des Schreibens darf darüber hinaus nicht verloren gehen. Ansonsten habe ich als Leser sehr schnell keinen Bock mehr. Haha, ja Haarklammern kannste bei mir lange suchen, aber ansonsten probiere ich auch schon Sachen, die ich nicht kenne und wo ich nicht vorher weiß, was ich davon halte. 361° zum Beispiel. Grundsätzlich sind das aber immer Dinge, die mich persönlich interessieren und von denen ich daher annehme, dass es Lesern auch so gehen könnte – wenn der erste Haarklammernhersteller auf mich zukommt, werde ich lachend an dich verweisen 😉 Dazu kommt: Ich kenne ja beide Seiten, arbeite… Read more »
Tom
Gast
Es kommt drauf an. Gerade bei Laufschuhen ist der Testaufwand doch recht niedrig. Ich zieh den Schuh an und laufe mehrmals damit. Foto und Text sind in 1-2h erledigt. Bei Gear schauts schon wieder anders aus. Wichtig ist halt, auch zu schreiben, was man von dem Teil hält und nicht nur einen Werbetext zu verfassen. Bei mir gibts immer wieder „Specials“, wo mich gerade ien Thema bewegt und ich dann Firmen gezielt anschreibe. Ich glaub schon, dass diese Testberichte/ -vergleiche dann für den Leser einen Mehrwert bieten. Leider gibt es auch genug Blogger, die über alles schreiben, nur weil sie… Read more »
Bonni
Webmaster

Leider gibt es auch genug Blogger, die über alles schreiben, nur weil sie es kostenlos bekommen. Ich sortiere da schon vorher aus.

Und um genau die Exemplare ging es mir hierbei.

Dass man sich nicht alles selber kaufen kann über das man berichten will, ist klar. Kann ich nicht und können wahrscheinlich die wenigsten.

Gruß
Sascha

Patrick Salm
Gast

auch ich schreibe die Hersteller gezielt an und lese in der Regel vorher andere Testberichte oder informiere mich über die Produkte welche ich dann versuche als Testobjekte zu bekommen. Aus diesem Grund sind auch wenige wirklich schlechte Noten bei meinen Tests vorhanden, genau das kann einen dann natürlich auch verwundern wenn alle Produkte relativ gute Bewertungen haben.

Bonni
Webmaster

Aber ergibt es denn Sinn Produkte zu testen die zum Einen wirklich gut funktionieren und zum Anderen schon bei X anderen Bloggern durchgenudelt wurden?

Welchen Mehrwert bietet der drölfzigste Test eines Schuhs den eh jeder mag und kennt?

EisernerHans
Gast
Manchmal schon … zB. Schuhe … die einen mögen breite Schlappen (so wie ich) … die anderen bewerten die als schlecht, da zu wenig halt … wenn man sich da orientieren möchte, dann sind halt viele Meinungen und Tests wichtig. Jeder legt auf unterschiedliche Kriterien wert. Mir kommt da auch son Formbelt in den Sinn, der gerne mal gehypt wird. Lauf ich mit dem Ding mal länger, dann hab ich danach einen Sweatbelt, eben vollgesogen, und das führt zu wunden Stellen, grade bei längeren Läufen. Das schreibt z.B. niemand … weil wahrscheinlich auch nicht wirklich getestet oder bis 5km nicht… Read more »
Bonni
Webmaster

Der Formbelt ist ein guter Punkt, den habe ich ja hier auch getestet. 🙂

Wunde Stellen hatte ich nicht, dass er sich voll saugt bzw. der Inhalt durch den Schweiß nass wird habe ich allerdings schon geschrieben 😉

Gruß
Sascha

EisernerHans
Gast

Ich hab auch eher auf die Ama***-Bewertungen angepielt 😉 …

Bonni
Webmaster

Die habe ich nicht gelesen, aber ist ja recht logisch dass wir andere Anforderungen haben als der Feierabend-5km-Jogger. Der Formbelt ist ja jetzt kein typisches Produkt für wirklich lange Läufe, obwohl ich ihn auch schon öfter bei solchen getragen habe.

runomatic
Gast
Schöner Beitrag. Spricht mir fast 1:1 aus der Seele. Ich bin ja auch so einer, der in den letzten beiden Jahren ein wenig viel Schuhe getestet hat. Konnte auch den Hals nicht voll kriegen. Ich habe jetzt noch 1-2 Artikel, die auf ein Review warten, aber dann ist erst mal Schluss. Die Luft ist raus. Außerdem macht Shoppen viel mehr Spaß. Nur der Kontoauszug ist dann halt doof. Soviel Schuhe, wie ich 2017 gekauft habe, habe ich in den letzten zwie Jahren nicht geordert. 😀 Noch mal zum Thema: ich sehe das nicht ganz so eng. Wenn die Testberichte gut… Read more »
Bonni
Webmaster
Du grenzt das schon gut ein, „wenn die Testberichte gut sind“. Ein Schuhtest kann meiner Meinung nach nicht gut sein, wenn man den Schuh den man testet einmal auf 5 km getragen hat. Das klappt vielleicht wenn der Schuh wirklich Schrott ist und überhaupt nicht funktioniert, solche Schuhe findet man aber verdammt selten und selbst dann sollte man dem Material noch mindestens eine zweite Chance geben. Und ja, Schuhe oder Zeug testen ist echt geil. Ich habe das auch sehr gerne gemacht und mich immer wie ein kleine Kind gefreut wenn die Post kam, die Verlockung ist groß. Wenn ich… Read more »
runomatic
Gast
„aber die kommen halt auch mit Sicherheit nicht davon dass du dich und deinen Blog mit Hilfe von Produkttests verramscht hast in den letzten Jahren“ Findest du, ich hab ich mein Blog verramscht? Oder verstehe ich das falsch? 😀 Zumindest gebe ich mir Mühe, dass meine Berichte „unique“ sind. Sprich: mit viel Humor und Wortwitz, so dass ich beim Schreiben und vielleicht auch der Besucher beim Lesen Spaß hat. Was die Zugriffs- und Kommentarzahlen angebelangt: da bin ich aus meinen alten admartinator.de und apfelquak.de Zeiten ganz andere Zahlen gewohnt. 2000 Besucher am Tag waren da keine Seltenheit. Insofern bin ich… Read more »
Bonni
Webmaster

Findest du, ich hab ich mein Blog verramscht? Oder verstehe ich das falsch?

Nein, nein! Ich meinte eben genau das Gegenteil mit dem Satz. Du verstehst es also falsch 🙂

So ein Treppenlift ist auch praktisch wenn man mal keine Bierkisten schleppen will 😉

Trailtiger
Gast

Ganz genau so ist es! Ich habe schon bei so manchem Schuh anfangs eher ein schlechtes Gefühl gehabt und am Ende feststellen müssen, dass ich nach einiger Anpassung ziemlich gut damit klargekommen bin – am beeindruckendsten ist es zuletzt beim Hoka Vanquish 2 gewesen, den ich anfangs okay fand (obwohl vom Tragegefühl super) und über den ich jetzt, nach 1200 Kilometern und Enizelläufen bis zu 72km, mit Überzeugung sagen kann, dass es der beste Langstreckenschuh ist, den ich je gelaufen bin. Dementsprechend versuche ich auch, 200-300 Kilometer mit dem Schuh zurückzulegen.

Bonni
Webmaster

Ja ich glaube nach 1200 km kann man sich ein Urteil über einen Schuh erlauben…grade so 🙂

Sebastian (@buzze)
Gast

In meiner kleinen Welt glaube ich ja immer noch, dass die von Dir angesprochenen Blogs mit Produktreviews ohne Mehrwert für den Leser irgendwann nicht mehr gelesen werden, während sich gute Blogs am Ende durchsetzen. Andererseits entstehen wahrscheinlich jeden Tag x neue Blogs mit dem einzigen Ziel, Laufschuhe für lau abzugreifen.

Ich habe noch nie etwas getestet, aber was ich mag, sind die klar gekennzeichneten Kooperation mit Blogfoster. Da entstehen zum einen meist Texte mit Mehrwert (die aber klar als Werbung gekennzeichnet sind) und zum anderen lohnt es sich als Blogger.

Bonni
Webmaster

Irgendwann werden sie alle sterben 🙂

Wobei…es wird IMMER Content ohne Mehrwert im Internet geben. Es ist schließlich das Internet. 🙂

runomatic
Gast

Die Domain blogsaredead.de gehört mir. Nicht ohne Grund.

Bonni
Webmaster

Sauber! 🙂

Carsten
Gast
Hi, wir haben uns bei null8null8 bisher bewusst gegen jegliche Art von Kooperationen und Werbung entschieden. Wir wollen eben nicht der 30ste Blog sein, der über die neue Hose aus dem Hause A oder die neue Uhr von Hersteller B berichtet. Außerdem haben wir bisher für uns keinen Weg gefunden, wie wir einen Test so gestalten können, dass er spannend, transparent (objektiv) und nicht zu sehr nach Prospekt aussieht. Wenn ich einen Produkttest, zum Beispiel von Laufschuhen, lese und die Leute sind damit keine 50km gelaufen, bilden sich aber bereits eine fundierte Meinung, dann macht mich das skeptisch. Da aber… Read more »
Bonni
Webmaster
Hi Carsten, Zeitdruck ist in der Tat ein Thema. Kein Blogger will ja den Produkttest zum aktuellen Modell erst online bringen, wenn das Nachfolgemodell auf den Markt kommt. Ich habe mich in der Vergangenheit ein paar Mal geärgert dass ich Testprodukte erst mehrere Wochen nach dem Launch gekommen habe, aus genau dem Grund. Wenn ich der X-te bin der Schuh Xy testet, wirkt der Test einfach nicht mehr. Ich habe auch selten eine ordentliche Rückmeldung von Herstellern und Agenturen bekommen, letzten Endes dienten viele Artikel nur dazu Klicks auf den Blog zu ziehen. Zum Thema Kennzeichnung; Mein Disclaimer steht auch… Read more »
Bodhi
Gast
Hallo Sascha, ja du sprichst mir aus der Seele. Es gibt einige Bloggs die ich wegen der ganzen Testberichte nicht mehr oft lese. Es wurde mir einfach zu viel. Ich persönlich habe in den letzten drei Jahren wirklich viele Anfragen bekommen. Selber aktive bin ich aber nie geworden. Ich habe mir die Firmen / Produkte aber immer ausgesucht und mir nicht alles andrehen lassen. Laufschuhe habe ich z.B. überhaupt nicht angenommen. Nicht von Asics, Adidas oder New Balance, da habe ich lieber selber meine Entscheidungsfreiheit gehabt, auch weil ich nicht mit jeden Schh zurechtkomme. Bei edr Kleidung habe ich persönlich… Read more »
Bonni
Webmaster

Spricht ja auch nix dagegen wenn man mal was abgreift. Grade die Produkte von Gore sind ja auch nicht ganz günstig 🙂

carnam ilinga
Gast

Hachja, die Verlockung etwas tolles zu bekommen, ist doch immer recht groß. Aber damit lässt sich auf Dauer kein interessanter Blog füllen. Über viele Werbepostings scrollen die Leser drüber oder hoffen bei einem Gewinnspiel etwas abgreifen zu können.
Macht einen das wirklich glücklich, als lebende Werbetafel herzuhalten und sich dafür unter Druck setzen zu müssen? Ich weiß nicht. Mich nicht. 😉
Hin und wieder habe ich Kooperationen z.B. mit Verlagen zu einem interessanten Buch, aber da wähle ich das Produkt aus, weil es mich wirklich interessiert, nicht weil es gratis ist.

Liebe Grüße

Bonni
Webmaster
Hallo Sabine, ich glaube wir Sportler laufen eh schon immer als Werbetafel durch die Gegend, da wir in der Regel ja auch Bekleidung der Sportartikelhersteller tragen. So können (und machen es oft auch) ziemlich unauffällig Werbung für Unternehmen machen, einfach in dem wir Fotos von unseren Trainings posten. Ich behaupte jetzt mal, ohne deinen Blog jetzt im Detail gelesen zu haben, dass es in deiner Sparte recht schwer sein dürfte sich zu verkaufen. Solange du dabei bleibst und Bücher besprichst oder Rezepte postest, musst du ja sowohl die Bücher gelesen als auch die Rezepte ausprobiert haben. Einen Schuh- oder Bekleidungstest… Read more »
Patrick Salm
Gast
Hallo Sascha, ich sehe das ähnlich wie Martin. Ich war schon immer ein Produkttestleser und mache dies auch in Zukunft. Der Grund warum ich mit dem Schreiben von Produkttests begann war, wie bei mir und bei vielen anderen aber ganz ehrlich gesagt auch der Grund das ich dann keine Schuhe mehr kaufen muss. Nichts desto trotzt empfinde ich es nicht so als ob ich mich kaufen lasse, denn was ich schreibe ist mir überlassen. Außerdem versuche ich wirklich meine Berichte immer weiter zu entwickeln und mache mir viele Gedanken darüber welche Infos ich in anderen Berichten vermisse und wie ich… Read more »
Bonni
Webmaster

Der Grund warum ich mit dem Schreiben von Produkttests begann war, wie bei mir und bei vielen anderen aber ganz ehrlich gesagt auch der Grund das ich dann keine Schuhe mehr kaufen muss.

Dieses Experiment habe ich wie gesagt auch hinter mir und mich dazu entschieden, dass mein Blog mehr als nur eine Werbeplattform für Agenturen und Hersteller sein soll.

Sabrina
Gast
Guter und wichtiger Beitrag. Generell denke ich mir, dass das wohl jeder für sich selber entscheiden muss. Wir haben uns auch bewusst gegen eine Testplattform entschieden und die Tests deutlich reduziert wieder. Wir finden einfach nicht alles klasse und stehen auch dazu nur mit ein paar wenigen Partnern zu arbeiten. Dafür aber mit Hand und Fuß und aus Überzeugung. Und wirklich „brauchen“ braucht man davon das wenigste wirklich. Aber auch die Blogger die vermehrt auf Tests gehen haben Ihre Berechtigung. ich finde es halt wichtig, dass sie auch ehrlich schreiben, wie es eben ist…. Wir haben es reduziert und den… Read more »
Bonni
Webmaster
Hallo Sabrina, „Generell denke ich mir, dass das wohl jeder für sich selber entscheiden muss. “ Stimmt, nahezu jeder Content wird seine Zielgruppe finden. Das zeigt das Internet jeden Tag aufs Neue 🙂 Geschichten sind das was jeden Blog einzigartig macht, finde ich. Sind wir doch mal ehrlich, richtig kritische Produkttests liest man extrem selten und auch sonst liest man immer wieder die selben Sätze über das selbe Material. Ist bei meinen Tests nicht anders, was will ich auch groß Prosa erfinden über einen Schuh der einfach das tut was er soll? Wenn ihr Material am Berg testet, auf das… Read more »
Tina Gallinaro
Gast

Hallo Sascha, ich bin gerade per Zufall über deinen Beitrag gestolpert.
Du triffst den Nagel auf dem Kopf, ich denke auch immer öfter, dass viele Blogger aus ihren teils sündhaft teuren Blogs einen Tante Emma Laden machen. Oftmals sind die Beitrag so irre langweilig und dann fehlt die Leidenschaft, mit Herzblut darüber zu schreiben.
es fehlt der Kick.

Deswegen lehne ich auf meinem Blog auch Kooperationen ab. Mein Blog , meine Regeln , NO Werbung..

P.S. Der Begriff #Bloggerhuren ist so fies und gemein, dass er schon wieder gut ist.
LG Tina

Bonni
Webmaster

Hallo Tina,

freut mich dass du den Weg hierher gefunden hast.

Der Begriff „Bloggerhuren“ ist fies und gemein, richtig. Er ist aber auch bewusst gewählt und in guter Indikator dafür werden Beitrag gelesen hat und wer nicht 😉

Gruß
Sascha

Reluca
Gast
Hallo Sascha, Du sprichst mir hier voll und ganz aus der Seele. Mein Blog ist ja nur ein ganz kleines Licht und ich bin auch noch nicht lange beim Bloggen dabei, aber für mich stand immer das LAUFEN im Vordergrund, bzw. meine Leidenschaft für das Laufen zu teilen. Klar hatte ich mir am Anfang auch mal gedacht, dass es ganz cool wäre von Firmen mal Produkte zu bekommen, um dann darüber zu berichten. Mir war aber auch schnell klar, dass ich mich dann zum Sklaven machen würde, was ich einfach nicht wollte. Wenn ich mal über ein Produkt berichte, dann… Read more »
Bonni
Webmaster

Hallo Rene,

schön dass du mir zustimmst 🙂

Ich hatte mir mal ein paar Gedanken dazu gemacht, wie ich Testberichte anders schreiben könnte. Ich fand die Idee die Produkte „einfach“ in die Laufberichte mit einfließen zu lassen im Grunde ganz spannend. So wie ich das sehe, gibt es dann aber Probleme mit der Kennzeichnungspflicht von bezahlten Tests. Das ist irgendwie ein schwieriges Thema finde ich. Ruckzuck ist man im Bereich der Schleichwerbung und riskiert Abmahnungen.

Und zum Thema „kleines Licht“; auch die können durchaus interessant für Firmen sein und nebenbei sehe ich mich selbst auch als ein solches.

Gruß
Sascha

Eddy
Gast
Hallo Sascha, auch ich finde Deinen Beitrag klasse – aber die Überschrift irgendwie nicht dazu passend. Es geht doch eigentlich nicht darum, sich „unter Wert“ zu verkaufen, sondern generell ums Verkaufen, oder eben nicht. Schwierig zu formulieren, was ich meine, merke ich gerade… Ich nehme hin und wieder Kampagnen an. Dabei schau ich nicht auf den Wert (des Schuhs, der Laufuhr oder dem was-weis-ich-was), sondern darauf, dass die Kampagne / das Produkt zu mir und meinem Blog passt. Ob es dann einen Wert von 30,- Euro oder 300,- Euro hat, ist mir komplett egal. Wenn ich Lust auf die Kampagne… Read more »
runomatic
Gast

Kann ich bezeugen. Der Eddy hat sich sogar schon mal für Tchibo zum Horst gemacht ganz doll in’s Zeug gelegt! 😀

Nur Spaß. Ich weiß, was er meint. Geht mir auch so.

Bonni
Webmaster

Na ich hab auch einen Artikel für Lidl Produkte im Blog 😉 Allerdings hatte ich mir die Radtrikots tatsächlich vorher gekauft und dann die Anfrage bekommen 🙂

Eddy
Gast

…Du bist mir der allerliebste Kommentator im ganzen Internet!

runomatic
Gast

Oh, oh. Ich glaub, das war ironisch gemeint…. 😮

Bonni
Webmaster

Hallo Eddy,

irgendwie dachte ich, ich hätte dir schon sinnvoll geantwortet. Ist wohl untergegangen.

Das „Problem“ mit dem Artikeltitel sehe ich auch, mir ist aber leider kein anderen eingefallen ohne zu sehr ins Clickbaiting abzurutschen 🙂

So wie du das beschreibst, ist das in meinen Augen vollkommen ok. So sollte das sein, wenn man Produkte testet denn nur wenn man ein wirkliches Interesse am Produkt hat, hat man auch die Muse es auf Herz und Nieren zu testen. Das generiert dann auch einen Mehrwert für die Leser.

Gruß
Sascha

schneeschuher
Gast

Schwieriges Thema… Erstmal find ich, das soll jeder so machen wie er möchte. Ich glaub mir steht da nicht unbedingt ein Urteil zu.
Ich finde beides interessant. Ich lese gerne Tests von Dingen die mir gefallen, genauso wie Artikel wie diesen.
Klar ist für mich nur, dass ein Test ehrlich sein sollte und nicht so billig gekauft wie ein Druckertest in der Chip…

Bonni
Webmaster

Darf jeder machen wie er will, stimmt. Allerdings macht es das für andere Blogger umso schwerer sich nicht unter Wert zu verkaufen wenn es immer einen gibt der eh alles macht was die Agenturen so wollen.

schneeschuher
Gast

Ich versteh die Befürchtung, glaub aber das sie in dem Fall unbegründet ist.
Grundsätzlich bin eh mit dir auf einer Linie, weil für mich Tests eher auch eine untergeordnete Rolle spielen. Alles bisher hab ich mir selbst gekauft und erzähl einfach meine Erfahrungen mit dem Ding. Und ich denk so macht das auch am meisten Sinn (zumindest für mich). Mich würde das ja eher stressen wenn ich so viel Zeugs bekomme und dann zu allem was schreiben muss…

Steve
Gast
Cooler Beitrag…danke Sascha In der Tat ist mir das auch schon aufgefallen. Der ein oder andere Blog scheint sich etwas untreu zu werden bzw. anderweitig zu orientieren. Bei mir liegt der Fokus auf Schuhen und da versuche ich immer eine relativ breite Palette abzudecken. Generell laufe ich die Schuhe mindestens 100k und über einen Zeitraum von gut 3 Monaten (immer im Wechsel) und erst dann gibt es einen Bericht. Das kriegen die Hersteller/Agenturen im Vorfeld gesagt und entweder es passt ihnen oder sie lassen es bleiben. Genaus klar wird auch kommuniziert, dass sie keinen geschönten Artikel erhalten und ich im… Read more »
EisernerHans
Gast

Den letzten Abschnitt unterschreibe ich 1:1. Und auch irgendwann für sich selbst

Bonni
Webmaster
Moin Steve, deine Schuhtests habe ich grade am Anfang immer gerne zu Rate gezogen, wenn es darum ging ein neues Modell zu kaufen. Das liegt auch daran, dass du eben in der glücklichen Lage bist, die Schuhe in ihrem natürlichen Habitat zu testen. Am wichtigsten finde ich, wie du schon erwähnst die negativen Punkte am Produkt. Ich lese mir auch auf Amazon eigentlich immer als erstes die schlechten Bewertungen durch, denn dass ein Produkt funktioniert sehe ich eigentlich als selbstverständlich an. Die Schwachpunkte sind das was spannend ist und mir nach vielen Kilometern unter Umständen den Spaß verderben können. Ich… Read more »
riniswollkiste
Gast
Hallo Sascha, Ich gehöre zu einem anderen Genre als du. Wie mein Name erkennen mag, bin ich in der Wollszene drin.^^ Zu deinem Beitrag kann ich dir nur gratulieren. Es geht mir extrem auf die Nerven, wie sehr manche Blogs dahin geklatscht werden, um irgendetwas gratis zu erhalten. Ja, ich habe auch 2 Kooperationen gehabt, aber beide habe ich mir ausgesucht und überall gekennzeichnet. Demnächst plane ich ein Gewinnspiel zu machen, aber auch nur mit einer lieben Partnerin, von deren Produkten ich persönlich begeistert bin. Jetzt kommt das völlig Verrückte: Anfangs wollte ich den Blog eröffnen, um dauerhaft für eine… Read more »
Bonni
Webmaster

Hallo Rini,

schön auch mal eine andere Nische hier zu lesen.

Ich denke wer sein Geschäftsmodell darauf aufbaut Produkte für Geld zu testen, wird über kurz oder lang nicht davon Leben können. Ein Produkttest oder eine Kooperation kann in meinen Augen immer nur ein Zubrot sein.
Ich kann mir das zumindest in meiner Sparte nicht vorstellen, dass man davon eine Familie ernähren kann.

Gruß
Sascha

P.S. ich werde auch weiter etwas unbequem bleiben, versprochen 🙂

Frank
Gast
Was mich fürchterlich stört bei diesen Pseudotests, ist dass mit guten Bewertungen Läufer, also Menschen die Teil einer Gemeinschaft sind, die eben als Teil einer Geneinschaft von Gleichgesinnten anderen Mitgliedern dieser Gemeinschaft vertrauen, aus niederen Beweggründen hintergangen man könnte auch sagen verarscht werden. Sie kaufen dann völlig überteuerten Mist im Vertrauen auf die Bewertung eines vermeintlichen Laufkumpels. So prostituieren sich Blogger für was? Für ein paar Laufschuhe Hemd Hose Jacke Socken Stöcke… Ist es das wert? Was ist euch eure Glaubwürdigkeit wert. Was ist es euch wert moralisch integer zu sein? Für welchen Gehenwert veratet ihr andere die euer Hobby… Read more »
EisernerHans
Gast

Man muss halt immer kritisch sein – sei es bei Urlaubsportalen oder Produktrezensionen bei den Online-Verkaufsplattformen selbst. Und das wird leider nicht besser :-/

Bonni
Webmaster
Hallo Frank, aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es im Grunde kein Produkt gibt das so dermaßen schlecht ist, dass man es keinem empfehlen kann. Schuhe sind ein gutes Beispiel dafür, dass sie für den einen 1a funktionieren und für den anderen absoluter Schrott sind. Dennoch sind sie rein technisch gesehen eben immer noch ausgereifte Produkte und kein Schrott. Selbst die 29€ Schuhe aus dem Discounter sind nicht per se Müll, sondern eben einfach keine Sportgeräte im eigentlichen Sinne. Für jemanden der sich dazu entscheidet mit dem Laufen anzufangen und der nicht sicher ist dass er in 3 Wochen den… Read more »
HarleRunner
Gast
Hi Sascha, Dein Beitrag löst in mir unterschiedliche Gefühle aus… Auf der einen Seite kann ich Dich sehr gut verstehen. Mich regen diese Affiliate-Seiten auch auf, die ganz tolle Vergleichstest bringen und immer schon den Kauf-Link unter dem Produkt platzieren. Ich bin mir nie ganz sicher, ob auch jeder erkennt, dass der „Blogger“ das vorgestellte Produkte wahrscheinlich noch nie live gesehen hat. Aber ich glaube, solche Seiten hast Du gar nicht unbedingt gemeint, denn um sich in Deinem Sinne „verkaufen“ zu können, müsste man zumindest selbst Läufer sein… Auch unter denen kenne ich genug Beispiele, die scheinbar nur noch laufen… Read more »
Bonni
Webmaster
Hallo Thomas, du hast Recht, solche Vergleichsportale meine ich tatsächlich nicht. Mir geht es um die zweite Gattung, die die Tests im „Sekundentakt“ raus hauen und im Grunde nur die Worte der Hersteller wiederholen und oft nicht mal eigene Bilder zu den Produkten haben. Man kann einen Schuh eben nicht ordentlich bewerten, wenn man ihn nur zwei Mal getragen hat. Solche Tests sind Müll und ohne Aussagekraft. Ich finde es gut, dass ich sowohl dich als auch ganz offensichtlich viele Kollegen dazu gebracht habe kurz in sich zu gehen, das war der Sinn dahinter. Wir alle sollten uns ab und… Read more »
jamieobier
Gast
Ich verstehe in jedem Fall was du meinst. Blogs die fast nur noch von Produkttests leben, sind in der Regel erst gar nicht von mir abonniert. Ich lese zwar manchmal auch Tests, aber dann weiß ich meistens schon was ich suche. Meine Kaufentscheidung hängt dann auch nicht von der Blumigkeit des Testberichts ab, sondern von der Ehrlichkeit und den Eigenschaften des Produkts – die finde ich aber in der Regel auch grob auf der Herstellerseite. Ich selbst teste nur sehr selten etwas und wenn dann in erster Linie privat, weil ich darüber schreiben möchte und nicht, weil ich Geld dafür… Read more »
Bonni
Webmaster
Hallo Jamie, es gibt sie ja zum Glück noch die ehrlichen Produkttester. Darüber bin ich auch froh und wenn man sich eine Weile mit verschiedenen Kollegen beschäftigt, kann man deren Urteile und Tests auch irgendwann recht gut einordnen. Das können Leser die per Zufall auf die Blogs kommen leider eben nicht immer. Das können aber eben auch viele Agenturen nicht so wirklich, habe ich zumindest das Gefühl gehabt. Das schöne bei uns Sportbloggern, ist ja dass wir Ausrüstung so nebenbei testen können da wir sie eh brauchen und nutzen. Da ich ja auch Markenbotschafter für zwei Firmen bin, sehe ich… Read more »
Mario
Gast
Hallo Sascha, na Mensch, ganz schön was los hier unter deinem Artikel. Wir testen auch immer weniger. Früher haben wir viel und detailliert getestet, aber es steckt soviel Aufwand und Arbeit bei einem guten Testbericht dahinter, welcher nicht von den meisten Firmen und Agenturen anerkannt wird. http://www.schoenebergtouren.de/category/ausrustung/testberichte/ Dort ist immer noch die Devise kostenlos, und irgendein Blogger findet sich immer, der sich über ein Produkt freut und sich die Teststunden ans Knie nagelt. Heute sind wir mehr in der Welt unterwegs und könnten die Produkte eigentlich vielfältiger testen, da wir viel Unterstützung von den Destinationen und Reiseveranstaltern bekommen und da… Read more »
Bonni
Webmaster

Hallo Mario,

ja hier ist ganz gut was los heute 🙂

Es ist immer ein schmaler Grad zwischen „Mache ich mich zum Horst für die Industrie“ und „teste ich die Ausrüstung weil ich sie ja eh nutze“.
Ich hatte ein paar Kooperationen, da war Feedback auch wirklich gewollt und wieder andere da war es scheinbar egal was und wann ich darüber schreibe. Da kam ich mir dann irgendwann verarscht vor, denn auch wenn ich mich natürlich gerne beschenken lasse, ist Anerkennung natürlich ein wichtiger Punkt.

Gruß
Sascha

schnellebeine
Gast
Hey Sascha, in meinem kleinen Bloguniversum halten sich die Anfragen für Produkttests sehr in Grenzen. Was ich überhaupt nicht schade finde, die Zeit ist hier der entscheidende Faktor. Ich freue mich aber, wenn es tatsächlich zu solch einem Angebot kommt. Es respektiert auf eine Art die Arbeit für das Blog und zeigt, dass es wohl nicht ganz die vergebene Liebesmüh ist zu schreiben, auch wenn mir die Reaktionen von „echten“ Leser weitaus mehr bedeuten. Ich sehe solche Anfragen als „Belohnung“ und denke, dass wenn das Blog unter alle Kanone wäre, solche Anfragen nicht kommen würde. Gleichzeitig ist mir durchaus bewusst,… Read more »
Bonni
Webmaster
Hi Eric, anfangs dachte ich auch, dass solche Anfragen eine Art Belohnung wären. Da bin ich aber schnell von abgekommen, auch wenn es auch durchaus Agenturen und Firmen gab / gibt bei denen ich das Gefühl habe gut aufgehoben zu sein. Das sind dann auch die Firmen für die ich auch in Zukunft dann gerne wieder tätig bin. Die Firma Wrightsock ist da ein tolles Beispiel mit einem netten Team hier in Deutschland und das Beste ist, für die habe ich noch nicht mal einen richtigen Bericht schreiben „müssen“. Bei den meisten kam ich mir eher vor als müsse ich… Read more »
Pooly
Gast
Offensichtlich hast du mit dem Artikel einen Nerv getroffen und ich habe auch einmal kurz darüber nachgedacht. Ich glaube bisher habe ich 5 Tests gemacht, die ersten Male wollte ich es einfach mal ausprobieren weil mir so etwas noch nie angeboten wurde und muss sagen das es Zeitverschwendung ist Dinge zu testen die man sich vielleicht selber gar nicht kaufen würde. Mir ist auch aufgefallen das es mir schwer fällt wirklich ein objektives Urteil zu bilden. Nicht weil mir das Produkt kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, sondern weil (wie du hier schon geschrieben hast) kein Produkt so wirklich schlecht ist.… Read more »
Bonni
Webmaster

Hi,

klar ist es legitim ab und an oder auch öfter etwas zu testen. Keine Frage! Man sollte es in meinen Augen eben nur nicht übertreiben und darüber nachdenken warum man ein paar Schuhe „geschenkt“ bekommt. Das ist ähnlich wie bei Facebook, das ist auch gratis, kostet dich aber deine Daten und Privatsphäre.

Gruß
Sascha

Jan Pötzscher
Gast

Witzig, über das Thema habe ich unlängst selbst gebloggt 🙂
Ich mache keine Produkttests wie Du, würde jedoch die Reichweite meines Blogs für spannende Themen zur Verfügung stellen. Allerdings habe ich da gewissen Prinzipien, die bislang immer dazu geführt haben, dass sich die Agentur nicht mehr gemeldet hat. Dabei ist es weniger der Preis, sondern vielmehr meine strikte Klarstellung, dass ich nur „noFollow“ verlinke, was diejenigen, mit denen ich bislang zu tun hatte, aber nicht einsehen wollen. https://newmediapassion.com/blogger-relations-beitraege-gegen-bezahlung-moralisch-rechtlich-finanziell/

Ist leider doch ein schmutziges Geschäft, die Blogger Relations!

Bonni
Webmaster

Ist leider doch ein schmutziges Geschäft, die Blogger Relations!

Unterm Strich wohl schon.

S B S T N R N N T
Gast

Ich danke an der Stelle einfach nur mal für den Beitrag und verzichte auf meinen Kommentar, der vermutlich lediglich 68 Kommentare zusammenfassen würde ;).

Cheers & Beers
SBSTN.

Bonni
Webmaster

Danke für deinen Kommentar, wie mir scheint, ist sich die Bloggerwelt im Grunde einig…

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[…] weil sie von Unternehmen dafür bezahlt werden. Die Anzahl der Blogger-Huren nimmt rasant zu und viele Bloggerkollegen verkaufen sich unter Wert. Die Gier, um für redaktionelle Beiträgen gut bezahlt zu werden, ist allgegenwärtig geworden! […]

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[…] für diesen Beitrag waren verschiedene Dinge. Als aller erstes Mal der Beitrag vom Trailrunnersdog Sascha, den ich zu großen Teilen so übernehmen würde. Desweiteren verschiedene Dinge, die sich in den […]

Lars
Gast
Bloggen kostet Geld. Sei es, das wir Produkte selber einkaufen, viel mehr aber durch notwendiges Equipment. Fängt bei guter Kameraausrüstung an, geht über Serverkosten über Plugin, Theme und SEO Kosten (Yoast & Co), bis hin zu Reisekosten. Es ändert nichts daran, das es ein Hobby ist, aber eines das mit Professionalisierung einhergeht, da man es sich ansonsten so langsam einfach sparen kann. Was bringen mir gute Artikel, die niemand liest? Das drum herum muss eben auch passen, zumindest erwartet das der Leser zwischenzeitlich. Von daher, er ist nichts gegen die Monetisierung einzuwenden. Ist doch toll, das andere gerne mit einem… Read more »
Bonni
Webmaster

Hallo Lars,

danke für deinen Kommentar.

Du schreibst dass dein Hobby „bloggen“ Geld kosten würde und deshalb eine Monetarisierung legitim wäre. Ist das aber nicht immer so wenn man ein Hobby betreibt, dass man Geld investieren muss? Warum sollte ein Leser quasi dafür bezahlen in dem er ggf. seine Zeit für Werbetexte im Blog opfert?

Gruß
Sascha

Bonni
Webmaster

Hi Lars,

muss man sich als Blogger sein Hobby denn fremdfinanzieren lassen? Ist es nicht eine freiwillige Entscheidung einen Blog zu betreiben? Warum sollten meine Leser dann dafür bezahlen?
Selbst wenn ich einen Blog professionell betreibe, ist ein Blog doch maximal eine Präsentationsplattform für das eigentliche Produkt. Dabei spielt es in meinen Augen keine Rolle ob ich „mich“, ein Buch oder ein sonstiges Produkt verkaufen. Ein Blog ist wie eine Homepage oder eine Visitenkarte, er soll Kunden anlocken und sie dazu bringen mein Produkt zu kaufen.

Gruß
Sascha

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[…] Andere den Browser schließen wird weil er keinen Bock auf Werbung hat oder sich denkt „verkauf dich doch nicht so Sascha!“ Allerdings ist dieser Blog ja auch dazu gedacht euch an meinen Erfahrungen teilhaben zu lassen […]