10 Tipps zum Laufen mit Hund!



Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 23 Sekunden



Auch wenn die meisten Hunderassen grundsätzlich als Laufbegleitung geeignet sind, gibt es doch ein paar Punkte zu beachten. Es gibt allerdings Rassen die mehr geeignet sind als andere, Rassen mit kurzen Schnauzen zum Beispiel werden wohl eher Probleme bekommen mit der Atmung als welche mit langen Schnauzen. Je schwerer der Hund, desto weniger gerne wir er dich in der Regel auf deiner langen Laufrunde begleiten wollen oder können. Ein kleiner Terrier wird schwer müde zubekommen sein, während ein Mops wohl eher ein gemütlicher Genosse sein dürfte. Das sollte dich aber nicht davon abhalten dieses Erlebnis mit deinem Vierbeiner zu teilen. Schau einfach mal wie es dir und deinem Vierbeiner gefällt. Egal wie ihr es dann später nennt, ob Canicross, joggen mit Hund oder sonst wie, probiert es einfach mal aus.

Nicht zu früh beginnen!

Bis Hunde ausgewachsen sind, sollte man sie größtenteils schonen und keine längeren Strecken mit ihnen laufen oder spazieren. Die Belastung für den noch nicht vollständig ausgebildeten Knochenbau und die Sehnen und Bänder sind einfach zu hoch.  Als grober Anhaltspunkt gilt in etwa ein Alter von einem Jahr, sollte aber am besten vorher mit dem Tierarzt abgeklärt werden.

Langsam anfangen, übertreibe es nicht!

Wie auch wir Menschen müssen Hunde auch erstmal ans Laufen als Sport herangeführt werden. Steigere langsam die Distanz und überfordere deinen Hund nicht. Die meisten Hunde würden ihrem Hundehalter ewig hinterher laufen ohne Rücksicht auf Verluste oder Überlastungen. Bonni zum Beispiel ist mit mir meinen ersten Ultra über 86 km gelaufen und hat bis zum Ende hin Tempo gemacht, in der folgenden Nacht hatte sie mal mindestens so viel Muskelkater wie ich. Unterwegs hat sie aber nicht einmal nur auch einen Mucks von sich gegeben, die nächsten Tage wollte sie dann aber nicht mal in den Garten gehen. Seitdem habe ich die Distanzen die ich mir ihr laufe deutlich gekürzt.

Achte auf den Untergrund!

Der Asphalt mag zwar nicht weiter schlimm aussehen, ist aber erschreckend rau und schadet somit den empfindlichen Pfoten deines Vierbeiners. Am besten eignen sich naturbelassene Wege für eure Läufe. Asphalt, Teer oder Pflastersteine sind einfach furchtbar hart und federn nicht unter jedem Schritt wie ein relativ weicher Naturboden. Oft liegen auch Scherben und anderer gefährlicher Müll auf Fußwegen und Straßen. Ob dein Hund mit den im Handel erhältlichen Pfotenschutzschuhen zu recht kommt, ist sehr individuell. Bonni mag sie nicht und läuft dann folglich auch nicht damit, außerdem halten sie meist nicht besonders gut. Um empfindliche Pfoten zu pflegen kann Harnstoff helfen, dieser gerbt die Haut und macht sie widerstandsfähiger.

Bonni zieht immer noch

Meide hohe Temperaturen!

Wie du hoffentlich weißt, besitzen Hunde keine Schweißdrüsen bzw. nur an den Pfoten. Sie sind also deutlich anfälliger für hohe Temperaturen als wir Menschen da sie nur durch starkes Hecheln ihre Körpertemperatur regulieren können. Meide also hohe Temperaturen im Sommer, laufe im Wald und idealerweise an Bachläufen in denen sich dein Vierbeiner regelmäßig abkühlen kann. Vorsicht vor Asphalt und Teer im Sommer, der heiße Boden kann zu Verbrennung an den Pfoten führen! Daher eigenen sich auch im Sommer naturbelassene Strecken deutlich besser.

 

Halte deinen Hund an der Leine!

Wenn ihr zusammen laufen geht, dann sollte das klar vom Spielen oder Gassi gehen getrennt sein. Führe ein Ritual ein, an dem sich der Hund orientieren kann, das kann zum Beispiel das Anlegen des Laufgeschirrs sein. Vor dem eigentlichen Training sollte euer haariger Freund die Möglichkeit bekommen sich zu lösen und ein wenig zu schnuppern. Das vermeidet unnötige und störende Pausen im eigentlichen Training und führt so für beide zu mehr Spaß am Training.

Bella war ohne Leine ausnahmsweise mal kein Problem für Bonni

Durch den gemeinsamen Sport wirst du die Bindung zu deinem Hund weiter festigen und vertiefen. Klick um zu Tweeten

Investiere in ein Brustgeschirr!

Klar kann man theoretisch auch mit dem regulären Halsband und Leine laufen gehen, es empfiehlt sich allerdings sowohl einen Bauchgurt (damit du die Hände frei hast), als auch ein Brustgeschirr zu kaufen. Durch das Geschirr nimmst du den Zug vom Hals deinen Vierbeiners, die ruckartigen Bewegungen können die Halswirbel schädigen.

Zu Anfang sind auch wir mit einem normalen Halsband gelaufen, was wie beschrieben alles andere als ideal ist.

rhex 2013 bonni und ich

Laufe nicht direkt nach der Fütterung!

Gerade große Rassen bzw. Rassen mit langem „Radstand“ sind anfällig für die sogenannte Magendrehung wenn sie mit vollem Magen schnelle und hektische Bewegungen machen. So eine Magendrehung ist eine ernste Angelegenheit, die ohne schnelle Hilfe durch einen Tierarzt meist tödlich ausgeht. Auch zwischendurch sollte der Vierbeiner nicht soviel zu essen bekommen, auch wenn er sehr wahrscheinlich keine Gelegenheit auslassen wird um nach Futter zu betteln.

Traumpfad Ehrenburg

Das Wohl des Hundes geht vor!

Tempoeinheiten solltest du wohl immer noch alleine laufen, lass deinen Vierbeiner zu Hause. Grundsätzlich bestimmt der Hund wann du die Einheit abbrechen solltest und wann nicht. Wenn der Vierbeiner auffällig schlapp wirkt, sich regelmäßig in den Schatten legt, anfängt stark zu hecheln und sich seine Zunge von rot nach blau / grau verfärbt dann brich das Training sofort ab! Das gilt ebenfalls, wenn dein Hund beginnt zu lahmen.

Denke an die Versorgung deines Hundes unterwegs!

Denke daran, dass auch dein Hund etwas zu trinken braucht unterwegs. Wenn ich mit Bonni unterwegs bin, dann kalkuliere ich immer etwas Flüssigkeit für sie mit ein. Entweder führst du extra Wasser für den Hund mit, oder du lässt ihn aus dem Schlauch deiner Trinkblase oder deiner Flasche trinken. Beides muss der Hund erst lernen und nicht jeder Hund wird es mögen. Bonni trinkt sowohl direkt vom Wasserstrahl aus der Blase als auch aus meiner hohlen Hand. Auch ein Leckerli zwischendurch kommt immer gut an. Denke aber daran dass es nicht zuviel werden sollte, Stichwort Magendrehung! Ideal sind auch hier wieder Bachläufe und Seen.

Habt Spaß und nutzt die gemeinsame Zeit!

Darum sollte es in erster Linie gehen. Durch den gemeinsamen Sport wirst du die Bindung zu deinem Hund weiter festigen und vertiefen. Ihr werdet jede Menge Spaß haben, wenn ihr es halbwegs locker angeht. Wenn ich auch nur im Ansatz andeute mir gleich die Sportklamotten anzuziehen, dann ist Bonni vor Freude kaum zu bremsen.

Revierguide Sabine und ich Thr33ky

 

Ich hoffe der Artikel hilft dir etwas, wenn du weitere Tipps hast dann immer her damit!





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


4 Antworten auf „10 Tipps zum Laufen mit Hund!“

  1. Hi Sascha,

    auch ich laufe sehr gern mit meiner Jack Russel Hündin Luca. Vielen Dank für die Tipps. Es ist wirklich wichtig, dass man einige Dinge beachtet, wenn man mit seinem geliebten Vierbeiner laufend unterwegs sein möchte. Ich selbst habe vor einiger Zeit auch einen Artikel mit Gründen für das Joggen mit einem Hund und einige wichtige Tipps dazu gegeben. Vielleicht ist der Artikel ja für den einen oder anderen, der das hier liest auch interessant:
    http://fitvolution.de/joggen-mit-hund-gruende-tipps/

    Ich wünsche Euch beiden weiterhin viel Freude beim Laufen! 🙂

    Viele Grüße
    Jahn

    1. Hallo Sabrina,

      danke die Seiten schaue ich mir auf jeden Fall mal an! Ich muss aber so langsam auch etwas kürzer treten mit Bonni, die Dame wird auch schon 8 und hat einen kleine Bauchansatz, den trainieren wir aber grade wieder ab 🙂

      Gruß
      Sascha

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