Der frühe Vogel kann mich mal!



Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 52 Sekunden



Der frühe Vogel kann mich mal!

Heute mal zum Nachlesen, das Transkript zur EP1 des Trailrunnersdogcast.

Ihr kennt solche Sprüche bestimmt.

„Morgens zu joggen ist eine Wohltat für Körper und Geist.“ oder „Nüchtern zum Glück“ oder „Nach dem Morgenlauf fühlt man sich frisch und voller Energie!“

Man liest immer wieder Ratgeber in denen man mit nur 5 Tipps zum besseren Morgenläufer wird, Stories von erfolgreichen Manager die angeblich nur 5 Stunden schlafen und morgens erstmal 20 km laufen. Wer morgens früh aufsteht hat mehr vom Leben etc.

Wer morgens läuft, hat einen Energievorsprung vor seinen Kollegen…

Echt jetzt? Wenn es eines gibt was ich nicht kann (neben schwimmen und wahrscheinlich unzähliger anderer Dinge) dann ist es morgens laufen und dabei auch noch Leistung bringen. Je dunkler die Jahreszeit, desto schwerer fällt mir das irgendwie. Wenn ich im Sommer meine langen Läufe mache und auf Grund der Temperaturen mal auf die frühen Morgenstunden ausweichen muss, ist das der wahre Horror für mich. Einzig der Ausblick darauf nicht bei 35° C im Schatten laufen zu müssen macht es so halbwegs erträglich für mich. Und selbst daran kann ich mich leichter gewöhnen als „mitten in der Nacht“ zu einem Lauf aufzubrechen.

Vor der Arbeit laufen gehen? No way! Mein Wecker klingelt in der Regel um 5:20, wann soll ich denn da noch früher aufstehen um Laufen zu gehen? Wie lange soll ich denn da laufen gehen? 30 Minuten? Was soll der Quatsch? Dann muss ich ja abends noch mal raus um ein halbwegs vernünftiges Training absolviert zu haben. Morgens 30 Minuten müde und schlapp durch die Pampa schlurfen klingt mir nicht sehr vielversprechend. Klingelt mein Wecker dann mal später, dann ist das immer noch gegen 07:00 und ich froh darüber dass ich so „lange“ schlafen kann.

Morgens gelaufen und mein Tag ist im Eimer!

Wisst ihr wie ich mich fühle wenn ich morgens eine Stunde Schlaf gegen 30 Minuten Laufen, duschen und wach werden tausche? Ich bin vielleicht noch bis kurz vor Mittag frisch und fit, vielleicht. Spätestens um 14:00 kann man mich aber so was von vergessen und ich verlege meinen Arbeitsplatz in unmittelbare Nähe der Kaffeemaschine. Ein Meeting mit Kollegen oder Kunden? Wenn es nicht absolut spannend und lustig ist, habe ich echt Mühe wach zu bleiben. Wenn ich dann abends endlich daheim bin führt mich der direkte Weg entweder auf die Couch wo ich binnen Minuten einschlafe oder ich muss mich zwingen sofort wieder laufen zu gehen. Ihr erinnert euch, 30 Minuten komatös durch die Gegend zu schlurfen ist kein Training!

Spätestens wenn ich dann von meinen 10 km (wieder hundemüde und eigentlich kein sinnvolles Training) heim komme, schaffe ich es grade noch unter die Dusche um nicht verschwitzt im Bett zu landen. Das Ganze potenziert sich natürlich je öfter ich das so unter der Woche mache.

Warum läufst du Trottel dann Ultras? Starten die nicht auch immer so früh?

Berechtigte Frage, denn ja das tun sie in der Regel. Ganz zu meinem Missfallen, versteht sich. Allerdings ist der Tag eh gelaufen wenn ich nach 8 oder mehr Stunden km ins Ziel komme, dann kann ich auch ruhig müde und kaputt sein. An solchen Tagen habe ich nichts anderes mehr vor als mich in meinem Erfolg zu suhlen, zu essen und zu schlafen. Unterwegs habe ich den Vorteil dass ich laufen muss und somit nicht so einfach einschlafen kann, wobei ich mittlerweile weiß dass es so etwas wie Sekundenschlaf auch beim Laufen gibt. Selbst erlebt und das ist nicht lustig wenn man quasi neben sich steht oder nicht weiß wie man die letzten 10 Meter hinter sich gebracht hat.

Ich bin so wie es aussieht wohl kein Morgenmensch, werde also nie ein erfolgreicher Manager werden. Ich liebe meinen Schlaf einfach und bekomme davon eh schon zu wenig (finde ich).

Wie ist das bei euch? Lauft ihr gerne früh und schafft es dann auch noch den Tag über eurer Arbeit nachzugehen oder ist der Tag dann für euch gelaufen wie er es bei mir ist?

Eure Meinung würde mich brennend interessieren. Kann man das letztendlich nicht auch irgendwie trainieren?

EP001 – Der frühe Vogel kann mich mal!

Geschätzte Lesezeit: 0 Minuten, 6 Sekunden Dies ist quasi die erste Episode, sie fiel der Zensur zum Opfer. Ich bitte um Nachsicht ob des schlecht vertonten Blogposts. Kommt nicht wieder vor, glaube ich. Gefällt dir was du gelesen hast? Dann würde ich mich freuen wenn du den Beitrag fleißig in den sozialen Medien teilst und …

Quelle Beitragsbild: flickr.com
Fotograf: Rick McCharles
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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


16 Antworten auf „Der frühe Vogel kann mich mal!“

  1. Stimme zu! Ich selbst laufe regelmäßig zur Arbeit, aber auch nur, weil ich nur 7,5km entfernt bin und erst um neun Dienstbeginn habe. Da reicht es, um 7:30 statt um 8:00 aufzustehen und kurz vor loszulaufen.
    Ich trage bei der Arbeit Arbeitskleidung, es gibt eine Dusche und eine Waschmöglichkeit, so dass ich quasi ideale Bedingungen habe. Zudem kann ich die 15 Kilometer durchaus mal für einen Ruhetag einsetzen, denn mit 100km-Wochen bin ich schon ordentlich ausgelastet (und vor langen den Läufen über 40, 50km habe ich auch gern mal ein bis zwei Ruhetage).
    Hätte ich Deine Arbeitszeiten etc., würde ich das aber genauso sehen!

    1. Hi Christian,

      ich bin ja auch irgendwie selber schuld dass ich so weit von meiner Arbeit weg wohne 🙂

      Ich habe zu Fuß gute 60-70 km würde ich schätzen, wenn ich das auch noch in einer ordentlichen Zeit laufen könnte damit ich das zwei mal am Tag machen könnte. Das wäre perfekt 🙂 Aber naja dann fahre ich das halt ab und an mit dem Rad.

  2. Ich laufe in der Regel morgens, auch unter der Woche. Stehe dann um 5:30 Uhr auf und bin dann normalerweise um 9:30 im Büro. Da ist dann durchaus mal ein Halbmarathon drin. Meinen Regel-Arbeitszeitbeginn um 9:00 kann ich flexibel ein wenig nach hinten verschieben – bin dafür dann abends raus länger im Büro. Ich habe für mich fest gestellt, dass morgens die meiste Zeit zwischen „wach werden“ und „los laufen“ drauf geht und versuche seit dem alles schon am Abend vor zu bereiten und morgens dann nur noch Zähne putzen, anziehen und los!

    Nach der Arbeit laufen geht dagegen bei mir gar nicht. Abgesehen davon, dass ich sehr viel mehr Motivation aufbringen muss, bin ich auch lange nicht mehr so leistungsfähig, wie morgens. Der Pulsuhr sei’s gedankt, das heraus gefunden zu haben.

    Mich würde mal von den Commute-Runnern interessieren, wie ihr das mit den Wechselklamotten und dem anderen Zeug, was man so jeden Tag mit ins Büro schleppt (bei mir v.a. Essen 😀 ) macht? Könnte mir vorstellen, das auch zu machen – eine Dusche gibt es hier nämlich auch.

    1. Hi Rob,

      ich kenne einige die dann einfach einen oder zwei Tage mit dem Auto in die Firma kommen und dann dort einen Vorrat anlegen. Also Klamotten und Futter bunkern damit sie möglichst leicht unterwegs sein können. Bei Entfernungen von bis zu 10 km (oder lass es auch 12 sein) kann man dann aber auch relativ viel mitschleppen ohne das es lästig wird, mein rucksack bei einem Ultra ist ja auch meist nicht ganz so leicht.

      Ich brauche morgens auch relativ lange bis ich soweit bin, direkt in die Laufschuhe und los schaffe ich selten.

    1. Hi,

      um 3:45 könntest du mich echt vergessen. Ich bin keiner der so früh arbeiten kann, schon gar nicht auf lange Zeit. Ich bin kein Schichtarbeiter, das ging mir in meiner Zeit in der Pflege schon so.

      Gruß
      Sascha

  3. Hallo Sascha,

    Psychologen haben die Menschen eingeteilt in Eulen und Lerchen. Ich bin eine Lerche und ich laufe am liebsten wenn es NOCH dunkel ist und nicht wenn es SCHON dunkel ist.

    All den Eulen unter den Läufern, die dem Satz „Wer morgens läuft, hat einen Energievorsprung vor seinen Kollegen“ widersprechen, haben vielleicht sogar recht, wenn man die alte Weisheit bedenkt:

    Der frühe Vogel fängt den Wurm … aber die zweite Maus bekommt den Käse 😉

    Viele Grüße,
    Hans

    1. Hallo Hans,

      dann bin ich definitiv eine Eule 🙂 Ich lauf lieber in die Nacht als aus ihr raus, wobei…wenn ich erstmal rein gelaufen bin dann kann ich auch gut wieder raus laufen.

      Gruß
      Sascha

        1. Mir macht das auch Spaß in den Sonnenaufgang zu laufen und dann die Wärme der Sonne wieder zu spüren. Das weckt dann in der Tat müde Geister, nur extra dafür aufstehen würde ich halt nicht 😉

    1. Moin Maik,

      also wenn ich vom early bird spreche, dann meine ich im Grunde alles vor 8:00 🙂 Es gibt ja grade bei Twitter in meiner Timeline einige die schon um kurz nach 5 ihre ersten Kilometer machen, das ist mir dann definitiv viel zu früh. Vor der Arbeit geht halt irgendwie nicht bei mir, auch wenn ich an Bürotagen erst um 09:00 in der Firma sein muss. An solchen Tagen schlafe ich dann aber lieber ein paar Minuten länger so wie heute morgen als ich um halb fünf schon wach lag und eigentlich hätte aufstehen und laufen gehen können. Ich war dann allerdings so stur und bin einfach liegen geblieben und zum Glück auch wieder eingeschlafen 🙂
      Ich denke es wäre sogar kontraproduktiv wenn ich mich zwingen würde morgens früher aufzustehen um zu laufen. Schlaf ist immer hin recht wichtig was die Regeneration angeht 😉

      Gruß
      Sascha

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