Under Armour? No way!



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Niemals Under Armour!

Ich weiß, ihr habt es nicht ganz leicht als Leser dieses Blogs in letzter Zeit. Ich laufe für meine Verhältnisse recht wenig und wenn dann eher sehr unspektakulär so dass es sich kaum lohnt darüber zu berichten. Den Rad am Ring Artikel habe ich noch lange nicht fertig, auch weil es mir an passendem Bildmaterial fehlt. Ich war einfach mit fahren, essen und schlafen beschäftigt. Fotos gab es kaum.

 

Dann mein veganer Post auf Facebook, der mich einige Fans gekostet hat wenn man der Statistik glaube darf.

Und jetzt das hier.

Ihr alle kennt sehr wahrscheinlich die Marke Under Armour. Eine US amerikanische Sport und Lifestylemarke die in den deutschen Markt drängt. Den einen oder anderen Testbericht ihrer Produkte findet man auch schon in der Bloglandschaft und auch das Trail Magazin hat schon ihre „Fatbike“ Schuhe getestet. Auf den ersten Blick eine Marke wie jede andere, eine Marke die man als Trailrunner und Läufer gerne mal ausprobieren kann. Immerhin laufen die Profis des FC St. Pauli auch in Under Armour Klamotten auf dem Platz rum. Dieser Verein galt für mich immer so ein wenig als moralische Instanz und ist quasi mein Zweitverein dem ich seit Jahren die Daumen drücke.

Was aber viele nicht wissen ist, dass dieser Sportartikelhersteller eng mit den Armeen dieser Welt verbunden ist und diese beliefert. Für mich als Ex-Soldat soweit kein Problem, denn ich weiß dass speziell unsere Armee nicht so ganz optimal ausgestattet ist was die persönliche Ausrüstung angeht. Mit dem Engagement im Militärsektor konnte ich aber im Grunde ganz gut leben, hatte aber dennoch nie vor diese Marke zu unterstützen.

Töten als (kranker) Sport

Was ich gestern lesen musste hat mich in meiner Meinung allerdings noch bestärkt. Dominik von sportbleibtmord.de hat in seinem aktuellen Artikel zum Boykott dieser Marke aufgerufen, denn Under Armour hat bei ihm Hausverbot und das aus einem guten Grund wie ich finde.

Schau dir am Besten den Artikel und Aufruf von Dominik an!
http://sportbleibtmord.de/armour-hat-hausverbot/

 

Bilder wie diese finden sich zuhauf unter dem Twitteraccount der Hunting Unit von Under Armour.

Auch wenn ich persönlich auf Fleisch in meiner Ernährung verzichte, soll gerne jeder das essen worauf er Lust hat. Ich missioniere mein Umfeld nicht. Solange es Menschen gibt, die weiterhin Fleisch essen, werden auch Tiere dafür getötet werden müssen. Finde ich persönlich nicht so toll, ist aber so und ich werde es nicht ändern können.

Was ich aber absolut nicht verstehen kann, ist wie man Lebenwesen aus Spaß, als Sport töten kann. Wie ein Sportartikelhersteller sich in dieser „Sport“sparte engagieren kann, will mir nicht in den Kopf. Es ist etwas anderes ob ich Soldaten ausrüste die ihren Job machen müssen (der nicht jedem gefallen muss, aber leider notwendig ist) oder Menschen die passende Kleidung gebe damit sie effizienter Tiere töten können. In ihrer Freizeit, aus Spaß, weil es so toll ist.

Ich halte es da auch zukünftig so wie Dominik

 

Under Armour kommt mir nicht ins Haus! #boycottunderarmour Klick um zu Tweeten

Ich hoffe dass sich noch weitere Sportblogger finden werden die hier mitziehen und so zumindest ein kleines Zeichen setzen.

Sascha Editor
Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.
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16 Kommentare auf "Under Armour? No way!"

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runomatic
Gast

Ist nicht die erste Aktion, bei der sie sich bei mir aus dem Rennen gekickt haben. 🙁

Bonni
Webmaster

Ja es gab do wohl noch so eine „band of ballers“ Aktions mit der sie UA auch bei den Militärs schwer unbeliebt gemacht hat.

Robert
Gast

UU kenne ich vom Namen her schon länger, hatte auch das ein oder andere mal überlegt ob ich mir nicht was von denen zulegen will – die Kompressionssachen sollen ja gar nicht schlecht sein. Das hat bisher aber nicht geklappt.

Jetzt wo ich weiß, was die sonst noch für „Sport“-Sparten ausrüsten, kommen die für mich nicht mehr in Frage.

Bonni
Webmaster

Qualitativ dürfte die Marke schon ganz oben mitspielen, sonst würden nicht so viele Profimannschaften auf das Material setzen.

Ein Blick hinter seine eigene Sportsparte lohnt, wie man sieht.

SashMo
Gast

Es gibt Dinge die gehen einfach nicht… Danke für die Information und selbstverständlich gerne geteilt.

Bonni
Webmaster

Bitte gern geschehen.

Ich musste auch erst mal schlucken als ich das bei Dominik von sportbleibtmord.de gelesen hatte. War mir davor nämlich auch nicht so bewusst.

Gruß
Sascha

Jürgen
Gast

Geht gar nicht! Besitze keine Produkte von ihnen, wird in Zukunft auch so bleiben.

Bonni
Webmaster

Das freut mich persönlich.

Iwan_bloggt (@Iwan_bloggt)
Gast

Ups, das schockt mich und mein Frauchen sehr. Haben es nicht gewusst. Da bleibt wirklich nur der Boykott. Danke für die Aufklärung!

Bonni
Webmaster

Ich denke dass wussten die wenigsten, mich eingeschlossen.

Daniel
Gast

Kranker Scheiss. Und ich gebe dir Recht mit dem, was du schreibst. Aber ist UA da alleinstehend? Oder nur eines von vielen? Ich habe von denen noch nie was gekauft, deswegen kenne ich deren Portfolio auch gar nicht.

Bei der Aktion machen wir natürlich mit!

Daniel für Coffee & Chainrings

Bonni
Webmaster

Ich bin mir sicher, dass wenn man bei anderen Firmen schaut dass man da auch fündig werden wird. UA ist ja nicht die einzige Firma die u.a. Jäger ausrüstet. Wobei ich persönlich, da immer noch eine klare Unterscheidung zwischen Bestandspflege und Sportjagd sehe.

annkathrinernst
Gast

Ich wusste das ehrlich gesagt auch nicht. Aber habe von der Marke sowieso nix im Haus. Die Frage ist nur, bei wie vielen Sportmarken weiß man nicht, was sie sonst noch alles am anderen Ende der Welt unterstützen?

Bonni
Webmaster

Ich denke mit ein wenig Recherche bekommt man das recht schnell raus. Marken wie Asics, Brooks oder Salomon passen ja auch irgendwie nicht zum Thema Jagd beispielsweise.

trackback

[…] Sascha fordert Under Armour – No way. Dem ist nicht viel hinzuzufügen. Reflektiert euer Handeln und hinterfragt Unternehmen […]

Andrea
Gast

Danke für’s darauf aufmerksam machen und Augen öffnen. Pfff, ich merke, je mehr man sich mit Themen beschäftigt, umso schwieriger wird es, (ethisch) korrekt zu handeln und zu konsumieren.
Dein Blog ist toll und inspirierend, weiter so! Ich bin erst neu hier.

Bonni
Webmaster

Hi Andrea,

es gibt so unvorstellbar viele „Baustellen“ an denen man was ändern könnte oder müsste. Es ist aber leider ziemlich unmöglich alles Unrecht und Leid zuvermeiden und so kann jeder nur sein Bestes geben und so seinen Teil dazu beitragen. Jeder Schritt ist ein richtiger Schritt.

Freut mich dass dir der Blog gefällt, viel Spaß noch beim Stöbern.

Gruß
Sascha