angetestet – PS-Powerspeed „Black Power“ Lauftight



Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 29 Sekunden



„Black Power“ Laufhose 3/4 Tights von PS Powerspeed

Als ich die seltsam anmutende Laufhose das erstmal sah hatte ich gemischte Gefühle. Auf der einen Seite war ich echt angetan von der furchtbar simplen Idee, auf der andere Seite dachte ich mir „wenn das so einfach ist und auch funktioniert, warum kommt das erst jetzt auf den Markt und warum hat das keiner der Großen aufgegriffen?“

Die Rede ist vom Konzept der Firma PS Powerspeed das darauf beruht zwar mit den von Trinkgurten bekannten Trinkflaschen aber eben ohne den dazugehörigen Trinkgurt zu laufen. Die Flaschen werden ganz simpel und einfach an der Laufhose befestigt und hängen eben da. Ob und wie das beim Laufen funktioniert habe ich für euch getestet.

Die Lauftights an sich ist eine Entwicklung von PS Powerspeed und wurde durch die deutsche Firma Biehler Sportswear aus Limbach-Oberfrohna gefertigt. Erster Pluspunkt den PS Powerspeed da bei mir einfährt, denn es handelt sich bei Biehler Sportswear um ein kleines, deutsches Familienunternehmen.

Hardfacts:

  • Lycra Sports Material mit funktionellen Eigenschaften
  • kleine Schlüsseltasche
  • farbige Flachnähte nach Wunsch
  • wadenlang
  • 1 Geltaschen jeweils an den Seiten

zusätzlich in der PS Powerspeed Version

  • jeweils links und rechts 1x 175 ml Flasche von Pro Touch

 

Passform und Optik

Ich laufe zugegebenermaßen bisher ausschließlich in Lauftights vom Discounter und bin damit auch immer gut gefahren. Die Hose von PS Powerspeed ist somit meine erste Markentight und mit 79,95 € dann auch gleich recht hochpreisig. Ich war total erstaunt dass man das einer Tight dann aber auch sofort anmerkt. Kein Vergleich in Sachen Material und Passform meinen sonstigen Lauftights. Da Maik von PS Powerspeed die Tight nur noch in Größe L vorrätig hatte und ich in der Regel eher M trage sitzt sie nicht ganz so eng wie gewohnt. Das macht die Hose aber nur noch bequemer finde ich denn die liegt locker aber dennoch eng genug an ohne auch nur irgendwo einzuschneiden. Bei 3/4 Hosen habe ich oft das Problem dass sie an meinen (dicken) Waden etwas zu stramm sitzen, das ist hier nicht der Fall.

Die Flachnähte sind mit blauer Kontrastfarbe genäht und in den Kniekehlen ist sie ebenfalls blau. Mode und Farbfreaks werden hier also ein klein wenig eingeschränkt sein was die Auswahl des passenden Oberteils angeht. Ansonsten ist die Hose in der Variante ohne den großen „PS Powerspeed“ Aufdruck allerdings recht unauffällig. Sieht man mal von den Flaschen ab.

Wie es sich für vernünftige Laufbekleidung gehört, hat die Tights von PS Powerspeed einige reflektierende Elemente und dürfte somit auch den „Rule the Dark“ Kriterien entsprechen.

Verarbeitung

Absolut hochwertig ist das Prädikat dass ich hier verleihen möchte. Die Flachnähte stören und reiben in keinster Weise und das Material ist top. Die Geltaschen haben einen elastischen Bund und der Reißverschluss an der hinteren Tasche läuft leicht und geschmeidig.

Das Trinksystem

Die Tights an sich ist zwar schön und gut aber die war ja schließlich nicht der Grund warum ich hier zugreifen musste. Eine gut sitzende Laufhose ist noch keine Revolution, keine Neuheit sondern etwas dass ich bei dem Preis einfach erwarte.

Die Befestigung der zwei 175 ml Flaschen ist denkbar einfach denn sie werden per Klett an den Oberschenkeln befestigt. Man kann sie während dem Laufen entweder mit dem ganzen Klett abziehen oder wie ich empfehlen würde einfach aus den Schlaufen ziehen. Wie aus einem Trinkgurt eben. Die Klettpads sind 1a vernäht und sehe auch als würden Sie wirklich lange halten.

Praxistest (Dauer ca. 2 Monate)

Die große Frage bei dem System ist und bleibt ja ob das auch funktioniert oder einfach nur stört. Als ich das System das erste Mal gesehen habe hab ich mich gefragt warum so etwas simples denn erst jetzt auf den Markt kommt. Die Idee ist genial einfach, verlangt aber etwas Mut.

Ich konnte die PS Powerspeed 3/4 Tight jetzt auf ein paar Läufen testen, sowohl auf dem Radweg als auch im Gelände. Auf dem Radweg funktioniert sie wie erwartet ziemlich gut da man dort ja doch eher gleichförmige Bewegungen vollführt und die Flaschen zusammen mit den Beinen lediglich nach vorne und wieder zurück schwingen. Wenn man sich an dem leichten Schwapp-Geräusch nicht stört, dann merkt man die Flaschen nach kurzer Zeit kaum noch.

Im Gelände ist die Bewegungsabfolge aber doch etwas anders als auf Asphalt. Die ständigen Richtungswechsel, Sprünge, bergauf und bergab Laufen bringt deutlich mehr Bewegung in den Körper und speziell in die Beinpartie.  Alles was man am Oberschenkel trägt wackelt potentiell einfach mehr.

Was soll ich sagen? Sowohl vollgefüllt als auch mit jedem anderen Füllstand blieben die Flaschen soweit stabil dass ich sie nicht verloren habe. Der Klett hielt sie bombenfest am Bein. Bedingt durch die etwas lockerere Passform meiner (ein Stückchen zu großen) Tight war natürlich etwas Bewegung in den Flaschen, das lies sich niemals ganz vermeiden. Was ich aber nicht hatte war das Gefühl dass die Flaschen an meinem Oberschenkel herum schlingerten.

Gab es Probleme?

Ja die gab es. Im Zusammenspiel mit dem Bauchgurt meiner Hundeleine funktioniert die Hose nur bedingt. Die Leine und die Flaschen kamen sich bei den Läufen immer irgendwie in die Quere, mehr als einmal hatte ich Sorge dass die Flasche sich lösen würde was sie dann aber im Endeffekt aber nicht tat. Die Kombination Hüftgurt-Leine und Trinkflaschen am Oberschenkel würde ich im Gelände vermeiden, auf dem Radweg ist ja eher weniger Bewegung drin.

Anwendungsempfehlung

Mit 350 ml Fassungsvermögen aufgeteilt auf zwei Flaschen hat man nicht wirklich viel Flüssigkeit dabei. Wenn ich laufen gehe, dann habe ich entweder kein Wasser oder eben mehr Wasser dabei als das was die Tight von PS Powerspeed fassen kann. Mit 350 ml alleine kann ich also relativ wenig anfangen. Das mag bei anderen Läufern bzw. anderem Trinkverhalten wieder anders aussehen und die Hose somit eine gute Alternative zu einem Trinkgurt sein.

Ein denkbarer Einsatzzweck für mich und meine Läufe wäre die Flaschen (oder auch nur eine) als Gelspeicher zu nutzen. Entweder füllt man die Flaschen komplett mit Gels und spart sich so unterwegs die Verpackung (Stichwort #cleanyourtrails ), oder man füllt jeweils ein Gel mit Wasser hinein. So hat man dann jeweils auch immer gleich ausreichend Wasser für das Gel parat und hat alles mit einem Schluck beisammen.

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Disclaimer: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit PS Powerspeed Sportswear und Trailrunnersdog – Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben entstanden um euch mit den aktuellen Infos zu versorgen und interessante Produkte vorzustellen. Alle Eindrücke und Meinungen zu diesem Produkt sind auf meinem Mist gewachsen.





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


2 Antworten auf „angetestet – PS-Powerspeed „Black Power“ Lauftight“

  1. Guter Bericht Sascha. Die Tights habe ich auch schon ein paar Mal bei FB gesehen, die Idee ist echt klasse, das die Umsetzung nicht so 100% mit der Idee mithalten kann, also das die Flaschen sich bewegen, sollte jedem vor dem Kauf klar sein. Dank des Kletts könnte man theoretisch aber auch nicht nur die Flaschen anpappen sondern evtl. auch Handy (Handytasche) oder andere kleine Taschen, Gelhalter etc.. VG Patrick

    1. Hi Patrick,

      danke erstmal 🙂

      Es bewegt sich halt immer irgendwas wenn man sich bewegt, von daher sind auch die leichten Bewegungen der Flaschen eigentlich kein Problem. Ich denke die Idee ist bestmöglich umgesetzt, weniger Bewegung bekommt man da nicht ins System.
      Ich habe vor ein paar Tagen erst ein Bild gesehen auf dem eine Läuferin ihr Handy am Klett befestigt hatte, ich denke alles was ein nicht zu hohes Eigengewicht hat wird mehr oder weniger funktionieren.

      Gruß
      Sascha

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