8. Rheinsteig Extremlauf – den Letzten beißen die Hunde!



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Endlich ist er wieder da, der RHEX! Naja und er ist auch schon wieder rum. Leider.

Nach dem Oliver Witzke und Thorsten Klenke bereits 2014 mit dem RHEXchen den RHEX als Gruppenlauf reaktivert hatten, war die Resonanz so groß dass sie beschlossen zusammen mit Fabian Bornheim 2015 wieder die altbekannte Form des RHEX auf die Beine zustellen. Die 289 Voranmeldungen gaben ihnen Recht. Der RHEX hat gefehlt.

Vom RHEX 2013 handelte auch mein erster Blogbeitrag, so ist es ja quasi schon Tradition dass ich darüber berichte. Beim RHEXchen hatte sich Bonni ja leider die Kralle gerissen so dass wir erst gar nicht starten konnten. Dieses Jahr hatten wir mehr Glück.

Bereits im Vorfeld suchten das Orga Team Schlussläufer die die Beschilderung und ggf. Läufer einsammeln sollten. Ich meldete Bonni und mich da dann auch recht flott an, denn ich sah die Chance sowohl das RHEX Team im Speziellen als auch die Laufszene im Allgemeinen etwas zu unterstützen. Immerhin habe ich mich jetzt schon oft genug auf Helfer und Orga bei anderen Läufen verlassen. Mit mir waren noch Silke und Frank am Ende des Feldes unterwegs, beide ebenfalls freiwillig.

Ich bin mit Bonni und Doro schon kurz nach 07:00 am Start bzw. der Startnummernausgabe gewesen. Genug Zeit also um Leute zu treffen, den Zielbeutel noch mal zu überprüfen und noch eine kleine Runde mit Bonni zu gehen. Wir werden überall angesprochen, klar wir sind der Besenwagen. Mit Hund fällt man eben auf wie Selbiger in bunt. Oli und Thorsten sind im Streß, haben sie sich aber auch verdient. Karen muss / darf trotz eigenem Start noch mal eben Startunterlagen mit ausgeben. Auch sie wird ja nicht eh schon genug Kilometer an dem Tag laufen. Läuft sie sich halt schon mal zwischen den Tischen warm. Apropos warm. Der Tag verspricht ein schöner zu werden, es ist zwar morgens noch etwas frisch aber man spürt schon dass das nicht lange so bleiben wird. Bestes Laufwetter eigentlich, ja ok. Bestes Laufwetter ist irgendwie immer, ich weiß. Kurzes Briefing mit Oli und Thorsten zwischen Tür und Angel. Sind ja beide im Streß, man sieht ihnen aber den Spaß an der Sache doch deutlich an. 10 Minuten pro Kilometer hätten wir maximal Zeit sagt Oli, bräuchten und also nicht zu hetzen. Naja oder die anderen eben. Schnell noch die Notfallnummern im Handy gespeichert, Rucksack auf den Rücken und gut. Ich wäre dann soweit. Zwischendurch noch die ganze Bande getroffen, so Veranstaltungen werden von Mal zu Mal mehr zu einem Familientreffen. Es sind immer, aber auch wirklich immer die üblichen Verdächtigen da.

Vor dem Start gab es noch eine kleine Ansprache von Oli und Chris Harraß, langjähriger Organisator des RHEX. Auf den Hinweis dass die Strecke wohl dieses Jahr nicht so matschig und rutschig sein würde wie bei der 7. Auflage im Jahr 2013 gab es kurze Buhrufe und Tumulte. Die Meute war kurz davor wieder abzureisen. Naja nicht wirklich. Keiner wollte sich den wieder auferstandenen RHEX entgehen lassen.

Rheinsteig Extrem Lauf die Ansprache

Rheinsteig Extrem Lauf der Start

Der Start erfolgte dann irgendwie fließend, zumindest im hinteren Teil haben wir da nix von mitbekommen denn während wir uns noch durch das schmale Tor am Hinterausgang des Sportplatzes drückten, rannten die ersten schon wie bekloppt los.

Wir, das Schlussläuferteam gingen es langsamer an, deutlich. Denn nach der ersten Kurve waren die Läufer auch schon außer Sichtweite. Zumindest ich hatte das so nicht geplant, mein Plan war es möglichst lange beim letzten Läufer zu sein oder zumindest in Sichtweite. Wir mussten ja auch noch Markierungen einsammeln und würde so immer wieder den Anschluß verlieren. Die 10 min/km wollte ich nur dann laufen wenn er letzte Läufer das ebenfalls tun würde. Darüber gingen die Meinungen aber schon auf den ersten zwei Kilometern stark auseinander als wir diese mit einem niedrigen 6er Schnitt liefen. So verloren wir also unsere Vordermänner recht schnell und sollten auch bis zum Petersberg bei km 12,5 erstmal keinen mehr sehen.

Am Petersberg hörte ich dann Stimmen im Wald, kommt vor denn es waren ja auch Wanderer unterwegs. Als die Stimmen dann näher kamen und ich die Personen dazu erkennen konnte sah ich dass die beiden Mädels eine Startnummer trugen. Ich überlegte kurz und war mit sicher dass es auf der Strecke keine Schleife gab, wir hatten ja auch bisher keine anderen Läufer gesehen die uns entgegen gekommen sind. Inga und Ruth waren also falsch. Sahen sie dann auch recht schnell ein. Ärgerlich so was. Zum Glück noch recht früh im Rennen so dass es scheinbar nicht vollends die Motivation geraubt hat. Da kann man noch so gut Ausschildern und Markieren, einmal nicht aufgepasst und schon ist man falsch abgebogen. Das tückische ist ja dass man wenn man die Strecke falsch rum läuft die Markierungen an den Bäumen nicht wirklich sieht. Die hingen nämlich an der dann falschen Baumseite. Gut also dass es Schlussläufer gab an dem Tag. Wir sollten die Beiden dann aber auch erst wieder bei km 28 zu Gesicht bekommen.

Da wir ja keine Läufer um uns rum hatten, „mussten“ wir uns mit den vielen, fröhlichen Helfern abgeben. Die waren trotz dem Spaß den sie ausstrahlten dann auch immer froh wenn sie uns sahen, klar denn wir läuteten den Feierabend ein. Ob von der Polizei oder dem DRK, wir wurden immer herzlich begrüßt, nicht ohne den Kommentar „ihr seid das Letzte“. Die Stimmung war immer Klasse an der Strecke. Am besten hat mir die Motivation einer Kleingärtnerin kurz vor Schluss  gefallen.

Rhex Anfeuerung
Motivation auf den letzten Kilometern

Nach 5:45 kamen wir dann endlich ins Ziel und erlösten die restlichen wartenden Helfer.

 

Mein Fazit zum 8. RHEX:

Zur Strecke brauche ich glaube ich nichts zu sagen, die ist den Kennern bekannt. Allen anderen sei gesagt; wenn ihr eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Strecke sucht, dann seid ihr auf dem Rheinsteig oder generell im Siebengebirge genau richtig. Wie meine beiden Mitläufer schon treffend festgestellt haben, flache Streckenabschnitte sucht man mit Ausnahme der ersten und letzten Kilometer im Ort vergebens.

Was es dieses Jahr besonders zu beachten galt war das neue Orga Team. Hier „muss“ ich mich den Lobeshymnen anschließen, denn das haben Thorsten, Oli und Fabian ganz wunderbar hinbekommen. Die Strecke war sehr gut ausgeschildert und wir hatten eine Menge Schilder zu schleppen, zum Glück konnten wie die immer wieder an den VPs abladen. Dass es doch der Eine oder Andere geschafft hat sich zu verlaufen läßt sich glaube ich nicht 100% vermeiden. Passiert im Eifer des Gefechts einfach.

Die VPs waren so gut ausgestattet dass sogar wir am Ende des Feldes immer von allem noch genug Auswahl hatten, es mangelte uns also an nichts. Die Helfer waren allesamt super gelaunt und haben uns angefeurt oder Scherze gemacht. Die Stimmung war allgemein so wie man sich das vorstellt. Danke dafür an alle Helfer, egal ob von der Polizei, dem DRK oder den anderen Freiwilligen die teilweise über Stunden für uns im Wald standen.

Danke auch an Doro und Robert fürs Grillen und die Stärkung nach dem Lauf.

Also ihr drei, ich würde sagen, wir kommen gerne alle nächstes Jahr wieder zum RHEX und falls ihr wieder einen Besenhund braucht, habt ihr ja meine Nummer. 😉

 

Hier gehts zur Ergebnisliste:

https://rheinsteigextremlauf.wordpress.com/vorlaufige-ergebnisliste-2015/

und hier zu den Bildern von Eventfotografie24.de

http://shop.eventfotografie24.de/gallery/8.-Rheinsteig-Extremlauf-%7C-31.05.2015—ID=RHEX15/ODU0MjQ3YzU1NGUxOWI=/page1/

Kochtruck.de, da kann man übrigens auch sonst wunderbar lecker zu Mittag essen.

http://metzgerei-johann.de/

 

 

 

 





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


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