Skyrace – Traumpfad – Skyrace



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So in etwas sah heute unser Programm aus. Im Laufe der Woche hatte sich es ergeben dass Matt und Dirk im Ahrtal beim Skyrace Steintalskopf aufschlugen. Aus diesem Antritt ergab sich die Drohung (oder das Versprechen) demnächst auch an der Mosel aufzuschlagen. Durch ein kleines Kommunikationsproblem wurde daraus der heutige Besuch von Pirmin und Sabine am Teufelslay.

Der Traumpfad

Eigentlich wollte ich schon bei Sonnenaufgang dort sein, Marco hatte sich ebenfalls angekündigt und wollte ähnlich früh da sein. Da Sabine aber erst ein paar Stunden nach der Nachtschicht schlafen wollte, verschob sich der Start der beiden auf kurz vor 13:00. Das gab Marco und mir die Chance vor dem Skyrace noch „mal eben“ den Bergschluchtenpfad Ehrenburg zu laufen. Das ist wohl der anspruchsvollste Traumpfad mit 19 km und knapp 900 hm.

Wir trafen und gegen viertel vor zehn in Brodenbach, machten und kurz bekannt und liefen dann los zum ersten Aufstieg auf den Teufelslay.

Traumpfad Ehrenburg

So langsam wird es Frühling bzw. Sommer, die Temperaturen lagen zwar noch im einstelligen Bereich aber man merkt dass wir in einem Weingebiet laufen. Das Gestein nimmt jeden Sonnenstrahl auf und speichert die Wärme. Oben an der Hütte eine kurze Pause für den ersten Eintrag im Gipfelbuch. Danach ging es weiter den Berg nach oben, denn was die Steigung angeht ist am Ziel des Skyraces noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Um genau zu sein ist da eigentlich erst Halbzeit und der einzige Grund warum ich das Ziel nicht weiter nach oben gelegt habe ist die Hütte die dort steht.  Marco, Bonni und ich schnauften also die restlichen 150 hm nach oben um dann dort das erste mal die L207 zu überqueren. Danach ging es erstmal wieder über Feldwege und Wanderer würde jetzt hier die Aussicht genießen. Wir nutzen die Verschnaufpause um zu quatschen und uns ein wenig näher kennen zu lernen. Dabei stellte sich raus dass Marco bereits seit 18 Jahren läuft und auch sonst grade so mit den 7 Wochentagen hin kommt um seinen Sport zu betreiben. Marco ist ein recht untypischer (Trail)Läufer denn er ist Kraftsportler und hat auch den dementsprechenden Körperbau. Er trägt so mal eben so 40 kg mehr als ich über den Trail. Respekt hierfür! Wobei er den Vorteil hat dass es ja keine tote, nutzlose Masse ist die er mit sich rum trägt. Klarer Vorteil gegenüber den meisten +100 kg Menschen.

Hinter Nörtershausen nahmen wir mal nicht den direkten Traumpfad sondern bogen in einen Weg ab den ich schon öfter mal laufen wollte und es dann doch immer gelassen hatte. Nix weiter spannendes sondern ein Forstweg. Schlußendlich kamen wir dann aber wieder auf dem markierten Traumpfad raus. Ein netter kleiner Schlenker war es trotzdem. Hinter Nörtershausen geht es gute 3,5 km bergab, dort kann man relativ leicht Tempo machen. Auf dem letzten Stück tat ich das dann auch und lies Marco zurück.

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Unten angekommen nutzen Bonni und ich die Zeit für einen kleinen Selfie. Muss auch „mal“ sein. Von hier aus ging es dann über eine kleine Brücke die über den Brodenbach führt. Dort führt ein Singeltrail immer am Bächlein entlang. Dort hat Bonni dann auch irgendwo diesen Schädel gefunden…

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…und wollte ihn auch so schnell nicht mehr hergeben. Na gut, ich musste ihn ja nicht schleppen. Am Donnerloch lies sie ihn dann aber doch mitten auf dem Weg liegen, die Gesichter der Wanderer die heute recht zahlreich unterwegs waren hätte ich gerne gesehen.

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Kurz vor der Ehrenburg kam dann der zweite harte Anstieg, 100 unangenehme Meter auf knapp einem Kilometer wobei der eigentliche Anstieg deutlich kürzer ist als die 1000 Meter.

Traumpfad Ehrenburg

Kurzes Foto von der Ehrenburg und weiter ging es runter Richtung Brodenbach, allerdings nicht ohne eine kurze Badepause für Bonni.

Traumpfad Ehrenburg

in den Trog steigt sie jedes Mal wenn wir dort unterwegs sind. Den folgenden Downhill musste ich auf Grund meiner Schuhwahl und dem Untergrund dann etwas langsamer angehen. NB Minimus Trail und grober Schotter vertragen sich einfach nicht.

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Es bleib also etwas Zeit um den Ausblick einzufangen. Diese Stück ist recht fies wenn man es nicht kennt denn man kommt nach knapp 16 km wieder fast auf Uferniveau und kurz vor Brodenbach an. Nur leider ist der Traumpfad hier noch nicht zu Ende denn es geht noch einmal knapp 160 hm nach oben nur um dann wieder auf Singletrails Richtung Brodenbach abzusteigen.

Auf diesem Stück scheint der letzte Sturm besonders gewütet zu haben.

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Das Skyrace

Nach einem kurzen Stopp am Auto ging es weiter Richtung Skyrace. Marco wollte dort noch einmal mit hoch laufen und ich wollte eh noch mit Sabine und Pirmin hoch. Da die beiden aber noch nicht da waren, sind wir eben schon mal vor gelaufen. Mit knapp 20 km und 900 hm in den Knochen war der Aufstieg doch um einiges mühsamer als beim ersten Anlauf. Oben angekommen sind wir dennoch 🙂

Schon auf dem Weg nach unten, nur einige Hundert Meter nach der Hütte traf ich auf die Beiden und entschied mich grade wieder mit zur Hütte zu laufen. Wir verabschiedeten uns von Marco und machten kehrt.

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Marco Bonni und ich

 

Nach zwei weiteren Auf- und Abstiegen verabschiedete ich mich wieder von den beiden und überließ sie dem Teufelslay. Für Bonni und mich war heute nach 25 km und 1200 hm Schluss. Beine schwer und Magen leer. Ganz nebenbei habe ich dann heute auch noch meine PB für den Downhill mit 5:50 aufgestellt und liege aktuell auf Platz 3 hinter TriTo und dem schnellen Holger. Das lässt auf mehr hoffen sobald meine Beine wieder frisch sind.





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


3 Antworten auf „Skyrace – Traumpfad – Skyrace“

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