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Endlich Rennradwetter.



Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 9 Sekunden



Endlich Rennradwetter.

Spätestens seit diesem Wochenende ist es auch bei mir soweit, ich habe meine Rennradsaison eröffnet. Die Hardcore-Radfahrer fahren natürlich schon seit 01.01. auch draußen mit dem Rad oder eben auf der Rolle. Daniel von Coffee&Chainrings dokumentiert das ja gut ganz gut in seinem WM Tagebuch. Ich persönlich bin ja eher so der mehr oder weniger Schönwetterfahrer und will nicht unbedingt bei niedriegen Temperaturen mit dem Rad unterwegs sein.

Meine ersten beiden Ausfahrten im Februar endeten nach nur wenigen Kilometern, Reifen platt. Tolle Sache. Nach einigem Hin und Her, sprich Schlauchwechseln im heimischen Wohnzimmer fand ich dann auch heraus warum ich zwei Mal unterwegs die Luft verloren hatte. Das Ventil war einfach eine Umdrehung zu wenig in den Schlauch geschraubt, bemerkt hatte ich das als ich den Schlauch unter Wasser geprüft hatte. Es war nur eine Blase alle 2 Sekunden aber das reichte eben aus um den Druck im Schlauch nach guten 14 km soweit zu reduzieren, dass ich nachpumpen musste. Blöder Anfängerfehler, würde ich sagen.

Die nächsten beiden Fahrten waren dann noch mal reine „Bewegungsfahrten“ um das Rad zu testen, Bremsen und Schaltung fein justieren etc.

Freitag habe ich dann bei gutem Wetter meine Saison so richtig eröffnet.

 

Höhenmeter ballern an der Burg Eltz.

Start war, wie quasi immer Münstermaifeld von wo ich direkt ins Schrumpfbachtal gefahren bin. Glücklicherweise liegt das bei Radfahrer beliebte kleine, verschnörkelte Tal direkt vor meiner Haustüre. Ich fuhr also dort einmal runter in Richtung Lehmen an der Mosel, Wetter war super und auch der Fahrtwind hielt sich bergab in Grenzen. Quasi fast perfektes Wetter für eine lockere Runde.

Allerdings fiel schon auf dem Weg herunter die Entscheidung es dann doch nicht so ruhig angehen zu lassen. Ich wollte die maximal 2 Stunden die ich zur Verfügung hatte maximal nutzen. Ich fuhr also in Lehmen direkt das Elberbachttal wieder in Richtung Metternich hoch, drehte dort und fuhr wieder runter. Mittlerweile ganz ordentlich angeschwitzt (klatschnass trifft es ganz gut), pedalierte ich dann auch noch mal das Schrumpfbachtal wieder hoch. Oben angekommen kurz überlegt, die Uhrzeit gecheckt und zur Burg Eltz gefahren.

Dort gibt es ja die Shuttlerampe vom Parkplatz zur Burg, die eignet sich wunderbar zum Auspowern. Etwas planlos ging es dann auch das erste Mal wieder hoch. Ging erstaunlich gut für den ersten Anlauf nach der Winterpause und so kam es dass ich da eben auch ein zweites Mal runter und wieder hoch gefahren bin. Was soll ich sagen… der dritte Anlauf ging dann auch noch und die vereinzelten Spaziergänger schauten schon etwas seltsam als sie mich zum wiederholten Male da hoch und runter rollen sahen.

Nach vier Anstiegen war dann auch schon Schluss für den Tag und ich war froh noch oben angekommen zu sein. Der Rückweg von der Burg Eltz bis heim, war dann auch etwas mühsam. Bei jedem Versuch das Tempo etwas anzuziehen, meldeten sich meine Oberschenkel mit einem Brennen zu Wort. Sehr schönes Gefühl…irgendwie.


 

Einmal Koblenz und zurück.

Meine Hausstrecke wenn man es so will. Einmal Koblenz und zurück. Anfangs geht es flott hinunter an die Mosel, wahlweise durchs Schrumpfbachtal, durch Lehmen, Metternich oder die krasse Rampe bei Moselkern. Runter kommt man hier immer irgendwie, man muss sich nur entscheiden wie steil es werden soll. Das ist das tolle hier in der Gegend finde ich. Ich bin allerdings eher der Kletterer als die Downhillsau, Geschwindigkeiten über 50 km/h finde ich auf dem Rennrad dann doch noch ein wenig gruselig. Auf dem Rückweg vom Deutschen Eck, wählte ich dieses Mal den Weg über Kobern-Gondorf und Dreckenach. Dort ist etwas weniger Verkehr und es geht auch ganz human nach oben.

Bike2Work Woche.

Wenn das Wetter im Frühjahr wieder besser wird, dann fahre ich ab und an auch mal mit dem Rad in die Firma. Das geht natürlich nur wenn ich keine Kundentermine habe bzw. diese nicht zu früh angesetzt sind. Ich bin immer etwas hin- und her gerissen ob ich die Entfernung zu meiner Firma jetzt gut oder schlecht finde. Mit etwas über 30 km ist es im Grunde zu weit zum Laufen, grade morgens würde mich das doch in ziemliche Bedrängnis was die Zeit angeht bringen. Und wenn ich ganz ehrlich bin, wären mir 60 km am Tag (und mit Sicherheit mindestens 7 Stunden) dann doch etwas zu viel. Bei 8 Stunden in der Firma würde der Tag dann einfach viel zu lange.

Zum Glück habe ich aber ja ein Rennrad, denn damit bin ich nur ein Bruchteil der Zeit unterwegs die ich zu Fuß benötigen würde und nebenbei ist es auch bei weitem nicht so anstrengend kann 60-70 km mit dem Rad zu fahren als zu laufen.

Schon letzte Woche habe ich die Dusche in der Firma wieder „online“ genommen, es handelt sich dabei im eine Campingdusche im Keller. Nein nicht nur eine Brause an der Wand, sondern schon eine richtige Duschkabine. Allerdings muss man hier erstmal das Wasser heizen bevor man für ein paar Minuten das heiße Nass genießen kann. Das ist zwar kein Luxus, aber erfüllt vollkommen ausreichend seinen Zweck. Wenn man dann auch noch das Zeitfenster abpasst in dem man man nicht von der Putzfrau überrascht wird, ist alles Bestens.

Hinweg

Rückweg

So kam ich in der Zeit vom 10.03. – 16.03.17 auf insgesamt 239 km mit dem Rennrad, davon alleine 140 km nur durch die Fahrten in die Firma und zurück. Kann sich sehen lassen, denke ich.

 

Und…

Gab es dann auch noch mal 35 km in Laufschuhen. Hätte ich Donnerstag und Freitag mich nicht auch mal um den Einkauf und die Wohnung kümmern müssen, wäre ich da dann glatt auch noch laufen gegangen. Bike2Work kostet halt aber dann doch recht viel Zeit, so dass ich es wohl nicht mehr als 2 Mal die Woche machen werde in Zukunft. Sollte aber ausreichend sein, würde ich sagen.





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Eine Antwort to “Endlich Rennradwetter.

  • Guten Morgen Sascha,

    ich glaube das ist das erste Mal seitdem ich dich abonniert habe, dass ich auf deiner Seite was zum Thema Radfahren lese. Total ungewohnt! 😉
    Als ich mir vor 2 Jahren ein neues Bike kaufen wollte, war auch die Überlegung Rennrad oder Mountainbike. Habe mich schlussendlich für’s letzteres entschieden. Ab und an wenn ich dann solche Beiträge sehe, ärgere ich mich schon, dass ich mich damals nicht für ein Rennrad entschieden habe. So viele Kilometer in so kurzer Zeit! Aber ich mag halt auch Trails. 🙂

    Weiß eigentlich jemand spontan, ob es einen guten Mix aus Rennrad und Mountainbike auf dem Markt gibt? Das wäre was…

    LG
    Sandra

    • Sascha

      Hallo Sandra,

      vor der Entscheidung stand ich 2015 auch. Meine Wahl fiel ziemlich klar auf ein Rennrad bzw. eigentlich ein Cyclocross (das wäre wohl eher das was du suchst). Warum? Weil ich die Trails liebe und dort gerne laufe, ein MTB wäre Verschwendung für mich. Zu Fuß bin ich deutlich besser aufgehoben auf den Trails, Asphalt hingegen mag ich als Läufer nicht so gerne, da fahre ich dann lieber mit dem Rennrad.

      Gruß
      Sascha

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