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2. Taunus Ultra – mein Survival Run



Geschätzte Lesezeit: 12 Minuten, 22 Sekunden



2. Taunus Ultra – mein Survival Run

Am 21.01. lief ich bei der zweiten Ausgabe es Taunus Ultras von Lorch nach Kelkheim auf der 70 km Strecke mit. Letztes Jahr feierte der Einladungslauf von Bert und Jessyca seine Premiere und mein Kumpel Martin warf die Teilnahme irgendwann mal in den Raum. Kurz darauf hatte ich auch schon meine Mail an Bert abgeschickt. Ohne lange zu überlegen, versteht sich.

Obwohl der Start in Lorch nur gute 40 km von mir entfernt liegt, musste ich an dem Tag doch ziemlich früh aufstehen. Um 04:00 klingelte mein Wecker damit ich es rechtzeitig um halb sieben nach Kelkheim schaffen würde, da ich kein Morgenmensch bin brauche ich morgens etwas Vorlaufzeit um wach zu werden. Als ich dann um halb fünf aus dem Bett fiel, war mein Plan langsam in den Tag zu starten kann auch schon für die Füße.

Der Lauf findet auf einer Punkt-zu-Punkt Strecke statt, und beginnt mit einem gemeinsamen Frühstück im Waldhotel Kelkheim. Dort gab es dann auch gleich ein Frühstücksbuffett das sich sehen lassen konnte, da ich aber auf der Fahrt dort hin schon gegessen hatte, nahm ich mir nur eine kleine Schüssel Müsli und trank etwas.

Gleich zu Beginn traf ich Peter von running-podcast und wir unterhielten uns kurz, verloren uns aber dann in der direkten Vorbereitung wieder aus den Augen. Da es so keine direkte Starterliste gab, könnte ich im Vorfeld nicht sehen wenn ich kennen würde und wen nicht. Neben Peter traf ich noch Holger. Wir beide sahen uns, grüßten uns freundlich und wussten beide dass wir uns irgendwo schon mal gesehen hatte. Im Bus saßen wir dann auch nebeneinander und klapperten so die letzten Events ab…

„Du warst doch auch beim W.U.T?“
„Ähm nein leider nicht, drei mal angemeldet, drei mal nicht gestartet.“
„Hmm woher dann?“
„Hmm Kleiner Kobolt?“
„Nein, da war ich nicht“
„Hmm ah…RheinBurgenWegLauf!“
„Ah genau“

Die Welt ist halt klein.

Besonders gefreut habe ich mich, dass ich da gestern auch quasi als der mit dem Hundeblog erkannt wurde. Philip, ebenfalls Hundeläufer sprach mich an und wir unterhielten uns kurz. Er lief zusammen mit seinem Vierbeiner die 54 km Strecke. Glückwunsch zum Finish!

Auf der Fahrt nach Lorch gab Bert noch eine Einweisung und erklärte seine Zeichen und Notizen auf den Namensschildern die wir alle bekamen. Auf der Rückseite waren die wichtigsten Wegpunkte aufzählt und mit Hinweisen versehen.

Da wir auf dem Weg nach Kelkheim sowohl den Taunushöhenweg, als auch den E3 nutzten war es wichtig zu wissen ab wo man welchen Schildern folgen sollte um ins Ziel zu kommen. Der Taunus Ultra ist also kein Lauf bei dem man stur nach Schildern laufen kann, eine Herausforderung der anderen Art.

Der Start und die Einweisung

Am Start in Lorch stiegen alle aus um ein Gruppenfoto zu schießen und während die 17 Läufer der 54 km Strecke wieder in den warmen Bus stiegen, bekamen wir noch ein paar warme Worte mit auf dem Weg.

Ich aktivierte meine Navigation auf dem Handy und startet die Fenix die allerdings kein Signal fand. „Egal“ dachte ich mir, die Strecke ist ja 70 km lang und es ist eh egal was die Uhr sagt, wenn ich nach 70 km noch nicht wieder im Hotel bin muss ich eh weiterlaufen.
Als letzter im Feld lief ich den anderen also hinterher, immer schön mit den Sprachanweisungen der Navigationsapp und Musik auf den Ohren. Da Martin leider einen Tag vor dem Lauf absagen musste, war ich quasi auf mich gestellt. Gute Besserung an dieser Stelle an Martin!
Die Chance mal wieder alleine so einen langen Lauf zu bestreiten wollte ich nutzen, die letzten eineinhalb Jahre war ich ja irgendwie immer mit jemandem unterwegs und somit auch nie in meinem eigenen Tempo unterwegs. Das war also der erste „Wettkampf“ seit langer Zeit bei dem ich mal schauen konnte was ich tatsächlich leisten konnte auf der Langstrecke. Ist halt etwas komplett anderes, wenn man sich immer nach anderen richtet bzw. einstellt und sowohl langsamer als auch schneller läuft wenn es eben in der Gruppe passt. Heute musste ich selber mein Tempo finden und vor allem auch gegen später halten, in Begleitung zu laufen hat nämlich auch den Vorteil dass im letzten Drittel des Laufes meist einer da ist der dann wieder anfängt zu laufen wenn man es selbst eigentlich nicht mehr so gerne tut.

Start bis VP 1 bei km 16

Die ersten Kilometer liefen etwas schleppend, ging es doch gleich mal gut bergauf und ich versuchte nicht zu Beginn alle Körner am Berg zu lassen. So schaute ich immer wieder auf meine Pulsuhr und bremste mich entsprechend. Dabei kam ich natürlich nicht wirklich an das Hauptfeld ran. Hauptfeld ist bei 19 Teilnehmern wohl auch der falsche Ausdruck, denn mit den 6 Läufern in meiner unmittelbaren Nähe und der Spitze blieben ja nicht mehr so viele Läufer in diesem Feld übrig. Spielt ja aber auch echt keine Rolle. Bergab lief ich so immer wieder auf die selben zwei, drei Läufer auf während sie bergauf wieder davon zogen. Die ersten Kilometer fühlten sich auch echt zäh an. Wie so oft bei mir, ich wusste ja aber dass ich noch genug Zeit und Strecke vor mir hatte um das zu ändern.

Die Strecke verlief größtenteils auf recht breiten Waldwegen, das scheint typisch für den E3 zu sein. Dank Schnee und Eis blieb es aber dennoch spannend und irgendwie war ich froh mich nicht über Singletrails schleppen zu müssen. Auf den Passagen wo es dann doch mal abseits der breiten Wege ging, war es entsprechend mühsam voran zu kommen. Es war also sehr abwechslungsreich und anspruchsvoll. Ein Winterultra eben.

Ich bog ein paar Mal falsch ab auf den ersten Kilometern, fand aber dank Sprachnavigation immer recht schnell wieder zurück. Nix außergewöhnliches würde ich sagen.

Bei km 16 stand dann auch schon Jessyca mit dem ersten VP, dort angekommen hatte ich schon zwei Plätze gut gemacht denn bergauf lief es mittlerweile recht gut und meine Schneeketten waren ziemlich vorteilhaft auf Eis und Schnee. Ich füllte meine Softflask wieder auf, goß heißes Tee in das kalte Wasser und verstaute sie wieder in der Tasche meiner wattierten Weste. Schon auf den ersten Kilometern waren mir sowohl der Schlauch der Blase als auch der, der Softflask eingefroren, mit einem kleinen Trick konnte ich das Problem allerdings beheben, die Schlauchisolierung hatte ich nämlich daheim vergessen.

Die Beine waren locker, ich trabte davon und hatte meinen Spaß denn das Wetter war echt ausgezeichnet. Es war zwar schweinekalt, aber die Sonne schien fleißig. Bestes Winterwetter eben.

VP1 bis nunja…kein VP2

Der nächste VP war für ca. 16 km später geplant, mit ein paar Gummibärchen die ich am VP1 eingepackt hatte, meinen Notfallriegeln und fast 2 Liter Flüssigkeit macht ich mir keine Sorgen, ich war mehr als ausreichend versorgt für die Strecke.

Da es auf der einen Seite echt kalt war und ich somit recht selten die Handschuhe auszog und ich ja auf der anderen Seite mal schauen wollte wie ich voran kommen, hielten sich meine Fotopausen unterwegs in Grenzen. Die paar Fotos die ich schoss, schoss ich meist im Vorbeigehen. Demnach gibt es dieses Mal auch keine Bilderflut wie sonst.

Meine Taktik für den Tag war es immer zu laufen, immer in einer „comfortable pace“ was mir ganz gut gelang. Die steile Anstiege ging ich flott und hatte danke der Schneeketten und der Stöcke immer genug Grip um nicht mehr Kraft als nötig zu verlieren. Flachere Anstiege lief ich immer solange bis es „anstrengend“ wurde, ging ein Stück und lief dann wieder an. Immer Musik auf den Ohren und immer Spaß an der Sache flogen so die Kilometer quasi an mit vorbei. Ich hatte immer mal wieder Kontakt zu zwei anderen Läufern die recht dicht hinter mir waren, verlor sie aber entweder beim bergauf oder -ab laufen jeweils wieder. Man kennt das aber ja auch so langen Läufen, es sind immer die selben um einen herum. Oft liefen sie auf mich auf wenn ich mich versuchte zu orientieren da ich dazu das Handy immer wieder aus der Tasche nehmen musste, die Sprachnavigation war zwar grundsätzlich gut aber bei Kreuzungen mit vielen Wegen zum Beispiel schaut man halt besser mal kurz auf die Karte.
An einem längeren Anstieg lies ich sie wieder hinter mir, als sie auch während ich das Akkupack fürs Handy raus kramte immer noch nicht wieder auftauchten, machte ich mir kurz ein paar Gedanken. Lauf Navi war ich allerdings immer auf Kurs gewesen und so lief ich halt weiter. Meine Fenix hatte mittlerweile bei km 27 den Geist aufgegeben und startete beim Versuch einen Satelliten zu finden immer wieder neu. Ich versuchte das Problem noch ein paar Mal zu beheben, entschloss mich aber dann dazu es bleiben und nicht ärgern zu lassen. Ab und an hat die Fenix solche Anfälle und es hilft dann in der Regel sie voll zu laden, da ich aber nur die mittlere Powerbank dabei hatte und da das IPhone zum Laden hing war meine Entscheidung recht schnell gefallen. Die wichtigste technische Funktion an dem Tag war die Navigation und nicht die Aufzeichnung des Tracks.

Nachdem ich wieder auf Menschen im verschneiten Taunus traf und einige davon mit Langlaufski unterwegs waren kam mir irgendwann der Gedanke, dass jetzt so langsam ein VP keine so schlechte Idee wäre. Ich schaute auf meine Karte und sah anhand der noch verbleibenden Restdistanz bis Kelkheim, dass der VP2 quasi irgendwo 6-8 km hinter mir liegen musste. In etwa dort wo ich den Kontakt zu den beiden hinter mir verloren hatte. Zurücklaufen wäre da irgendwie auch blöd gewesen und ausreichend Verpflegung hatte ich ja auch dabei.

verpasster VP2 bis…verpasster VP3

Da ich ja grundsätzlich der Meinung bin, dass 3 VPs auf 70 km schon recht üppig sind, machte ich mir erstmal keine Gedanken. Es war hell, ich war guter Laune und der nächste VP war knapp 10 km vor mir. Alles Bestens soweit, ich musste allerdings schon etwas schmunzeln. Ganz so hatte ich mir das nicht vorgestellt, wenn ich nach Track laufe. Zu Erinnerung, ich war jederzeit auf dem Track. Die paar Hundert Meter Abweichung wenn ich mal falsch abgebogen war, bin ich jedes Mal brav zurück gelaufen, im Grunde konnte ich den VP nicht verpasst haben. Ich rief also Bert an um sagte ihm dass alles gut sei und er mich nicht suchen müsse. Ich hätte ausreichend Wasser und Futter dabei und sei guter Laune.

Zur Sicherheit prüfte ich ob mich der Track auch tatsächlich zurück nach Kelkheim führen würde, was er auf tun sollte. Das Ende des Tracks lag direkt am Waldhotel, so falsch konnte der Track gar nicht sein, immerhin hatte ich ihn direkt von Bert bekommen.

Der Track machte ab und an recht seltsame Schlenker über Wege auf denen ich keines der auffälligen Trailprofile erkennen konnte. Ich hatte immer wieder Abdrücke ausgemacht die ich auch einige Kilometer wiedererkannt hatte. Neben der Navigation und der Beschilderung waren das so kleine Anhaltspunkte nach denen ich mich orientierte. Da ich dann aber doch immer wieder diese Abdrücke fand, war ich einigermaßen beruhigt.

Wie man auf den Bildern gut erkennen kann, liegt im Taunus ordentlich Schnee. Eisflächen, verharschter Schnee und zum Teil auch Tiefschnee wechselten sich ab. Spaß pur!

Kurz vor dem eigentlichen VP3 liefen wieder die beiden bekannten Gesichter auf mich auf, einer von ihnen war übrigens Frank. Ich hab es ja nicht so mit Namen und naja wir trugen zwar alle Namensschilder…aber gut.
Am Kellerskopf wich mein Track dann wieder elementar von dem der beiden ab und wollte mich über den Kellerskopfweg führen. Er überquerte dort eindeutig die Straße so dass es auch ausgeschlossen war, dass das IPhone einfach nur nicht genau wusste wo ich war. Solche Details konnte ich auf den ganzen 70 km beobachten so dass ich jetzt im Nachhinein schätze dass beim Import in Komoot irgendwas schief gegangen sein muss denn technisch gesehen hatte ich mich nie nennenswert verlaufen. Ich war zu 99% auf MEINEM Track, blöd nur dass dieser systematisch alle VPs aus lies. Warum dann ausgerechnet der erste VP passte ist mir ein Rätsel.

Ich blieb auch dieses Mal stur und lief auf meinem Track weiter, mit dem Ergebnis dass ich dort dann wohl den dritten und letzten VP verpasste haben musste. Wäre ich diesem Kellerskopfweg gefolgt, wäre ich direkt auf die Wilhelm-Bausch-Hütte zugelaufen wo sich der VP befand. Interessanterweise sieht man hier gut wie die Abweichungen zustande gekommen sind. Blau ist der Track wie in Komoot in der Routenplanung plant und rot ist die „Abweichung“ davon. Blöd nur dass diese „Abweichung“ halt die Originalstrecke darstellt. Damit wäre dann auch geklärt warum ich zum Teil einfach anders gelaufen bin als alle anderen. Da werde ich noch mal recherchieren müssen ob das ein Layer 8 Problem oder eine Einstellungssache in Komoot ist. Auf der 70 km Strecke ging das noch glimpflich aus, wäre der Lauf aber länger gewesen hätte ich definitiv einen VP benötigt.

Verpasster VP3 bis Ziel

Bei Naurod lief ich dann plötzlich auf einen Weg der durch Bäume versperrt war. Das war der Moment wo ich kurz das erste Mal so richtig die Lust verlor, ich beendete die Navigation und versuchte den Track erneut zu importieren. Irgendwo musste der Fehler doch sein. Mittlerweile verfluchte ich abwechselnd Bert, Komoot und mich selbst. Half aber ja alles nix und zumindest das Ziel des Tracks stimmte ja. Im Endeffekt würde ich also ziemlich sicher im Ziel ankommen, zur Not würde ich unterwegs eine Tankstelle finden und mich mit Futter und Wasser eindecken. So war mein Plan denn im Grunde hatte ich noch immer einen riesen Spaß daran mich durch die Pampa zu quälen und es Bert, dem Track und mir zu zeigen. Aufgeben war echt keine Option, egal wie groß die technischen Probleme auch waren. Körperlich war ich fit und bereit noch ein paar Stunden zu laufen.

Ich packte also schon mal meine Stirnlampe aus und kämpfte mich durch und zwischen gefällten Bäumen entlang. Immer am Alsbach entlang trabte ich so vor mich hin als ich von hinten ein „ey du bist falsch“ hörte, ich schaute auf meine Karte und sah dass dem offensichtlich nicht so war. Ich kehrte trotzdem wieder um und traf erneut auf Frank und ich glaube Matthias. Jedenfalls auf die selben beiden Läufer die ich schon den ganzen Tag immer mal wieder getroffen hatte. Lustigerweise führte der Weg den wir liefen parallel zu dem den ich (bzw. mein Navi) gewählt hatte um dann an der K661 wieder in Richtung Auringen bzw. Medenbach zu führen. Mein Weg wäre kürzer gewesen, will ich hier mal anmerken. Aber halt auch falsch. Blöderweise.

Als Frank seine Batterien wechseln musste, lies ich die beiden wieder alleine. Wie gesagt, das war nicht böse gemeint aber mein Plan war es das Ding an dem Tag Solo zu beenden, komme was wolle. Wäre jetzt einer der beiden alleine gewesen, wäre ich wohl dabei geblieben. Da sie zu zweit waren und zusammen in der Dunkelheit liefen „musste“ ich auch nicht bleiben. Ich lief weiter Richtung Eppstein und konnte einen tollen Blick runter auf die Stadt erhaschen. Hier im Ort gab es dann wieder einen echt fiesen Unterschied zwischen meinem Track und der Originalstrecke.

Der blaue Strich ist wie erwähnt das was ich laufen sollte. Sieht nicht weiter schlimm aus, in echt bedeutete dass für mich allerdings querfeldein offtrail den Berg hoch zu laufen, immer durchs Unterholz ohne einen sichtbaren Weg. Wie zur Hölle kommt Komoot dazu hier jemanden hoch zu jagen? Da war kein Weg…die meisten anderen Unterschiede auf der Strecke verstehe ich ja da ich meist einfach irgendwo parallel gelaufen bin. Hier wars echt fies. Hier habe ich ganz böse über Bert geschimpft, muss ich zugeben. Klar dass er da natürlich nichts für konnte, sondern hier der Fehler woanders lag. Bis ich dann dort oben war, hatten mich Frank und Matthias natürlich schon längst wieder überholt was ich einmal am Licht ihrer Lampen erkannte. Ach..meine gute Regenjacke die ich mittlerweile an hatte weil es doch etwas frisch wurde, habe ich mir an einem Dornenbusch dann auch noch kaputt gemacht. Werde ich dann wohl mal flicken müssen schätze ich. Wenn ihr den hierzu passenden Podcast hört, werden ihr auch einen Audioschnipsel von dem Stück finden.

 

Von Eppstein aus waren es noch knapp 3-4 km bis ins Ziel. Mittlerweile hatte ich auch weder was zu Futtern noch Flüssigkeit übrig. Es wurde also Zeit, dass ich ins Ziel kam.

Zum Glück ist der letzte Teil der Strecke einfach zu laufen und es geht bis auf die letzen paar Hundert Meter auf einem breiten Waldweg runter in den Ort so dass ich es noch mal rollen lassen konnte.

Im Ziel

Als ich dann im Ziel ankam wurde ich herzlich empfangen, man nannte mich jetzt schon legendär und das als Drittletzter. Ich kam also nach etwas mehr als 11 Stunden ins Ziel, keine tolle Zeit für 70 km und 2000 Höhenmeter. Muss man aber halt auch erstmal bei Eis und Schnee mit nur einem VP laufen.

Bei Ankunft kam (schon wieder den Namen vergessen) auf mich zu, begrüßte mich freundlich und fragte mich ob ich die Schuhe nicht ausziehen wolle bevor ich in den Veranstaltungsraum zu den anderen gehen würde. Wie sollte meine Frage da anders lauten als „ja“? Ich bekam gleich etwas zu essen und trinken angeboten und fühlte mich gut aufgehoben. Die Duschen waren der Hammer, ich möchte ab jetzt immer in einem Hotel finishen und dort auf einem der Zimmer duschen dürfen! Das war wahrer Luxus für den ausgekühlten Körper.

Ich möchte mich bei Jessyca und Bert für diesen tollen Lauf bedanken, denn trotz meiner Schwierigkeiten bleibt unterm Strich ein tolles Gefühl. Die Organisation war erstklassig und die Betreuung ebenso, wenn ich jetzt das nächste Mal noch die VPs finde ist alles Bestens.

Hier gehts zur Podcast Episode

EP006 – Taunus Ultra Survival Run

Am 21.01.17 um 09:00 startete ich als einer von 19 Teilnehmern auf der 70 km Strecke im Taunus. Dieser Einladungslauf wird nun im zweiten Jahr von Bert und Jessyca organisiert. Diese Episode ist ein Live-Log direkt von der Strecke und spiegelt weider was für ein riesen Spaß es eigentlich war, trotz einiger technischer Probleme was meine Orientierung anging. Viele Dank Jessyca und Bert für diesen tollen Lauf!





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8 Antworten to “2. Taunus Ultra – mein Survival Run

  • Krasse Geschichte! Ich glaube ich hätte nach dem dritten verpassten VP „abgebrochen“, die Navigation über den Haufen geworfen und die kürzest mögliche Strecke zum Zielort gesucht 🙂

    • Sascha

      Nach dem dritten VP wären es so oder so nur noch knapp 17 km gewesen, mein Track war im Grunde ziemlich genau der kürzeste Weg zum Ziel 🙂 Ein Dilemma… Das ganze Chaos hatte aber meinen Kampfgeist geweckt und ich war so stur das Ding trotzdem zu Ende laufen zu wollen. Es ging mir ja körperlich gut, ich hatte Licht und es war nicht mehr weit 🙂

  • Die Story ist ja der reinste Krimi (besonders in der Podcast-Fassung) – insgesamt hätte das auch bös ins Auge gehen können, oder?
    Das Verhalten von Komoot finde ich sehr seltsam. Wenn man einen Track per GPX-Datei läd, sollte er ja auch genau so wiedergegeben werden. Bin gespannt, was du dazu noch rausfindest.

    Grüße
    Florian

    • Sascha

      Ja das war schon ein sehr spannender Tag, allerdings waren wir ja nie weit von der Zivilisation entfernt. Zudem hatte ich zwei Notfall-Handynummern von Bert und Jessyca die ich jederzeit hätte anrufen können. Gefährlich wäre es aber wohl geworden, wenn ich irgendwann ans Ende meiner Kräfte gekommen wäre, was aber zu keinem Zeitpunkt der Fall war.

      Und ganz wichtig zu erwähnen, es war mein Verschulden da ich beim Importieren des Track nicht darauf geachtet habe dass Komoot mir teilweise Alternativstrecken vorgeschlagen hat. Das kam daher dass nicht alle Wege die Bert nutzen wollte auch im Kartenmaterial von Komoot enthalten sind, das konnte ich mittlerweile mit dem Support klären.

      Ich würde da aber jederzeit wieder mitlaufen, wenn es zeitlich passt. War ein toller Lauf und eine klasse Organisation.

  • Lese das jetzt erst, weil ich mir überlege im kommenden Jahr dort zu starten (wusste, dass du da unterwegs warst, hatte den Bericht aber noch nicht gelesen).
    Fazit: geiles Ding! Genau meins!

    Notiert!

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