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Kleiner KoBoLt – gemeinsam stark! Prolog



Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 40 Sekunden



Kleiner KoBoLt – gemeinsam stark! Prolog

Da der Bericht zum Kleinen KoBoLt etwas länger geworden ist als gedacht, versuche ich dieses Mal etwas Neues. Ich werde diesen Beitrag in kleine Häppchen aufteilen und hoffe dass er so besser lesbar wird.

Im ersten Teil, dem Prolog erzähle ich wie es überhaupt zu meiner Teilnahme an diesem Lauf kam.

 

Was lange währt…

Lange war sie geplant, meine oder besser unsere Teilnahme am Ultralauf Kleiner-KoBoLt von Rengsdorf nach Bonn über den Rheinsteig.

Als die  Bewerbungsphase für diesen 106 km langen Einladungslauf begann, bewarben sich Frau Laufstrumpf und ich dafür. Da es ihr ersten 100er werden sollte und der Lauf ja faktisch ein Nachtlauf ist wollte sie auf keinen Fall alleine laufen. Schnell war klar dass wir das zusammen laufen würden und so meldeten wir uns zusammen als Team an, was den Vorteil hatte dass nur einer von uns beiden ausgewählt werden mussten damit beide eine Starterlaubnis bzw. Einladung bekamen. Im Vorfeld planten wir zwei „Trainingsläufe“ um uns besser bzw. überhaupt mal persönlich kennen zu lernen. Unser erstes Treffen hatten wir beim Rennsteig Supermarathon und der zweite und letzte geplante Lauf war einige Zeit später der Harzgebirgslauf bzw. der Brockenmarathon. Auch sonst standen wir lange Zeit quasi täglich in Kontakt, Vertrauen ist wie ich finde wichtig wenn man sich auf einen gemeinsamen Lauf über 100 km vorbereitet. Es kann einfach zuviel unterwegs geschehen und da ist es wichtig dass man sich kennt und den anderen einschätzen kann. Ich denke Frau Laufstrumpf und ich kennen uns mittlerweile ganz gut, was die entscheidenden Dinge in unseren Leben angeht. Ein gutes Beispiel dafür dass das Internet es schaffen kann das zwei Menschen die viele Stunden von einander entfernt wohnen trotz dieser Distanz zu guten Freunden werden können. Danke Internet.

Putzig der Kleine KoBoLt, oder?

Der Name klingt süß und irgendwie wie der Bambini Lauf der Tortour de Ruhr echt harmlos. Kenner der Ultralaufszene wissen aber sofort Bescheid wenn sie den Namen hören. Was Michael Eßer, Stefan Scherzer, Helmuth Weil und bis 2015 auch noch Andreas Spieckermann da geschaffen habe ist alles andere als ein 106 km langer Kindergeburtstag. Der Lauf führt über zu 100 % über den anspruchsvollen Wanderweg „Rheinsteig“ und bietet alles was sowohl „wir“ Ultratrailer als auch die Wanderer so gerne haben. Mit seinen offiziell ausgeschriebenen 3361 Höhenmetern auf der „kurzen“ 106 km Strecke bleibt einem nicht viel Erholung oder Zeit zum „Rollen lassen“ zwischendurch.

Wem die 106 km nicht lang genug sind, der läuft „einfach“ den KoBoLt und startet 40 km früher in Koblenz Ehrenbreitstein anstatt erst in Rengsdorf einzusteigen. Diese 40 km mehr an Strecke werden dann auch noch mal mit knapp 1000 Hm mehr belohnt.

Naja und wem das dann immer noch nicht weit genug ist, der hatte im 7. Jahr des Wettbewerbs die Möglichkeit 100 Meilen auf dem Rheinsteig zu laufen. Dazu musste er sich als einer der „Glorreichen 7“ bewerben und durfte dann 162 km mit über 5000 Hm „genießen“

Kurz und bündig; „krasser Scheiß!“

Die letzen Wochen vor dem Lauf

liefen bei mir absolut nicht gut. Ich weiß dass wenn man mit Läufern kurz vor dem Start über ihre Vorbereitung spricht hört man immer so Sätze wie „ich war überhaupt nicht laufen in der letzten Zeit…“ „mieseste Vorbereitung ever…“ oder „Ich will nur irgendwie ins Ziel kommen“ und dann hauen sie eine neue Bestzeit raus oder laufen aufs Treppchen. Kennen wir alle irgendwie. Bei mir war das aber in der Tat genauso, bis auf die Sache mit der Bestzeit oder dem Treppchen versteht sich.

Jedenfalls war meine Erkältung die ich mir zwei Wochen vor dem Start eingefangen hatte zu 95% abgeklungen. Unglücklicherweise meinte dafür aber mein Magen-Darm-Trakt zwei Tage davor noch mal Inventur machen und alles unnötige ausmisten zu müssen. Als wären zwei Erkältungen binnen 6 Wochen nicht genug gewesen. So schaffte ich es grade mal so in den letzten 6 Wochen vor dem Kleinen KoBoLt irgendwie noch den Wochenunfang eines halbwegs ambitionierten Marathonläufers zu laufen. Optimal war anders und so war ich gedanklich schon soweit auch meinen zweiten Jahreshöhepunkt ad acta zu legen. Zwei Dinge hielten mich davon ab, das erste war mein Ankündigungspost zum Lauf (wenige Stunden danach kam die Erkältung) und viel entscheidender die Tatsache dass ich Frau Laufstrumpf auf keinen Fall alleine lassen wollte. Viel zu lange hatten wir uns beide darauf gefreut.

Die letzten zwei Tage davor

bestanden daraus alles an Ingwer zu futtern was ich daheim nur irgendwie finden konnte, literweise Tee (mit Ingwer) zu trinken, mehr als regelmäßig die Nase zu spülen und meinen Magen zu beruhigen (wieder mit viel Ingwer). Gedopt mit entzündungshemmenden Medikamenten, aktiven Bakterienkulturen und viel Schlaf verbrachte ich also meine letzen Tage.  Den Flüssigkeits- und Nährstoffverlust durch die Magen-Darm-Geschichte versuchte ich durch eine Freßkur am Freitag auszugleichen, mein Ernährungskonzept für den Lauf selbst musste auch noch überdacht werden. Konnte ich doch dann eben doch nicht mit vollen Speicher und ausreichend Kraft starten. Das hieß für mich also mehr Riegel kaufen und einpacken denn mit nur 3 VPs auf 106 km waren große Teile der Strecke einfach „trocken“ was die Verpflegung anging. Wenn man in recht anspruchsvollem Gelände nur grob alle 35 km nachtanken kann, können die Abschnitte dazwischen schon mal recht lange werden.

 

Hier gehts zum 2. Teil





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