Kleiner KoBoLt ich komme!



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Kleiner KoBoLt ich komme!

Wie die Zeit vergeht, es ist echt bemerkenswert. Der kleine KoBoLt war für mich immer noch recht weit entfernt, der ist ja erst im Dezember. Bis Ende des Jahres war immer noch so viel Zeit. Man kennt das Phänomen ja irgendwie, ist jedes Jahr das selbe.

Nun haben wir Ende November und ich staune nicht schlecht. Zack – noch knapp 2 Wochen bis ich an einem Samstagmittag um 14:00 zusammen mit der Frau Laufstrumpf und 32 weiteren Startern in Rengsdorf auf die 106 km / 3361 Hm lange Strecke geschickt werde. Mit Stand jetzt kenne ich keinen der anderen Starter auf der „kurzen“ Strecke, bekannte Namen lese ich ausschließlich auf der langen Strecke (140 km / 4446 Hm). Ist mir jetzt auch schon ne Weile nicht mehr passiert wenn ich ehrlich bin, bisher hatte ich immer Bekannte auf der Strecke. Naja gut, ich bin ja nicht alleine unterwegs denn mit Frau Laufstrumpf habe ich ja dann doch ein vertrautes Gesicht neben mir auf das ich mich freuen kann.

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Etwas Sorgen bereitet mir, neben meiner ziemlich unzureichenden Vorbereitung das Wetter. Wir haben Ende November und es ist aktuell mal wieder zweistellig was die Temperaturen angeht. An sich nicht schlecht, wenn es denn trocken bleibt. Ihr erinnert euch vielleicht noch an mein DNF beim diesjährigen Rhein Burgen Weg Lauf im Sommer. Dort war neben meiner Müdigkeit auch die nasse Strecke ein Faktor der mich dazu gebracht hat bei km 94 aus zusteigen. Auch beim FiNaMa drei Wochen später schüttete es bis kurz vorm Start so dass ich echt schon darüber nachgedacht habe nicht zu starten weil ich keinen Bock auf noch eine Nacht im Regen hatte. Ich bin echt kein Schönwetterläufer und Regen macht mir nicht viel aus. Es ist toll wenn man mal 3 oder 4 Stunden im Matsch spielen kann und sich danach unter der Dusche wieder aufwärmen darf. Aber eine ganze Nacht auf teilweise schwierigen Trails brauche ich das nicht wirklich. Der Rheinsteig, auf dem der Kleine KoBoLt stattfindet unterscheidet sich weder groß vom RheinBurgenWeg (der auf der anderen Rheinseite verläuft) noch vom Moselsteig den ich direkt vor der Haustüre habe. Diese drei Wanderwege sind stellenweise nicht ganz ohne und schon trocken nicht immer einfach zu laufen. Ist die Strecke dann nass und aufgeweicht wird es alles andere als spaßig. Ich hoffe also entweder auf Frost und Schnee oder auf eine Woche vor ohne Regen damit sie Strecke etwas Zeit hat das Wasser abzuleiten.

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Was ich wohl aber beim Kleinen Kobolt nicht haben werde sind nasse Füße, denn heute kamen meine wasserdichten Sealskinz Socken. Wenn jemand eine adäquate Alternative ohne Merinowolle kennt, immer her damit. Da ich mal wieder wie so oft in diesem Jahr total (naja ganz so schlimm ist es nicht) unvorbereitet in einen Lauf gehe, konnte ich nicht allzu lange nach einer Alternative suchen.

Der Kleine KoBoLt verläuft auf dem Rheinsteig, welcher wie alle Premiumwanderwege die ich bisher gelaufen bin quasi idiotensicher ausgeschildert sind. Das hinderte uns bzw. mich allerdings beim RheinBurgenWegLauf nicht daran ein paar Extrakilometer zu machen. Die Schwierigkeit besteht besonders bei Dunkelheit darin dass man nur dort Licht hat wo man auch aktiv hinschaut. Sprich wenn man mal nicht zu einem Baum schaut an dem eine Markierung hängt sondern quatscht oder sonst was macht, läuft man halt einfach dran vorbei. Egal wie groß das Schildchen auch sein mag. Ich habe immer wieder erlebt wie sich Läufer darüber beschwert haben wenn sie sich verliefen, aber das Finden der Markierungen „is part of the game“ wie es so schön heißt.

„Die Vorbereitung“

Weiter oben schrieb ich, ich sei unzureichend vorbereitet. Das zweite Halbjahr lief irgendwie nicht so wie es sollte. Im Grunde war seit dem DNS beim Kölnpfad mehr oder weniger der Wurm drin und ich hatte einige Krankheitsphasen die sich mit Phasen der Unlust abwechselten. Aus diesem Grund packte ich im Oktober meinen Rucksack und fuhr zum Moselsteig um mir dort die Sicherheit zu holen dass ich noch immer weit laufen kann, dass ich trotz der vielen Rückschläge in diesem Jahr noch immer Ultras laufen kann. Was dabei heraus kam gab mir in der Tat die Gewissheit dass 106 km nicht nur nicht unrealistisch sind, sondern unter nicht allzu schlechten Bedingungen kein Problem darstellen sollten.

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Mein Rennkalender war im zweiten Halbjahr 2016 nur spärlich bestückt, aber ich konnte alle Ziele (Wettkämpfe) außer einem einhalten. Im Vergleich zum ersten Halbjahr war das aber auch relativ, das war deutlich enger getaktet.

(Wettkampf-) Planung 2016 2. Halbjahr

DatumNameDistanzPrioFix?Disziplin
29.07.2016Rad am Ring24 HCjaRad
27.08.2016Panoramalauf Burg Are52 kmCneinLaufen
28.08.2016Hartfüssler Trail58 kmCjaLaufen
08.10.2016Brocken Marathon42,195 kmBjaLaufen
10.12.2016Kleiner KoBoLT106 kmAjaLaufen

Lediglich den Lauf um die Burg Are musste ich aus Vernunftsgründen streichen, wobei wenn ich mir den Laufmonat August jetzt so anschaue, war er mit schlussendlich 187 km gar nicht mal so schlecht. Jetzt wäre ich froh um so einen Monat. Naja es wird schon gute Gründe gegeben haben warum ich kein Doppeldeckerwochenende daraus gemacht habe und nur den Hartfüssler Trail gelaufen bin.

Wie dem auch sei, wir haben im schlimmsten Fall 24 Stunden Zeit für ein Finish und das wird wohl zu machen sein. Da ab jetzt im Grunde eh kein Training mehr möglich / sinnvoll ist werde ich die nächsten Tage versuchen wir etwas in den gewohnten Laufrhytmus zu kommen und freue mich einfach auf einen tollen Lauf mit Frau Laufstrumpf.

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In den nächsten Tagen werde ich mir mal Gedanken machen was genau ich alles mitschleppen will und den Rucksack probepacken. Was ich am Körper tragen werde, ist natürlich stark abhängig vom Wetter. Die Wettertendenz geht allerdings wie mir scheint in Richtung niedrigeren Temperaturen und KEINEM Regen! Ich will es hoffen.

 

Alle Bilder in diesem Beitrag wurden mir dankenswerterweise durch das Rheinsteig-Büro zur Verfügung bestellt. Weitere Information zum Rheinsteig findet ihr unter www.rheinsteig.de.

Infos zum Lauf an sich findet ihr unter www.kleiner-kobolt.de.

 

 





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


2 Antworten auf „Kleiner KoBoLt ich komme!“

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