angetestet – Inov-8 RACE ELITE 3 Hüftgurt



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Inov-8 Race Elite 3

Mit dem Race Elite 3 hat Inov-8 einen schicken und funktionalen Hüftgurt für kürzere und schnelle Läufe auf den Markt gebracht die dennoch eine gewisse Pflichtausrüstung erfordern. Mir dient er mit seinen zusätzlichen 3 Liter Stauraum als Ergänzung zum Race Ultra 10 oder dem Orange Mud Vest Pack 1. Wie er sich so auf den Trails oder auf der Straße schlägt könnt ihr hier lesen.

 

Hardfacts:

  • Farbe: schwarz
  • Gewicht: 100g / 3.5oz
  • Material: Nylon / Polyester / Spandex
  • Besonderheiten:
    • Two rear zipped pockets
    • Two side stretch pockets
    • Whistle
    • V-Compression
  • Testkilometer: 150
  • Preis: um die 30 €

 

Erster Eindruck:

Als ich den Race Elite 3 das erste Mal in der Hand hielt, war er mir sofort sehr vertraut. Er wirkt wie das kleine Geschwisterchen meines Race Ultra 10. Das selbe Material, die selbe Haptik und Design. Mit seinen 100 g ist er verdammt leicht und passt zusammen gedrückt wohl in jede Hosentasche. Wer wie ich schon viele hundert Kilometer mit dem Race Ultra 10 zurück gelegt hat, der dürfte sofort mit Race Elite 3 warm werden.

Passform:

Durch die „V-Compression“ wird der Race Elite 3 gut gehalten ohne dabei ein zuschneiden. Die schmalen Gurte (auch hier, dieselben wie beim Race Ultra 10) lockern sich auch bei viel Bewegung nicht. Im Allgemeinen sitzt das Teil eng an der Hüfte ohne dabei zu hüpfen wie man es von vielen anderen Gurten kennt.

Asche auf mein Haupt, die Gurte sind verdreht.
Asche auf mein Haupt, die Gurte sind verdreht.

Taschen und Stauraum:

Der Race Elite 3 besitzt zwei recht große Taschen mit Reißverschluss und zwei offene Taschen aus Stretchmaterial. In einer der beiden verschließbaren Taschen befindet sich ein Gummiband an dem man seinen Schlüssel befestigen kann, wie bei Race Elite 10 eben. Auch hier verzichtet Inov-8 auf einen Haken aus Plastik so dass man den Schlüssel einfädeln muss. Das mag kompliziert erscheinen, so kann aber weder der Haken brechen oder sich der Schlüssel davon lösen. Sehr durchdacht und nebenbei spart es Material und somit auch Gewicht. Die zwei verschließbaren Taschen sind laut Inov-8 dafür gedacht um dort Wetterschutzbekleidung und Medikit etc unterzubringen.

In die Stretchtaschen passt allerdings Kram hinein. Seien es Riegel, Karte und Kompaß, ein Handy oder Abfall. Ideal für #cleanyourtrails Touren. Auch wenn sie nicht verschließbar sind, machen sie einen vertrauenswürdigen Eindruck. Die Tascheneingänge sind relativ eng so dass dort auch nur schwer etwas wieder raus hüpft. Da der Race Elite wie erwähnt sehr stabil sitzt, ist die Gefahr relativ gering.

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Der Race Elite 3 kommt außerdem noch mit zwei elastischen Schlaufen mit Hilfe derer man weiter Ausrüstung verzurren kann. Das könnte neben Stöcken eben auch weiter Bekleidung sein.

Schwachstellen:

Da er aus dem selben Material wie seine großen Verwandten der Race Ultra Serie gefertigt wurde, dürfte er auch die selben Schwachstellen aufweisen. Hierzu schaut ihr euch am besten den Bericht des Race Ultra 10 an.

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Leichte Abnutzung der Beschichtung nach ca. 150 km

Fazit:

Vor ein paar Wochen hatte ich recht spontan die Idee mir einfach mal den Rucksack umzuschnallen und zu schauen wie weit ich kommen würde. Da ich mich auf eine Nacht auf dem Trail eingestellt hatte, erschien mit mein 10 Liter Rucksack etwas zu klein. Dort bekomme ich zwar einiges wenn nicht sogar alles rein was man braucht, dann ist das Ding aber eben voll bis oben hin. Ein neuer, größerer Rucksack war mir zu teuer für ein erstmal einmaliges Abenteuer. Zudem wollte hat Josh von Orange Mud aktuell ein Modell in der Mache dass wohl alle meine Ansprüche erfüllen wird, es ist nur leider noch nicht produktionsreif. Was also tun? Bei meiner Recherche stieß ich auf den Race Elite 3 und da ich mit Inov-8 bisher ausschließlich sehr gute Erfahrungen gemacht hatte, musste ich das Teil quasi bestellen.

Das erste Mal so richtig zum Einsatz kam der Race Elite 3 beim Brockenmarathon wo er das Vest Pack 1 von Orange Mud ergänzte. Dort bewahrte ich meine Regenjacke, die Kamera, einen Buff und einen Beutel Studentenfutter auf. Studentenfutter ist btw. mein Futter Nummer eins bei langen Läufen geworden, gerne auch mit Cranberry gemischt. Deutlich günstiger als die meisten Riegel, perfekt in kleinste Portionen zu teilen und lecker…wenn man auf Nüsse steht. Auf den 42 km spürte ich den Gurt im Grunde kaum da er sich perfekt an (meinen) den Körper anschmiegt. Wenn ich etwas aus den Taschen benötigte, dreht ich ihn einfach noch vorne so dass ich auch während dem Laufen Zugriff zum Inhalt der Taschen hatte. An die beiden leicht seitliche angebrachten Stretchtaschen kommt man auch so jederzeit ran, allerdings finde ich es mit Handschuhen etwas schwer die Öffnung zu finden.

Den zweiten großen Einsatz hatte der Race Elite 3 bei meiner 80 km Moselsteig Solotour, dort ergänzte er den Race Ultra 10 perfekt. Alles andere wäre auch verwunderlich gewesen, kommen sie doch aus dem selben kleinen und innovativen Unternehmen. So trug ich auf dieser Tour meine Bekleidung größtenteils wieder im Rucksack und verstaute im Race Elite 3 meine Armlinge, einen Buff und die Handschuhe. Ebenso fand dort die Technik (Kamera und Handy) und ein Teil der Verpflegung seinen Platz. Im Grunde alles was ich recht schnell zur Hand haben wollte unterwegs.

Für wen loht sich denn jetzt der Race Elite 3?

Als allererstes quasi für jeden der entweder nicht immer Lust hat seinen Rucksack mit zu schleppen aber eben nicht auf seinen „Kram“ unterwegs verzichten will. In die Stretchtaschen passen grundsätzlich auch die 0,5 Liter Softflasks von Inov-8 so dass man auch bis zu 1 Liter an Flüssigkeit mitnehmen könnte. Getestet habe ich das allerdings nur mit einer Softflask und es war durchaus komfortabel. Mit einer zusätzlichen Kordel könnte man die sich leerende Softflask auch am wandern hindern. So kann sich jeder ausrechnen auf welchen Touren er den Race Elite 3 brauchen könnte, grade im Sommer wenn man wenig Wetterschutzbekleidung braucht, kommt man damit bestimmt „ewig“ weit. Wasserversorgung unterwegs vorausgesetzt.

Die zweite Zielgruppe könnten diejenigen die wie ich bestehende Rucksäcke und Trinksystem ergänzen wollen. Die zusätzlichen 3 Liter Stauraum verschaffen einem ein deutliches Plus an Flexibilität.

Für mich ist der Race Elite eine lohnende Anschaffung gewesen, wie schon die bei den Schuhen hat Inov-8 es geschafft ein auffällig unauffälliges Ausrüstungsstück zu produzieren das einfach funktioniert.

 

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Disclaimer: Dieser Beitrag ist NICHT in Zusammenarbeit mit Inov-8 entstanden. Ich habe den Race Elite 3 aus eigener Tasche bezahlt und es nicht bereut 🙂

 

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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


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