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Liebster Blog Award 2016



Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 15 Sekunden



Die Tage flatterte nach 2014 die zweite „Nominierung“ zum Liebster Award herein. Ich musste ein paar Tage darüber nachdenken ob ich sie annehme oder nicht. Damals waren es recht typischen Fragen zum Thema Laufen und Bloggen, ganz nett aber im Grunde eher nichtssagend. Mitgemacht habe ich damals dennoch, einfach als Zeitvertreib und um kein Spielverderber zu sein.

Diese aktuelle Nominierung kommt von Marco, dem Soulrunner und wartet mit sehr persönlichen Fragen auf. Das war auch der Grund warum ich erst darüber nach denken musste ob ich sie beantworte oder nicht und vor allem in welcher Tiefe.

Ich habe mich dazu entschieden ein paar Worte dazu zuschreiben, ernste Worte sind in diesem Blog ja nicht ganz fremd. Was ich allerdings nicht tun werde, ist den Liebster Award weiterführen denn ich bin noch immer kein Freund davon anderen Bloggern etwas „aufzudrängen“. Ich weiß, dass der Sinn der Geschichte damit nicht erfüllt wird.

Die Regeln sind, damals wie heute die selben geblieben. Elf Fragen beantworten, elf Fragen stellen und elf Blogger nominieren. Wie erwähnt halte ich mich nur an einen Teil dieser Regeln.

 

Die Fragen, die Antworten

 

  • Was sind Deine drei wahren Werte?

Bis vor ein paar Monaten hätte ich da noch recht spontan antworten können. Zur Zeit muss ich jeden Wert der mir eingefallen wäre überdenken und herausfinden ob er tatsächlich noch zu mir passt. Ich kann dir also darauf keine Antwort geben.

  • Was ist schlimmer, etwas nicht zu schaffen, oder es nie zu probieren?

Definitiv schlimmer für mich, ist etwas nicht probiert zu haben. Scheitern gehört zum Lernprozess dazu, scheitern ist grundsätzlich nichts schlimmes.

  • Was ist diese eine Sache, die du am liebsten an dieser Welt ändern würdest?

Schwierig. Grundsätzlich ist mir „diese“ Welt egal. Ich kümmere mich selten um Menschen die ich nicht kenne, mit denen ich keine Schnittmenge habe. Wichtig sind mir Menschen in meinem direkten Umfeld.

Etwas was aber sowohl Auswirkungen auf mein direktes Umfeld als auch „diese“ Welt haben dürfte, wäre wenn keiner mehr versuchen würde zwanghaft mehr als „die anderen“ zu haben und sich darauf konzentrieren würde einfach nur „ausreichend“ versorgt zu sein. Ich brauche weder viel Geld noch viel Besitz, ich brauche grade soviel dass es für mich und meine Familie ausreicht. Den Rest dürfen dann gerne andere haben.

Ein Spruch sagt, „Gott gebe jedem das Doppelt von dem was er mir wünscht“. Auch wenn ich nicht gläubig bin, passt das ganz gut denke ich. Einfach mal gönnen können würde viele Probleme lösen.

  • Nur durch Fehler lernt man. Wieso haben wir dann so viel Angst davor welche zu machen?

Weil Scheitern in unserer Gesellschaft immer noch als schlecht gilt. Aber mal ehrlich, in jedem Bereich des Lebens kommen wir an einen Punkt, an dem wir sehen dass es so nicht funktioniert. Dann ist es wichtig die richtigen Schlüsse daraus zu ziehen und den selben „Fehler“ kein zweites Mal zu machen. Oft sind es auch keine wirklichen Fehler die zu einem Scheitern führen, sondern eben einfach Schicksal, wenn man es so nennen will.

  • Was ist diese eine Sache, die du gerne tun würdest und was hält dich davon ab sie zu tun?

Frei sein. Was mich davon abhält? Die Gesellschaft und ihre Zwänge.

  • Wenn du einem neu geborenen Kind einen einzigen Rat geben könntest, welcher wäre das?

Sei du selbst, auch wenn es nicht immer leicht sein wird. Bleibe dir treu.

  • Wonach sehnt sich das Kind in Dir am stärksten?

Nach unbedingter Geborgenheit. Nach dem Gefühl sich um nichts Sorgen zu müssen. Die Leichtigkeit des Lebens. Kindliche Unbeschwertheit.

  • Was war die schwierigste Entscheidung Deines Lebens?

Eine sehr persönliche die auch noch zu frisch ist um sie hier „breit“ zu treten.

  • Was ist Deine früheste Kindheitserinnerung?

Ebenfalls sehr persönlich und im Nachhinein betrachtet eine Schlüsselsituation in meinem Leben. Die erste aktive Erinnerung ist die, dass ich den damaligen Freund meiner Mutter nicht in die Wohnung lassen wollten und mich ihm als 2 oder 3 Jähriger in den Weg gestellt habe. So alt dürfte ich in etwa gewesen sein, wenn ich mein Selbstbildnis mit dem meiner Kinder in dem Alter vergleiche. Hätte meine Mutter damals auf mich gehört wäre vieles anders geworden, unter anderem hätte ich dann wohl nicht die selben kleinen Geschwister die ich jetzt habe. Es war also auf einer Seite auch gut dass sie damals nicht auf mich „gehört“ hat. Das Leben und jede Entscheidung hat immer mindestens zwei Seiten. Egal wie wir uns entscheiden, wenn wir die Entscheidung rückgängig machen könnten würden wir meist auch viel verlieren.

  • Gibt es einen Unterschied zwischen leben und existieren?

Gibt es den wirklich? Oder wird uns das nur vorgegaukelt damit wir zufrieden sind weil wir ja im Gegensatz zu den „anderen“ tatsächlich leben weil wir das machen was uns glücklich macht? Kann man in einer Gesellschaft voller Zwänge überhaupt leben? Kann man als Teil des Systems überhaupt leben? Oder existiert man einfach nur um seine Aufgabe zu erfüllen?

  • Was bedeutet Freiheit für Dich?

Läuferisch ist diese Frage ganz einfach zu beantworten. Freiheit bedeutet für mich meine Schuhe anzuziehen und im Grunde ewig laufen zu können. Egal ob eine, zehn oder 20 Stunden. Ich bin in der glücklichen Lage mittlerweile läuferisch so „gut“ zu sein dass mein Körper und auch mein Kopf das können. Bis zu einem gewissen Punkt ist es für mich egal ob ich 10 km mehr oder weniger laufe, da ich weiß dass ich Distanzen laufen kann die ein Großteil der Bevölkerung nicht mal mit dem Auto einfach so zurücklegt, geschweige denn mit Hilfe der eigenen Muskelkraft.

Leider ist Laufen eben nicht alles. Im echten Leben ist es schwer wirkliche Freiheit zu erleben und ich denke da bin ich nicht mal im Ansatz frei. Ich muss arbeiten gehen um mir mein Leben und vor allem das meiner Kinder leisten zu können. Ich kann nicht das tun wozu ich Lust habe, das mag mal für eine gewisse Zeit möglich sein aber nicht dauerhaft.

In einer Hütte tief im Wald sähe das schon anders aus schätze ich.





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6 Antworten to “Liebster Blog Award 2016

  • Sehr schöne Antworten.
    Danke das Du mitgemacht hast.
    Das da keine „einfachen“ Fragen kommen hättest du dir bei mir aber denken können… oder? 😉

    Dann schicke ich dir auch noch ein Stückchen Kraft und Zufriedenheit um deine jetzige Situation meistern zu können. (Frage 8)
    Wenn man dich aufmerksam in auf Twitter & Co. verfolgt kann man sich die Antwort auch sparen.

    Bleib wie du bist und sei stark.

    Cu & Live Like Jay 🙂

    Marco aka Bodhi

    P.S. – das Alter-Ego Soulrunner ist begraben worden. 🙂

    • Sascha

      Natürlich war mir klar dass von dir keine 08/15 Nonsensefragen kommen. Bei den meisten anderen hätte ich die Nominierung auch in der Tat entweder ignoriert oder abgelehnt.

      Schade dass der Soulrunner begraben ist, das passte eigentlich ganz gut auch zu meiner Art bzw. dem Grund warum ich laufe.

      • Ich hatte einfach keinen Bezug mehr zum Soulrunner. Das Alter-Ego habe ich wohl zu lange (seit 2005) mit mir rumgeschleppt.
        Die Intension dahinter kam aus meinen tiefsten Innern. Das bleibt weiterhin bestehen.
        Nur jetzt unter meinen Nickname Bodhi den ich schon seit meiner Jugendzeit trage. 🙂

  • Huhu,

    Danke für deinen Einblick. Ich habe auch 11 Fragen hier die auf Beantwortung warten. Ich tu mich etwas schwer damit, sind es doch keine alltäglichen. Ich werde mich noch schwerer tun beim finden von 11 Fragen und stehe wie du vor der Entscheidung – weitergeben oder es auf dem Eintrag beruhen zu lassen. Beantworten werde ich sie aber.

    Viele Grüße, Eric.

    • Sascha

      Hi Eric,

      dann bin ich mal auf deine Antworten gespannt. Da hat es uns der liebe Marco nicht einfach gemacht, aber was ist schon einfach?

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