angetestet – Kalenji Kurzarm Laufshirt Trail



Geschätzte Lesezeit: 4 Minuten, 28 Sekunden



Kalenji Kurzarm Laufshirt Trail

Passend zur Kalenji Trail Baggy Short und den Kalenji Kiprace 3, habe ich das Laufshirt Trail zum Testen bekommen. Für 2016 hat Decathlon bzw. Kalenji seine Trailkollektion neu aufgelegt und das eine oder andere Ausrüstungsstück überarbeitet bzw. das Sortiment ergänzt. In diesem Bericht, der zugegebenermaßen recht kurz ausfallen wird weil ein Laufshirt nun mal nicht so viele Funktionen hat wie ein Rucksack oder so, werde ich euch meinen Eindruck schildern.

Hardfacts

  • Taschen: 2 kleine für die recht typischen französischen Gelformate in der „Zahnpastatube“
  • Sichtbarkeit: Reflektoren am Rücken bzw. im Nacken, an den Ärmeln und der Brust sorgen für eine hohe Sichtbarkeit bei Dunkelheit.
  • Belüftung: es befinden sich unter den Armen Belüftungszonen aus Mesh.
  • Feuchtigkeitstransport: hier verspricht Kalenji dass das Material den Schweiß aufsaugt und ableitet.
  • Material: Hauptgewebe : 100.0% Polyester (PES) Einsatz : 74.0% Polyester (PES), 26.0% Elasthan
  • Preis: 14,99 €

Passform

ich habe das Shirt in Größe M bestellt, bei einer Körpergröße von ca. 182 cm und aktuell um die 75 kg sitzt das Shirt angenehm eng, ohne zu drücken oder den Anspruch auf Kompression zu erheben. Mit Hilfe der Assistenten findet man recht schnell die passende Größe.

Messtabelle_TrailShirt

Ganz wichtig ist für mich beim Thema Passform dass das Laufshirt nicht reibt. Seit Jahren habe ich blutige Nippel vermeiden können und laufe daher immer, egal bei welchem Wetter mit einem enganliegenden Funktionsunterhemd durch die Gegend. Das Trailshirt habe ich vom ersten Lauf an ohne etwas drunter getragen da es angenehm eng anliegt. Bisher bin ich von Schmerzen auf Grund von Reibung verschont geblieben, lediglich die Naht des Zippers führte einmal zu Hautirritationen.

Funktion

In diversen Bewertungen auf der Decathlonseite wird davon gesprochen dass sich das Shirt beim Gebrauch nass anfühle und den Schweiß nicht vernünftig abtransportieren könne. Das hat mich etwas stutzig gemacht wenn ich ehrlich bin, grade ich als Vielschwitzer, wäre dann wohl recht schnell komplett nass.

Kalenji empfiehlt dieses Shirt für Trails bei Hitze, sollte also eigentlich mit viel Schweiß zurecht kommen. Beim ersten Tragen hatte es draußen um die 28° C und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit, harte Bedingungen für eine Funktionsfaser also. Mir lief der Schweiß in Strömen und das Shirt wurde immer nasser. Da ich aber noch nie an die Mär von trockenen Funktionsfasern geglaubt habe, hatte mich das auch nicht weiter beunruhigt. Das Prinzip der Kühlung beruht ja auf der Verdampfung von Flüssigkeit (Schweiß) auf dem Körper. Ein trockenes Shirt kann also diese Funktion überhaupt nicht erfüllen, ein Ding der Unmöglichkeit. Bei viel Schweiß und hoher Luftfeuchtigkeit sowieso.

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große Meshflächen an den Seiten

Ich lief also mit nassem Shirt weiter durch den Wald und trotz der hohen Temperaturen hatte ich nie das Gefühl zu überhitzen, der Kühleffekt durch die Verdunstung war absolut gegeben. Auch bei weiteren Läufen unter ähnlichen Bedingungen konnte ich das beobachten, so dass ich zu dem Schluss gekommen bin dass dieses Shirt tatsächlich in der Hitze funktionieren kann. Wichtig war dabei aber dass es sich nicht angefühlt hat wie es sagen wir nasses Baumwollhemd. Da war kein unangenehmes Tragegefühl, egal auf welcher Streckenlänge ich es getragen habe.

Taschenkonzept

Auch wenn ich gerade die langen Läufe immer mit Rucksack laufe, kann ich nie genug Stauraum am Körper haben. Hier ein Gel, da ein Riegel und dort eine Kamera oder das Handy. Zusammen mit der Trail Baggy Short hat man ausreichend Platz „am Mann“ um neben Flüssigkeit auch Nahrung und Kleinkram dabei haben zu können. Leere Riegelverpackungen passen perfekt in die kleinen Taschen und fallen auch nicht raus. #cleanyourtrails wird so zum Kinderspiel und es gibt keine Ausreden mehr seinen Müll einfach auf den Trails liegen zu lassen.

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Die Taschen sind grade groß genug für ein, maximal zwei Gels

Da das Shirt eng anliegt, hält der Inhalt der kleinen Taschen auch recht gut und schaukelt sich nicht zu sehr auf. Es passen aber auch maximal 2 Gels pro Tasche rein und das dann auch nur mit etwas Mühe. Ist aber absolut ausreichend und stabil.

Haltbarkeit

Nach bisher etwas um die 120 km in dem Shirt, sind an bestimmten Stellen erste Abriebstellen zu erkennen. Diese befinden sich vorne an der Brust bzw. im Bauchbereich, woher diese stammen habe ich noch nicht abschließen herausfinden können. Ich schätze dass sie vom Klettarmband meiner Laufuhr kommen, dagegen dürfte allerdings keine Funktionsfaser gewappnet sein. Der Rücken bzw. die anderen Berührungspunkte mit meinen Rucksäcken sind ohne Beschädigung. Bleibt man allerdings mal an einer Dornenhecke hängen, kann es schon passieren dass man sich einen Faden zieht. Normal, würde ich sagen.

Nach zahlreichen Wäschen ist das Material aber immer noch formstabil und das Shirt sieht wie neu aus. Da ich es auch oftmals mehrer Tage hintereinander getragen habe, aber nicht stinken wollte habe ich es ein paar Mal lediglich per Hand ausgespült. Klar roch das Shirt dann nie ganz frisch, es stank aber auch nicht. Das macht es zu einem Kandidaten den man auch auf Etappenläufen oder Soloabenteuern tragen kann.

 

Fazit:

Einmal mehr habe ich Gefallen an einem Decathlonprodukt gefunden. Die Passform ist gut (was sehr individuell ist, klar) und auch nach mehreren Wäschen stabil was für eine gewisse Qualität spricht. Der Feuchtigkeitstransport und die damit verbunden Kühlung klappt sehr gut und auch wenn das Shirt bei mir ganz deutlich nass wird, wird es dennoch nicht schwer und unangenehm zu tragen. Dank der Signalfarbe kann man quasi überhaupt nicht übersehen werden auf dem Trail, die reflektierende Applikationen tun ihr Übriges dazu. Die beiden Geltäschchen sind zwar etwas klein, die in Deutschland typischen Gelverpackungen passen aber trotzdem hinein. Der Reisverschluss ist leichtgängig und sorgt für ausreichend Luftzirkulation. Mit einem Preis unter 15€ ist das Trailshirt auch noch erfreulich günstig ohne dabei billig zu wirken. Aktuell scheint es nur die knallige Farbe zu geben, die Variante in grau mit signalroten (oder wars gelb?) Applikationen ist nicht mehr erhältlich.  Ein paar mehr Farbvariationen würden dem Shirt noch stehen, nicht jeder kann das knallige rot / orange tragen, bei mir beißt sich das etwas mit meinem roten Bart 😉 Aber hey, das ist Sport und keine Modenschau.

 

Disclaimer: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Decathlon und Trailrunnersdog – Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben entstanden um euch mit den aktuellen Infos zu versorgen und interessante Produkte vorzustellen. Alle Eindrücke und Meinungen zu diesem Produkt sind auf meinem Mist gewachsen.

 

 





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


2 Antworten auf „angetestet – Kalenji Kurzarm Laufshirt Trail“

  1. Dieses Trikot (in der Blau/Neongelben-Variante) ist mit Abstand mein Lieblings-Shirt zum Laufen. Ich finde es wirklich bemerkenswert, welche gute Qualität Decathlon hier für diesen Preis abliefert.

    1. Ich denke daran sieht man mal in etwa was wir für die Marketingkampagnen der Big Player so drauf zahlen müssen. Ich trage zum Beispiel Laufunterwäsche (Funktionsboxershorts) von Kalenji und die jetzt auch schon seit mehr als 3 Jahren. Erst Mitte des Jahres finge ein paar Exemplare an ihre Elastizität zu verlieren und sollten langsa ausgetauscht werden. Günstig (bzw. nicht überteuert) kann eben auch langlebig sein.

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