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Heißes Ding, der 5. RAG Hartfüsslertrail



Geschätzte Lesezeit: 11 Minuten, 56 Sekunden



5. RAG Hartfüsslertrail 58 km Ultradistanz

Im beschaulichen Saarland, das mittlerweile mehr oder weniger in bundesdeutsche Staatswesen integriert ist, finde seit 2012 der Hartfüsslertrail statt. Ende Mai 2012 wurde dort nach vielen Jahrhunderten der Abbau eingestellt und seitdem stehen die Anlagen dort still und größtenteils leer. Die Geschichte des Saarbergbaus könnt ihr am besten auf der Seite des Hartfüsslertrails nachlesen. Als Hartfüssler wurden die Bergleute bezeichnet die früher die weiten Wege von ihren Unterkünften bis zu den Gruppen zu Fuß zurück legen musste und das bei Wind und Wetter.

Der Lauf wurde mir immer mal wieder empfohlen in den letzten Jahren, passte aber irgendwie nie so wirklich in meine Planung. Nun ja, dieses Jahr eigentlich auch nicht. Aber was soll’s, irgendwann „musste“ ich da ja mal mitlaufen. So hatte ich mich also Anfang August noch flott angemeldet. Training wird ja bekanntlich total überschätzt, ich verließ mich einfach auf die (hoffentlich) konservierte Form aus der Kölnpfadvorbereitung. Knapp 60 km sollten ja irgendwie immer gehen. Angesichts der Tatsache dass ich im letzten Jahr ähnlich über den Panoramalauf um die Burg Are gedacht hatte, mehr oder weniger extrem leichtsinnig von mir. Ich hatte aber im Grunde echt vor wieder regelmäßiger laufen zu gehen, nur kam irgendwie immer etwas dazwischen. Ehe ich mich versah war auch schon Samstag vor dem Lauf und ich schleppte fleißig Kisten von einer Wohnung in eine andere. Abends dann komplett im Eimer ins Bett gefallen und davor noch schnell den Wecker gestellt. Sachen packen für den Start? Ach was…kann ich ja noch flott vor der Abfahrt erledigen.

Der Morgen vor dem Start

Als mein Wecker klingelte, ignorierte ich ihn ganz offensichtlich denn ich wurde erst 20 Minuten später wach. Zum Glück wurde ich überhaupt wach. Ich hatte mir am Vorabend noch still und heimlich gedacht, dass ich wenn ich verschlafen würde, ich einfach nicht fahren würde. Sollte ja auch echt warm werden an dem Tag und überhaupt #mimimi und so.

Ich kramte also in meinen Sportklamotten rum, suchte das passende Dress (der einfachste Teil des Ganzen) und packte sowohl meinen Inov8 Rucksack, als auch mein Vest Pack von Orange Mud inkl. Flaschen ein. Ich wollte unbedingt mal wieder mit dem Vest Pack laufen, die zu erwartenden hohen Temperaturen, die Tatsache dass das Vest Pack 1 nur eine Flasche fasst und die relativ große Entfernung zwischen den einzelnen VPs machten mich etwas unsicher. Als ich den Pulsgurt anzog, kam ich kurz ins Grübeln. Wo zu Henker hatte ich meine Laufuhr hingelegt? Ich flitze durch die Bude und schaute in jeden Rucksack, jede Tasche und auch jeden Karton. Fand die Uhr allerdings nirgends. Wäre ich nicht so spät dran gewesen, Saarbrücken liegt immerhin knapp 200 km entfernt, hätte ich auch ordentlich suchen können. Sachen am Vorabend packen? Brauch ich nicht, geht ja auch so. Am Arsch!

Es ist nicht so, dass ich nicht ohne Uhr laufen kann, ich beachte sie die meiste Zeit auf den langen Kanten eigentlich auch überhaupt nicht. Ein komisches Gefühl war es dann aber eben doch. Ich nahm mir vor, mir einfach jemanden zu suchen der eine Uhr bei sich trug. Für die Kilometerübersicht ist das ja schon ganz fein, nicht jeder Lauf ist kilometriert und es läuft sich einfach „besser“ wenn man weiß wo man sich auf der Strecke befindet.

Ich hetzte also ins Auto und fuhr los.

Am Startgelände angekommen

Die Autobahn war frei und so konnte ich meinem „Rocket“ wie meine Töchter das Auto immer nennen die Sporen geben. Ich kam dann auch gute 40 Minuten vor dem Start an, ausreichend Zeit die Startunterlagen zu holen und die letzten Vorbereitungen zu treffen. Ich kramte also in meinem Auto rum, füllte Flaschen und siehe da. Meine Laufuhr lag in einem Rucksack im Auto. Akkustand bei 67%. Tjoa… viel trödeln durfte ich dann wohl nicht, wenn ich die ganze Strecke aufzeichnen wollte.

Beim Abholen der Unterlagen traf ich Frank, mit dem ich bereits ein oder zwei Mal bei mir in der Gegend laufen war. Er hatte sich ebenfalls noch recht kurzfristig entschieden doch zu starten. Da er das einzige bekannte Gesicht war von dem ich wusste dass er in etwa mein Tempo laufen würde, blieb ich bei ihm und wir starteten den Lauf zusammen. Nach der üblichen Ansprache inkl. Sprechzeiten für die Ministerpräsidenten ging es dann auch schon los, zwar etwas später als 09:00, aber der Saarländer an sich gilt ja auch eher als gemütlich.

Der Start – endlich geht’s los!

Frank und ich gingen es von Anfang an so mittelgemütlich an. Machten also gemäßigt Tempo und schwammen mit der Masse mit. Geplante Ziel war so zwischen 7 und 8 Stunden, also insgeheim. Darüber sprachen wir nämlich nicht. Es stellt sich aber später eben heraus, dass wir die selben Ziele hatten für den Tag. Für mich sollte der Hartfüsslertrail eine Art Standortbestimmung nach einer Phase mit recht wenig Trainingsdisziplin sein, eine Art Grundlagentest.

Wir liefen am Absinkweiher Frommersbachtal vorbei in Richtung Berghalde Viktoria die mit 404 m die erste wirkliche Erhebung sein sollte. Nach guten 5 km ging es also die erste Halde hinauf. Charakteristisch für die Halden ist der dunkle Untergrund und der steile Aufstieg. Kurz und knackig im Falle von Viktoria.

Oben wartete dann sogar eine kleine Zwei-Mann-Kapelle auf uns.

RAG-Hartfuesslertrail-2016-024

Gegenlicht Fotografie klappt eben nur bedingt.

Es ging dann auch den selben Weg wieder hinunter, auch typisch für den Hartfüsslertrail. Mich persönlich hat das ein klitzekleines Bisschen genervt, so später im Verlauf des „Rennens“. Aber was soll man machen? Die Halden hatten meist keinen wirklichen Abgang und so musste man eben da runter wo man auch hoch gekommen ist. Die VPs waren so zwischen 8 und 11 km auseinander, bei dem Wetter gerade so ausreichend wenn man so wie ich nur mit 1200 ml unterwegs war. Mein Wasser reichte meist bis kurz vor dem VP so, dass ich immer dann wenn ich den Auffüllpunkt in meiner Nähe wähnte den Rest aus den Flaschen trank um diese dann komplett wieder aufzufüllen. Frank und ich machten an jedem VP eine kurze Pause um die Vorräte aufzufüllen, tranken ein paar Schlucke und aßen etwas.

Nach der ersten Halde im Püttlinger Stadtwald ging es Richtung Riegelsberg, weiterhin im Wald. Das beruhigte mich etwas, denn ich hatte in meiner mal wieder vorbildlichen (ich wusste bis nach dem Start nicht mal wie viele Höhenmeter mich erwarten würden) Vorbereitung irgendwie nur Bilder von den Halden gesehen. Deshalb war ich davon ausgegangen recht wenig Schatten auf der Strecke zu haben. Schatten gab es aber bis km 30 in etwa eigentlich ausreichend und es wehte zudem immer ein leichter Wind. Dass es an dem Tag über 30° C hatte, merkte ich nicht wirklich. Es war zwar warm und in der Sonne auch echt heiß und drückend, im Wald aber sehr angenehm. Darum liebe ich den Wald. Beim Briefing wurden wir vor dem Wald gewarnt, speziell vor dem Teil der uns nach der Halbmarathondistanz erwarten sollte. Das Urwaldschutzgebiet Steinbach- und Netzbachtal wird nämlich nicht mehr bewirtschaftet. Im Grund wie unser Wald, abseits der Traumpfade irgendwie.

Da bist du einmal unaufmerksam…

Vorher ging es aber bei km 17 in etwa noch auf den kleinen Fuji, einer kleinen Aufschüttung aus dem letzten Jahrhundert.

 

Ich wollte die Treppen ganz locker nach oben laufen, nach gehen war mir da grade nicht. Natürlich legte ich mich dann erstmal lang als ich an einer der unregelmäßigen Stufen hängen blieb und rutschte ein Stück nach unten. Knie und Ellenbogen leicht aufgeschlagen, Arsch und Hände kohlrabenschwarz. Auf den ersten Blick aber nicht weiter wild. Passiert, gehört zum Trailrunning ja auch irgendwie dazu. Die Macke am Schienbein sah ich auf Grund des Drecks nicht. Ich sollte sie aber später dafür umso mehr spüren.

Runter war ich dann etwas vorsichtiger und rutsche nur die letzen 3 oder 4 Meter kontrolliert nach unten. Ging dank des Schotter ganz gut und Spaß hat es auch noch gemacht. Hatte ein bisschen was von Kilian Jornet’s genialem Downhillvideo, ein ganz kleines Bisschen…

 

 

Der zweite VP wartete bei km 19,irgendwas an der Scheune Neuhaus auf uns, dort legten wir wieder die übliche Pause ein und verpflegten uns bevor es weiter ging.

 

RAG-Hartfuesslertrail-2016-039

einer von 5 gut bestückten VPs

Wir brauchten in etwa 2:26 Stunden bis dorthin, was dann inklusive der beiden Pausen an den VPs einen Schnitt von um die 7:18 ergab. So mittelschnell wie gesagt.

Wir trotteten so vor uns hin, gingen die Anstiege und trabten auf den welligen Passagen. Alles in allem ist die Strecke nicht großartig anspruchsvoll, es ist selten wirklich technisch und die bösen Anstiege findet man quasi immer an den Halden. Die Landschaft wechselt von Wald, über Siedlungen zu Abraumgebieten.

km 30, es wird heiß auf der Halde Göttelborn

Bei km 30 (plus / minus 3 km) in etwa sollte dann die Halde Göttelborn auf uns warten, die wurde uns bei jedem VP als echter Hammer angekündigt. Die Temperaturen waren mittlerweile etwas höher und gerade außerhalb des Waldes war es echt heiß geworden. Perfekt um zur Mittagszeit, nach inzwischen gut 4 Stunden auf eine grau-schwarz schimmernde Abraumhalde zu laufen. Vorher gab es allerdings noch einmal einen VP bei dem wir ausreichend tranken um für den sonnigen Teil gewappnet zu sein.

Über den sogenannten Himmelspfeil geht es hoch auf die Halde Göttelborn, einer ziemlich stattlichen Halde. Die Aussicht ist entsprechend beeindruckend. Man fühlt sich ein wenig wie auf einem anderen Planeten, einem verdammt öden und heißen Planeten.

Oben auf der Halde weht dann dafür ein ganz ordentlicher Wind der einen die Hitze vergessen lies.

Den flotten Downhill wieder nach unten habe ich mir natürlich nicht nehmen lassen.

Frank und ich quatschten mehr oder weniger die ganze Zeit, nun ja wer mich kennt wird ahnen, dass nicht ich der war der am meisten gesprochen hat. Frank hatte schon von Beginn an leichte Probleme mit seinem linken Vorfußbereich die so langsam dazu führten, dass er in eine Schonhaltung geriet. Diese Schonhaltung bewirkte dass dafür sein rechtes Bein stärker belastet wurde. Ihr kennt das Spiel sicherlich.

Vorbei am Schlammweiher, unterhalb der Halde Göttelborn ging es weiter in bewaldetem Gebiet. Wir passierten das Kraftwerk Weiher und streiften Quierschied bevor wir am VP4 bei km 39 wieder unsere Flaschen auffüllten. Der Marathon war schon fast geschafft.

Die alten Stollentürme und Werksgebäude sind schon ziemlich beeindruckend, ein echtes Stück Industriegeschichte durch das wir laufen durften. Die verlassenen Gebäude erinnern an alte Ego-Shooter Karten, finde ich.  Wie man an meiner Gesichtsfarbe glaube ich ganz gut erkennen kann, war es schon recht warm. Selbst der Wind schaffte es nicht immer den Schweiß im Gesicht zu trocknen, die Klamotten waren auch komplett nass. Mittlerweile spürte ich die Auswirkungen meines Sturzes zu Beginn des Laufes auf dem kleinen Fuji. Mein rechtes Schienbein war etwas angeschwollen und der Fuß nicht mehr so 100% beweglich. Es waren zwar keine richtigen Schmerzen, aber ein seltsames Gefühl. Beim Laufen an sich ging es aber ganz gut. Frank war dennoch beruhigt dass der Lauf kein Spaziergang für mich war, denn er hatte mittlerweile immer mal wieder mit Krämpfen zu kämpfen. Wir legten also Walkingpausen ein, sobald sich ein Krampf ankündigte und liefen wieder weiter, wenn er erfolgreich bekämpft war.

 

Ich ging die Downhills dann immer recht schnell an und wartete dann unten auf Frank, logischerweise war er bergab mit schmerzenden Vorfuß nicht mehr ganz so flott unterwegs. Aber auch das gehört zu einem Ultra dazu. Wenn es einfach wäre, könnte es ja jeder.

Die letzten 11 Kilometer bis zum Ziel

Bei km 47 dann wartete die Halde Lydia auf uns, eine weitläufige Halde durch und über die wir mussten. Dort zog sich der Himmel etwas zu und es begann doch tatsächlich etwas zu tröpfeln, Donnergrollen war ebenfalls zu hören. Wir freuten uns zwar über das kühlende Nass von oben, hatten aber zugleich etwas Bedenken bei Donner auf einer Halde zu stehen. Wir liefen also die Halde auf der anderen Seite wieder herunter und standen in der prallen Sonne. Nix mehr mit Bewölkung und Regen.

Bei Kilometer 50 durften wir dann endlich den Bach durchqueren, darauf freuten wir uns schon seit ein paar Kilometern. Endlich kaltes Wasser zum Kühlen! Dass das Bächlein dann mehr oder weniger warm war, wunderte uns etwas.

 

Während Frank sich entschloss seine Schuhe und Socken auszuziehen bevor er durchs Wasser ging, schlappte ich einfach durch und blieb eine Weile darin stehen. So kurz vor dem Ziel, es waren nur noch knapp 8 km ging ich das Risiko ein. Dank meiner Injinji Zehensocken und den wasserdurchlässigen Kiprace 3 von Kalenji hatte ich auch keine Probleme mit Blasen. Nach zwei oder drei Kilometern war dann auch alles Wasser wieder aus den Schuhen und meine Füße mehr oder weniger trocken. Aufgeweicht waren sie dann später im Ziel auch nicht.

Im Hintergrund sieht man Martin „Mannemer“ auf den wir irgendwann aufgelaufen sind und den wir für einige Kilometer nicht mehr „los“ wurden. Wir unterhielten uns unter anderem über den Gelita Trailmarathon und den UTMB. Fachgesimpel auf dem Trail eben.

Letzter VP war dann bei km 50. Dort herrschte eine sehr ausgelassene Stimmung und es gab Zwetschgen- und Honigkuchen, so dass ich befürchtete die letzten Kilometer würden dank vollem Bauch eine Qual werden.

Der letzte Downhill

Auf der letzen Halde, der Bergehalde Grünlingstraße konnte ich dann nochmal einen flotteren Downhill wagen, danach wurde es nämlich wieder mehr oder weniger flach.

 

Oben auf der Halde blies wieder ganz ordentlich der Wind, ich glaube im Winter will ich da oben nicht stehen müssen. Die Aussicht war aber mal wieder toll.

 

Mag sein dass meine Kilometerangaben nicht immer ganz korrekt sind, aber meine Fenix 1 ist da etwas eigen. Ich hatte dann zu Schluss auch schon 60 km auf dem Display als der Akku leer, aber ich noch nicht im Ziel war.

Auf den letzten 5 Kilometern waren dann sogar Schilder angebracht die das Ziel ankündigten, sehr gut für die Motivation. Der Rest der Strecke war nämlich nicht kilometriert so dass man keine offiziellen Angaben unterwegs hatte.

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Der Zieleinlauf

Kurz vor dem Ziel holten wir dann auch Martin wieder ein und liefen zusammen durch den Zielbogen.

Fazit

Ich bin ein wenig zwiegespalten was den Lauf angeht. Vielleicht waren meine Erwartungen etwas zu hoch im Vorfeld, denn wirklich jeder hatte von einer super schönen Strecke geschwärmt. Was ich vorfand war eine schöne Strecke, ohne Frage. Es ist in unseren Gefilden auch nun mal normal, dass man auch mal Teile der Strecke durch Ortschaften führen muss. Das trägt auch zur besseren Sichtbarkeit unseres Sports bei, wenn Ottonormalbürger und Bekloppte auch mal sieht. Die Halden sind echt eindrucksvoll, allerdings könnte ich mir vorstellen dass ich mich beim zweiten Mal dann schon wieder daran satt gesehen hätte. Die Strecke verläuft auf zum Teil historischen Pfaden, dort wo wir zum Spaß rum gerannt sind, mussten die Kumpels früher lang um ihre Familien ernähren zu können. Der Lauf hat definitiv Geschichte!

Abgesehen von den Halden ist die Strecke aber recht typisch für unsere Mittelgebirgsregionen. Man läuft mehr oder weniger immer durch welligen Wald, mal sind die Wege breiter und mal schmaler. Wie zuhause eben auch.

Empfehlen kann ich den Lauf aber eben trotzdem, denn die Strecke ist bis auf wenige Teile wirklich schön zu laufen. Die Halden und alten Industriegebäude kann man sich ruhig mal anschauen, gerade wenn man das noch nie gesehen hat.

Dank der 4 verschiedenen Distanzen, angefangen von 7,5 km, 14 km, 30 und der 58 km Ultrastrecke ist echt für jeden etwas dabei. Die Markierungen waren zum Teil etwas spärlich, grade die Kreidepfeile dürften zum Teil etwas größer sein. Man sieht aber auch auf der Strecke dass wohl unterschiedliche Markierungstrupps unterwegs waren, denn phasenweise waren die Pfeile dann echt groß und auffällig genug.

Gut gefallen hat mir, dass es bis auf wenige Ausnahmen keine Einwegbecher gab und jeder Läufer selbst für sein Trinkgefäß sorgen musste. So hielt sich der Müll um die VPs herum echt in Grenzen. Sehr lobenswert! Die VPs an sich sind gut ausgestattet und die Helfer sehr motiviert. Egal ob sie dir etwas zu trinken oder eine Wasserdusche angeboten haben, man hat denke ich gespürt dass sie gerne für uns da draußen stehen.

Für mich war der Lauf wie weiter oben schon erwähnt eine Art Standortbestimmung, auch wenn wir auf Grund der Krämpfe von Frank dann doch die 7-8 Stunden nicht gepackt haben war der Lauf für mich erfolgreich. Ich hatte zwar logischerweise gegen Ende schwere Beine und auch der Flüssigkeitsverlust hat sich bemerkbar gemacht, aber wie mir scheint hat mein Körper noch nicht vergessen wie man Ultras läuft.

 

Danke Frank für deine Begleitung, zu zweit macht es eben doch immer ein wenig mehr Spaß als alleine. Glückwunsch zum Finish bei deinem zweiten Ultralauf, auch hierfür hast du dir keinen ganz einfachen ausgesucht.

RAG-Hartfuesslertrail-Finisher

 

 

 

 





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10 Antworten to “Heißes Ding, der 5. RAG Hartfüsslertrail

  • Ich bin nach der letzten Halde ein wenig in Eurer Nähe gelaufen (hellblauer völlig überpackter Salomon-Rucksack). Es war schon beeindruckend, wie Du ein paar hundert Meter nach der Halde noch auf scheinbar superstarken Beinen ein paar Treppen hinuntergelaufen (geflogen?) bist. Das hat mir tatsächlich auf den letzten Kilometern noch ein wenig Energie und Motivation gegeben.
    Sah aus, als könntest Du noch locker 30 Kilometer dran hängen …
    Keep Running.

    • Sascha

      Gutwn Morgen Rene,

      freut mich dass ich dich so noch etwas motivieren konnte. Ich war in der Tat noch relativ frisch und hätte noch ein paar Kilometer dranhängen können, stimmt. Bergab kann ich aber im Grunde auch immer irgendwie solange meine Füße nicht total Matsch sind.

      Warst du der Läufer dessen Frau / Freundin an jedem VP gewartet hat?

      Gruß
      Sascha

      • Ja, genau der Läufer war ich. Maggy (meine Freundin) spielt bei Ultras inzwischen gerne meine Crew und liefert Austausch-Klamotten und Gel-Nachschub. Sehr angenehm.

        • Sascha

          Das finde ich toll 🙂 Wir hatten zwischendurch mal gescherzt dass sie das nächtste Mal Einen ausgeben muss wenn wir uns noch mal treffen.

  • Danke für den Bericht.
    Suche für nächstes Jahr noch n paar spannende Abenteuer, und der hier kommt auf jeden Fall in Frage

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