angetestet – Viking Anaconda Boa GTX



Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 18 Sekunden



Viking Anaconda Boa GTX

Testet der jetzt auch Wanderschuhe? Eine berechtigte Frage wie ich finde. Ich bin noch immer auf der Suche nach dem passende Schuh für den Kölnpfad und suche in allen Richtungen. Bequem soll er sein, stabil soll er sein. Langstreckentauglichkeit wäre auch etwas was er mitbringen sollte. Eigentlich sollte er auch recht leicht sein. Das ist der Anaconda Boa von Viking Footwear nicht, wenn man Laufschuhmasstäbe anlegt. Allerdings nicht er auch nicht so arg viel schwerer als zum Beispiel ein Ultra Raptor von La Sportiva.

Der Anaconda Boa passt in die Rubrik „Speed Hiking“ und ist somit ein sportlicher Wanderschuh. Da „Speed Hiking“, auch wenn es wohl nur ein Marketingding ist doch auch schon dem nahe kommt was der durchschnittlich begabte Ultraläufer so ab einer gewissen Distanz eben macht, kann der Schuh eventuell sogar funktionieren. Die Jungs und Mädels von Viking sind zumindest davon überzeugt weswegen sie mir genau diesen Schuh geschickt haben.

Das sagt Viking über den Anaconda Boa GTX

Ein echter Allrounder in pfiffigem Design: Der Anaconda IV wurde für komfortable, trittsichere Spaziergänge, Wanderungen und Zustiege gemacht.

Das bequeme Boa®-Verschlusssystem mit seinem mittig angebrachten Rädchen ermöglicht schnelle und einfache Anpassungen. Eine neue, in das Boa® System integrierte TPU-Stütze verbessert beim Anpassen des Schuhs die Stabilität am Knöchel und im Fersenbereich. Eine robuste GORE-TEX® Membran garantiert trockene Füße und Feuchtigkeitskontrolle. Schmerzen nach langen Touren gehören dank der stoßabsorbierenden EVA-Zwischensohle der Vergangenheit an.

Auch in Sachen Grip ist auf den Anaconda IV Verlass. Die robuste UGC®-Sohle mit tiefem Profil aus Naturkautschuk sorgt auf jedem Untergrund für maximale Trittsicherheit.

Wer ein Multitalent sucht, wird bei dem beliebten Anaconda IV fündig

 

 

Hardfacts:

  • Gewicht: 455 g in Größe 41 laut Hersteller
  • Schnürung: Boa® Schnürsystem
  • Sohle: Ultimate Grip Concept®-Sohle
  • Testkilometer: 70

 

Erster Eindruck

Schon auf den ersten Blick wirkt der Schuh sehr massiv, er sieht zwar aus wie ein Sportschuh ist es aber nicht. Die Verarbeitung ist sehr gut und verspricht eine lange Haltbarkeit des Schuhs. Farblich sehr auffällig und dennoch alltagstauglich, die erste Woche hatte ich ihn auf der Arbeit an. Allerdings kümmert sich auch kaum einer darum wie ein ITler so rum läuft.

Passform und Schnürung

Mein Modell hat die Größe 45 und passt wie angegossen ohne den Fuß einzuengen. Meine sonst recht häufig auftretenden Probleme mit einem zu engen Mittel- und Vorfußbereich habe ich hier nicht. Mein hoher Spann wird durch die Schnürung nicht eingeengt und es drück somit nichts. Die Schnürung ist gewöhnungsbedürftig, aber interessant. Das BOA Disksystem erinnert mich an das Disc System dass damals in den 90 ern Mal bei Puma glaube ich zu finden war. Es lässt sich soweit gut dosieren und hält den Fuß fest im Schuh, sogar bei flotten Downhillpassagen die für einen Hiking Schuh ja nicht gerade typisch sind. Dank der großen Disk kann in Situationen die es erfordern auch schnell und präzise die Schnürung justiert werden. Zieht man an der Disc löst sich die Schnürung komplett.

Obermaterial

Der Viking Anaconda Boa GTX ist wasserdicht, das lässt der Zusatz GTX ja schon vermuten. Das Obermaterial ist etwas steifer als „normale“ Schuhe ohne GTX, macht aber einen robusten Eindruck. Dieser Schuh ist mein erster Outdoorschuh mit Goretex Membran wenn ich ehrlich bin, wobei… mein Hundespaziergehschuh von Lowa hat die Membran ebenfalls.

Sohlenkonstruktion

Die UGC® – Ultimate Grip Concept Sohle besteht aus einer ziemlichen Weichen Kautschukmischung die förmlich am Boden klebt. Das asymetrische Sohlenprofil soll für den nötigen Halt im Gelände sorgen und dank des multidirektionalen Profils die Bremswirkung optimal auf dem Trail bringen.

Grip und Dämpfung

Die spürbar weiche Sohle gibt ausreichend Halt auf trockenen und feuchten Trails, sowohl beim Gehen bergauf als auch im schnellen Downhill. Ähnlich wie einen Panzer konnte ich die Anaconda nicht in die Bredoullie bringen mich aus der Kurve tragen zu müssen. Auf Asphalt, der sich ja leider nicht immer vermeiden lässt wirkt die grobe Sohle nicht störend. Die großzügige Dämpfung schluckt vieles auf dem Trail so dass auch größere Steine dem Fuß wenig anhaben können. Die Dämpfung spricht ganz klar für einen Schuh der sich auf der Langstrecke wohlfühlt.

 

Herstellerbilder

Disclaimer: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit Viking Footwear und Trailrunnersdog – Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben entstanden um euch mit den aktuellen Infos zu versorgen und interessante Produkte vorzustellen. Alle Eindrücke und Meinungen zu diesem Produkt sind auf meinem Mist gewachsen.





Gefällt dir was du gelesen hast? Dann würde ich mich freuen wenn du den Beitrag fleißig in den sozialen Medien teilst und so auch anderen die Chance gibst meine Beiträge zu lesen. Ich freue mich ebenfalls über einen Kommentar von dir zum Thema.Wenn du möchtest kannst du diesen Blog auch auf Steady unterstützen, ich würde mich sehr darüber freuen.
SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


2 Antworten auf „angetestet – Viking Anaconda Boa GTX“

  1. Der Test hat mich neugierig auf den Schuh gemacht! Ich war/bin ja immer noch auf der Suche nach dem perfekten Schuh für meine Langdistanzmärsche. Bislang hab ich auch auf so einen Hybrid aus Trailrunning- und Hiking-Schuh von Salomon gesetzt. Ggf. sollte ich den Viking mal unter die Lupe nehmen. Danke für den Tip!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.