#koelnpfad171 – Woche 20



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Vorbereitung auf den #koelnpfad171 – Woche 18 (14.05. – 20.05.)

Die Woche vor dem Supermarathon beim Rennsteig war irgendwie eine kurze und faule Woche. Das war zwar mit Nichten so geplant, hat sich aber so ergeben. Arbeitsbedingt konnte ich leider nicht so oft mit dem Rad in die Firma fahren wie geplant. So wurde es eben dann doch eine Art Ruhewoche. An diese Art Wochen werde ich mich jetzt aber langsam gewöhnen müssen, da nach dem Rennsteig Supermarathon mit dem Rheinsteig Extremlauf, dem Rheinburgenweglauf und dem Fidelitas Nachtlauf die harten Brocken recht dicht getaktet folgen werden. Demnach habe ich die Tage dazwischen erstmal nicht mit Training verplant sondern werde jeweils nach den Läufen schauen was mein Körper sagt und dann entweder regenerieren oder eben laufen.

Die Einheiten


 

14.05.2016

Distanz: 13,8 km

Zeit: 1:24:42

Ein Morgenlauf und was für einer. Der Körper schrie laut „lass mich in Ruhe und geh ins Bett!“, aber ich lief dennoch weiter. Nach anfänglich geplanten 2 Stunden, sollten es dann nur 90 Minuten werden so mein Plan. Als ich dann aber schon nach 40 Minuten drehte und mir ein Gel rein zwängte war mir klar, ankommen ist alles. Ich kam einfach nicht in Fahrt. Puls lag nur bei knapp 70% HFMax.


15.05.2016

Distanz: 29 km / 956 Hm

Zeit: 3:36:xx

Ein ganz anderer Lauf wie der am Vortag. Später gestartet, alles andere als flach und einfach mal wieder nötig. Die 2 Burgen Tour bei mäßig gutem Wetter, etwas bewölkt aber mit 15° ausreichend warm für einen langen Lauf mit Bonni. Viele Wanderer und Touristen sahen das wohl ähnlich und so waren die Wege rund um die Burgen Pyrmont und Eltz recht voll. Es waren auch ungewöhnlich viele Hunde unterwegs, nicht alleine versteht sich wobei ich mir da oft nicht ganz sicher war wenn wir nach einer Kurve dann zum wiederholten Male vor einem fremden Vierbeiner standen. Vom Besitzer war dann oft erstmal nichts zu sehen. Also hieß es für Bonni (die außer zum Baden immer an der Leine war und auch sonst ist) und mich, anhalten, ein paar Schritte zurück gehen und auf Herrchen und Frauchen warten. Extrem lästig, aber nun mal nicht vollkommen zu vermeiden wenn man auf einem beliebten Wanderweg unterwegs ist.

Die Krönung war allerdings ein Holländer der mit versicherte dass sein Hund ja nix tun würde. Meinen Hinweis dass ich Bonni ja nicht umsonst an der Leine führen würde, quittierte er mit einem Lächeln. Seine Hündin scherte sich dann auch einen Dreck um seine Kommandos, kam auf uns zu und begann an Bonni zu schnuppern. Ich überlegte kurz ob ich das Risiko eingehen sollte Bonni von der Leine zu nehmen um sie den Köter durch den Wald jagen zu lassen, entschied mich dann aber dafür es nicht zu tun. Just in dem Moment ging die kurze Beißerei dann auch schon los und nach einem Tritt von mir und ein paar Bissen von Bonni zog die andere Hündin dann auch mit gekniffenem Schwanz davon.  Das Ergebnis war ein blutender Finger und eine nervöse Bonni.

Zum Glück nichts weiter schlimmes, auch wenn meine blutverschmierte Hand und das vollgetropfte Knie für etwas Verwirrung bei den Wanderern sorgte. Mir wurde mehrfach Hilfe und Verbandmaterial angeboten was mich freute auch wenn ich es dankend ablehnte. Dadurch dass ich den Finger in der Eltz spülte, sah es schlimmer aus als es war.


 

16.05.2016

Ruhetag, so grundsätzlich. Ein Tag im Kölner Zoo mit 5 Kindern und 4 Erwachsenen ist eben kein wirklicher Ruhetag. Mit Bollerwagen und großem 30 Liter Rucksack voll mit Verpflegung und Wechselklamotten für die Kinder ging spazierten wir von Gehege zu Gehege. Ab und an hatte ich dann auch noch eines der Kinder auf dem Arm oder den Schultern, das Übliche halt 🙂 An dem Tag war ich mal wieder froh über eine recht gute körperliche Fitness zu verfügen, denn einige der anwesenden Väter sahen deutlich geschaffter aus als ich und saßen dann auch am Spielplatz erschöpft auf den Bänken während ich mit der Mittleren auf dem Klettergerüst unterwegs war.


 

17.05.2016

Distanz: 74 km bike2work und zurück

Zeit: 2:50:xx

Der Hinweg ging noch recht gut von Statten, mit 1:15:xx für die 36 km liege ich so bei dem was ich immer brauche. Mittlerweile schaffe ich auch die letzten Anstiege ohne großartig aus der Pust zu sein und die ganze Strecke generell so dass ich entspannt ankomme in der Firma. Wäre ich jemand der hart körperlich arbeiten müsste, müsste ich nicht mal duschen schätze ich.

Der Rückweg hingegen war ein Graus, Gegenwind und Hunger. Ich hatte vormittags wenig gegessen, mehr als zwei Bananen, Kaffee und zwei Stücke Kuchen gab es nicht in der Firma. Zum Glück hatte ich mir morgens zwei Gels eingepackt die zumindest dafür sorgten dass mir die Kraft nicht komplett ausging. Gegen den Hunger an sich, halfen sie allerdings nichts.

Hinweg

Rückweg

Distanz: 9 km bei 68% HFMax

Zeit: 55:47

Letzter lockerer Lauf vor dem Rennsteig Supermarathon am Samstag. Die Rückfahrt von der Arbeit hatte viel Kraft gekostet, gefühlt den ganzen Nachmittag war ich am Essen und startete auch zu meiner Runde mit einem Gefühl als hätte ich Hunger. Zu wenig getrunken hatte ich auch den Tag über. Dennoch lief es recht gut, ich konnte ganz entspannt meine Runde drehen. Im Gegensatz zum Morgenlauf am Samstag war der niedrige Puls auch kein Problem sondern so gewünscht.

Wochenabschluss

Mit drei Läufen in der Woche eine Standardwoche mit leichter Entlastung gegen Ende. Bike2work nur einmal da es sonst nicht gepasst hat wegen anderen Terminen. Krafttraining  gab es auch jeden Tag. Bis auf zwei Einheiten ist es aber bei den morgendlichen Liegestütz geblieben. Mit meinem neuen Folterwerkzeug habe ich ne Menge „Spaß“, unglaublich wie schwer so 08/15 Übungen wie Liegestütz und Unterarmstütz werden können wenn man an zwei Schlaufen hängt.

 Anzahl EinheitenZeit in hDistanzHöhenmeter
Laufen35:56:5251,97 km1106 hm
Kraft62:10:00--
Rad22:49:3374,51 km701 hm
Gesamt1109:55:xx126 km1807 hm

Und sonst so?

Häufig höre ich von Kollegen und Freunde dass sie trotz Sport nicht abnehmen würden, Paula von Laufvernarrt hat mal die häufigsten Ursachen zusammen gefaßt.

Warum nehme ich nicht ab?

Monatelange Vorbereitungen kenne ich ja jetzt mittlerweile auch, seit Anfang des Jahres gibt es diese Serie hier ja schon. Viele Kilometer und Stunden habe ich investiert für mein großes Ziel den Kölnpfad. Carola hat eine ähnliche Vorbereitung hinter sich und wollte sich beim Mammutmarsch 2016 ihre wohlverdiente Belohnung, das 100 km Wanderfinish abholen. Warum das nicht geklappt hat, hat sie in ihrem Blog geschrieben. Extrem ärgerlich das Ganze!

Mammutmarsch 2016 – Abbruch in der Nacht: Wenn die Sanitäter ausgehen

Am 29.05. findet der 1. Ruhrpodcastlauf (Tolles Wort übrigens) vom running-podcast statt, alle Hörer des Podcasts sind dazu herzlich eingeladen. Wer also nichts vor hat und in der Nähe ist, sollte da mal vorbei schauen.

1. Ruhrpodcastlauf Sonntag, 29.05.2016 ** 2. Update **

 

Ebenfalls am 29.05. findet der legendäre Rheinsteig Extremlauf statt, dieses Jahr in der 9. Ausgabe. Wie schon 2015 werden Bonni und ich wieder Teil des Schlussläuferteams sein. Wie es uns das letzte Mal ergangen ist könnt ihr hier nach lesen:

8. Rheinsteig Extremlauf – den Letzten beißen die Hunde!

Das wird dann meine 3. Teilnahme werden, der Blog Post zum 7. Rheinsteig Extremlauf war dann auch gleich mein erster Blogbeitrag. Der RHEX, Bonni und ich haben also eine gemeinsame Geschichte 🙂

Wenn ihr diesen Post hier lest, dann bin ich bereits gute 3,5 Stunden auf dem Rennsteig unterwegs, drückt mir die Daumen dass mir meine Laufpartnerin Frau Laufstrumpf nicht davon läuft 🙂





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


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