angetestet – Jabra Sport Coach Wireless



Geschätzte Lesezeit: 5 Minuten, 20 Sekunden



Jabra Sport Coach Wireless

Schnurlose Sport-Kopfhörer mit intelligentem Audio-Coaching – optimiert für Cross- und Indoor-Training. Mit integrierter Cross-Training-App

Ihr kennt das, kabelgebundene Kopfhörer nerven immer irgendwie. Egal wie teuer und gut sie sind, es hängt halt immer ein Kabel dran das sich am Rucksack verheddert und gegen den Körper schlägt, was dann oft ein dumpfes Klopfen erzeugt. Der Musikgenuss wird getrübt und man reißt sich unter Umständen ab und an den Kopfhörer aus dem Ohr, was nicht immer ohne Schmerzen von Statten geht. Will man sein Handy wasserfest verpacken, stören die Kabel auch irgendwie.

Lange hatte ich allerdings Vorbehalte gegenüber den Bluetoothgeräten und vollständig sind sie noch noch ausgeräumt. Welche das sind und was mir an dem Jabra Sport Coach Wireless gut gefallen hat könnt ihr in den nachfolgenden Zeilen lesen.

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Alles dabei was man benötig und das hochwertig verpackt.

Hardfacts:

  • Technologie: Bluetooth, NFC Pairing
  • Sound: Dolby Sound
  • Features: intelligentes Audio-Coaching, Trackfit Bewegungssensor
  • Gewicht:
  • Zubehör: 2 FitClips, 4 EarGel™-Sets und 3 EarWing-Sets
  • Gewicht: 16 Gramm
  • Akkulaufzeit: ca. 4,5 – 5 Stunden
  • Preis: 149,99€

 

Erster Eindruck

Der Jabra Sport Coach kommt in einer recht aufwendigen und hochwertigen Verpackung daher und wirkt schon auf den ersten Blick hochwertig. Man hat bei der Bestellung die Auswahl aus drei Farbvarianten, gelb, rot und blau. Jeweils die EarGels und EarWings sind dann in der jeweiligen Farbe.

Passform

Dank der drei verschiedenen Größen der EarGels und -Wings sollte für nahezu jedes Ohr etwas dabei sein. Bei unterschiedlichen Ohren kann man natürlich auch variieren, so habe ich es gemacht. Das Verbindungskabel des Sport Coach kann man mittels des sog. FitClips noch entsprechend „kürzen“ so dass der Kopfhörer gut sitzt. Wenn man die richtigen EarGels und -Wings nutzt, halten die Kopfhörer auch bei größerer Bewegung, wie es sich für Sportkopfhörer gehört.

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Klang

Zum Klang kann ich nichts Negatives sagen, sowohl Telefongespräche als auch meine Musik (Metal) klingen ganz gut. Mit Sicherheit nichts für Klangfetischisten aber man soll damit ja auch Sport machen und sich darauf konzentrieren. Was mir aufgefallen ist, ist dass Musik mit mehr Bass auch besser klingt als hohe Töne. Techno und Elektofans dürften also mehr Spaß haben als Metalheads.

Bedienung

Der Jabra Sport Coach verfügt am Kabel, das zum rechten Ohr führt, über eine Bedieneinheit mit drei Knöpfen.

  • Lauter / Vor
  • Leiser / Zurück
  • Stopp / Pause / Fortsetzen

Die Funktionen sind sehr intuitiv und unterscheiden sich nicht vom Standard, den man von anderen Produkten kennt. Gut , denn so muss man sich nicht umgewöhnen.

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Zusätzlich gibt es noch eine Taste am linken Ohrhörer, diese Taste startet die App und / oder die Aktivitäten.

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Smart Funktionen

Der Sport Coach hat einen integrierten Schritt- bzw. Bewegungsensor, der den Bluetoothkopfhörer mit der Sport Life App in einen Fitness Tracker verwandelt. Wie man es von den gängigen Fitness Apps so kennt, kann man auch mit der Jabra App Aktivitäten aufzeichnen und auswerten. In regelmäßigen Abständen bekommt man diverse Werte angesagt wie zum Beispiel die Schrittfrequenz, Pace des letzten Kilometers, Gesamtzeit etc. Das funktioniert alles auch wunderbar, ist aber natürlich abhängig vom eingesetzten Smartphone bzw. dessen GPS Moduls.

Zusätzlich gibt es noch vordefinierte Trainingsprogramme, die sich alle im HIIT Bereich befinden. Diese Cross Trainingsfunktion gibt einem dann Übungen, wie die bei mir verhassten Burpees oder Kniebeuge vor. Folgt man den Anweisungen, kommt man ganz ordentlich ins Schwitzen. Wer sich keine Gedanken um den Inhalt seines Crosstrainings machen will, kann hier ganz einfach ein kurzes, forderndes Training absolvieren, eine Funktion, die mir gut gefallen hat und etwas Abwechslung in mein Training bringen konnte. Diese ganze Crossfit Hüpferei lasse ich nämlich meist bleiben, weil es mir schnell zu doof wird. Mit einem „Coach“ habe ich mich das eine oder andere Mal dann aber doch aufgerafft. Wem die vordefinierten Zirkeltrainings nicht ausreichen, der kann sich selber Trainings definieren und sich nach Lust und Laune richtig fertig machen.

Obwohl ich ja bekanntermaßen Läufer bin, war es für mich eher weniger interessant, mir ein Lauftraining mit der App zusammen zu stellen. Wirklich Sinn ergibt das meiner Meinung nach nur wenn man auch wirklich komplizierte (im Sinne von kurzen, schnellen und ungeraden) Intervalle läuft und nicht wie ich auf einem Radweg mit markierten Kilometern. Meine Intervalle sind – wenn ich sie denn mal laufe – eben 1000 m oder länger.

Anhand eines Crosstrainings will ich euch mal die Auswahlvielfalt dieser App zeigen, die hat mich echt überrascht. Der Audio Coach führt durchs Training und sagt die jeweils nächsten Schritte an, so dass man nicht aufs Display schielen muss. Man wird also auch nicht durch aufpoppende Social Media Nachrichten abgelenkt.

Akkulaufzeit

Die Akkulaufzeit ist der große Punkt, der mich bisher davon abgehalten hat Bluetoothkopfhörer zu verwenden. Laufzeiten von um die 5 Stunden klingen zwar ganz passabel und dürften für die meisten Läufer / Läufe auch ausreichen, wird es mal länger, wird es halt auch mal schnell eng. Zudem hatte ich in der Vergangenheit bei reinen BT Headsets fürs Handy immer das Problem, dass die Dinger leer waren, wenn ich sie mal gebraucht habe.

Da ich den Jabra Sport Coach aktuell jeden Tag nutze, um entweder Musik zu hören oder zu telefonieren, sei es beim Sport oder eben so, wird das Gerät auch jeden Abend geladen. So umgehe ich das Problem, dass der Akku nicht ganz voll ist, wenn ich das Gerät am Tag das erste Mal einschalte. Wie lange der Akku das Spielchen mitmacht wird sich zeigen, denke ich. Meist komme ich so den ganzen Tag damit aus, wenn ich das Gerät abschalte, sobald abzusehen ist, dass ich es nicht benötige. Im Auto telefoniere ich eh mit der verbauten Freisprecheinrichtung.

Meine Trainingsläufe sind aktuell maximal 4 bis 5 Stunden lang, wenn ich alleine laufe und Musik dabei höre. Somit höre ich öfter am Ende des Laufes, dass der „Akku gering“ sei, was aber nicht stört, da ich dann meist noch bis ans Auto komme.

Längere Läufe laufe ich meist nur in der Gruppe oder mit einem Partner, dort entfällt dann die Musik auf den Ohren.

Ein „Problem“ könnten längere Wettkämpfe werden, die dann auch mal über die doppelte der Akkulaufzeit betragen können. Klar, dort höre ich nicht immer die ganze Zeit über Musik, aber wenn dem Jabra Sport Coach dann nach 12 oder mehr Stunden auf den Beinen der Saft und mir somit die Musik ausgeht, kann das ein recht ungünstiger Zeitpunkt sein. Nicht immer habe ich dann auch eine Powerbar dabei, um das Gerät zu laden. Die schleppe ich nämlich nur dann mit mir rum, wenn abzusehen ist, dass der Akku meiner Fenix schwach werden könnte.

Social

Klar können die Trainings auch geteilt in sämtlichen Social Media geteilt werden. Hier meine ich aber etwas anderes.

Der Sport Coach Wireless wurde mir nicht gänzlich kostenfrei zur Verfügung gestellt, ich hatte die Möglichkeit ihn gegen eine Spende an den Gangway e.V., einem Verein für Straßensozialarbeit mit Jugendlichen und Erwachsenen in Berlin zu erwerben. Jabra unterstützt diesen Verein und hilft somit Menschen ihr Leben wieder eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen. Ein gute Sache finde ich!

Unter www.gangway.de. findet ihr mehr Informationen.

Disclaimer: Dieser Beitrag ist in Zusammenarbeit mit GN Netcom A/S (Jabra) und Trailrunnersdog – Weil 6 Beine einfach mehr Grip haben entstanden um euch mit den aktuellen Infos zu versorgen und interessante Produkte vorzustellen. Alle Eindrücke und Meinungen zu diesem Produkt sind auf meinem Mist gewachsen.





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


2 Antworten auf „angetestet – Jabra Sport Coach Wireless“

  1. Danke für den Test – ich hatte bei Sebastian schon drüber gelesen, aber bei Dir sieht man hier, dass da ganz schön viel dahinter steckt an Funktionsvielfalt was den Coach betrifft.

    Für mich wäre das dennoch nichts, ich nutze seit ca. 1 Jahr auch Bluetooth Kopfhörer von Plantronics und bin auch sehr zufrieden. Vorher war ich maximal genervt, denn bei fast jeder Gelegeneheit hat sich das Kabel nach ca. 60 Minuten laufen um mich herum verheddert.
    Bei Stabiübungen & Co. ist es sowieso viel angenehmer/sicherer. Also generell eine gute Geschichte, welche Funktionen man darüber hinaus braucht, ist natürlich individuell.

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