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Niemand beabsichtigt, nur Hundert Meilen zu laufen! #koelnpfad171



Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 29 Sekunden



Jeder Lauf fängt mit dem ersten Schritt an

so oder so ähnlich sagt man ja. Mein nächster Lauf wird der Kölnpfad im Juli 2016 sein, ok ok nicht wirklich. Aber dieser Lauf wird der nächste Lauf der mich an meine Grenzen bringen wird. Wenn eines sicher ist, dann das.

Das Leben beginnt dort wo die Komfortzone endet

Dieser Lauf wird mich aus verschiedenen Gründen ganz besonders fordern, als erstes natürlich die schiere Distanz. 171 Kilometer. Das sind etwas mehr als vier Marathons in Folge. An einem Tag, wenn es gut läuft. Eine wirkliche Zielzeit habe ich nämlich noch nicht ausgemacht, dazu ist es noch zu früh.
Die zweite Herausforderung die mich in und um Köln erwarten wird ist das absolute Fehlen von Höhenmetern. Ganze 567 Meterchen müssen wir bezwingen. Durch Grünanlagen und über Wege, Brücken und an Autobahnen vorbei. Ganz und gar nicht das was ich sonst so zu laufen pflege.
Ich werde für diesen Lauf mein Training größtenteils verlagern müssen, runter vom Trail und rauf auf den Radweg. Lernen wie man über Stunden (stur) geradeaus läuft, ohne wirkliche Ablenkung. Landschaftlich versteht sich. Ja auch um Köln gibt es Wälder und einiges was man als schön bezeichnen könnte. Ich werde mich aber wohl an den Gedanken gewöhnen müssen mehr als einmal sehr weit vorausschauen zu (müssen) können.
Die Zeilen klingen jetzt irgendwie nicht begeistert, ich weiß. Und dennoch freue ich mich wie ein kleines Kind darauf dieses Ding laufen zu dürfen. Darauf endlich einen dieser, entschuldigt den Ausdruck „arschgeilen“ belt buckles zu bekommen.

Das Objekt der Begierde

Koelnpfad Finisher Buckle

Seit ich das erste Video eines amerikanischen Ultramarathon oder 100 Milers um genau zu sein gesehen habe will ich so ein Ding haben. Diese Buckels gibt es in der Regel für jeden Finisher der die 100 Meilen innerhalb von 24 Stunden finished. Wenn ich mir jetzt anschaue wie lange ich für meinen ersten Lauf über 110 km unterwegs war eine grundsätzlich doch recht sportliche Aufgabe in meiner gewohnten Laufumgebung. Auf einer flachen Strecke dürfte das ein klein wenig einfacher werden, theoretisch. Wer allerdings schon mal mehr als 12 Stunden unterwegs war weiß wie zäh jeder weitere Kilometer werden kann.

„Alte“ Bekannte treffen

Wenn ich mir die Starterliste so anschaue, dann lese ich viele bekannte Namen. Ein kleines Familientreffen, irgendwie. Wo außer bei so einen Lauf kennt man schon mehr als ein Drittel der Starter?  Mit ein paar der Läufer habe ich schon den einen oder anderen Kilometer gemacht und immer meinen Spaß gehabt.

koelnpfad

Na und wie bereitet man sich auf so einen Lauf vor?

Ehrlich? Keine Ahnung! 🙂 Mein Training unter der Woche kann ich nicht wirklich umstellen bzw. ausweiten. Wenn ich nachdem die Kinder im Bett sind dann gegen 20:00 zum Laufen komme, dann werde ich nur selten Einheiten laufen die länger als 90 Minuten gehen. Dazu muss ich zu früh raus am nächsten Morgen und außerdem kommt so die dringend nötige Regeneration viel zu kurz. Alle Tipps bezüglich der Erholung zwischen den Läufen scheinen mir eh für arbeitslose Singlemänner geschrieben zu sein. „Schlafen sie viel und ruhen sie sich nach einem langen Lauf ordentlich aus“ Kann man machen, wenn man keine Kinder hat und nicht arbeiten muss.

Ich als arbeitender Vater dreier kleiner Mädels die auch schon mal gerne mitten in der Nacht meinen Papa (und Mama natürlich auch) wachhalten zu müssen, bekomme für solche Pläne definitiv zu wenig Schlaf. Auch jetzt sitze ich mitten in der Nacht an diesem Text anstatt in der Falle zu liegen und zu regenerieren.

Unter der Woche wird es also bei 3-4 Einheiten bis maximal 90 Minuten bleiben und die Wochenenden werden dann für die langen Läufe genutzt. Doch auch hier gibt es natürlich wieder Einschränkungen denn meine Frau wird im neuen Jahr wieder anfangen zu arbeiten was dann regelmäßig mit meinem Training kollidieren wird. So werde ich also alle zwei Wochen schauen dass ich entweder einen „wirklich“ lange Lauf in Form eines Wettkampfes einstreue oder Sa / So einen Doppeldecker laufen. Die Wettkämpfe sind soweit schon geplant und werden ausschließlich als Trainingsläufe gelaufen. Stichwort „Regeneration“ denn ich kann es mir nicht erlauben wegen einmal Tempobolzen dann die nächsten zwei Wochen das Training reduzieren zu müssen. Da ich jetzt schon weiß dass ich es nicht schaffen werden jede der langen Einheiten auf dem Radweg oder anderweitig flachen Strecken zu laufen werde ich das mal wieder mit meiner 2 Burgen Tour mixen. Das hilft auf der einen Seite meiner Motivation und auf der anderen Seite soll es dem Bewegungsapparat etwas Abwechslung bringen. Gepaart mit einer Entlastungswoche alle 4 oder 5 Wochen sollte das ein recht solider Plan sein. Die genauen Details stehen aber noch nicht ganz fest.

Es wird also auf jeden Fall spannend, zumindest für mich.

Das Training hat jedenfalls bereits mit zwei Läufen auf dem Radweg begonnen, ganz sachte. Die beiden Läufen haben mir gezeigt dass ich noch viel Arbeit vor mir habe. Aber einfach kann ja jeder!

 

Hier gehts in den nächsten Wochen dann unter dem Hastag #koelnpfad171 weiter.





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2 Antworten to “Niemand beabsichtigt, nur Hundert Meilen zu laufen! #koelnpfad171

  • Mein lieber Schwan da hast dir aber auch ein Ziel gesetzt.
    Erst ich mit meinen 100 Marathons im Jahr und jetzt Du mit deinen 171 km am Stück.
    Kommen wir beide langsam in die Midlife-Crisis 🙂
    Aber auf jeden Fall ist es schön nicht alleine so Bekloppt zu sein.
    Ich bin auf deine Berichte gespannt.

    Guten Rutsch ins Neue Jahr

    LG
    Marco

    • Sascha

      Ja die Midlife-Crisis….da bin ich noch ein paar Jahre entfernt von 🙂

      Auf deine Geschichten bin ich allerdings auch gespannt, das ist ja noch mal ein wenig härter. Ich kann mich wenigstens nach den 171 km auf die Faule haut legen, du musst nach 4 Marathons noch ein paar abspulen 😉

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