Es werde Licht… Billiglampe im Test – Teil 1



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Vorüberlegungen

Jeder Läufer oder Sportler im Allgemeinen der auch in der jetzt bald immer dunkler werdenden Jahreszeit für seinen Sport nach draußen wagt kennt das Problem. Will man vor der Arbeit Sport machen ist es noch dunkel, kommt man nach der Arbeit heim und will dann Sport machen ist es schon wieder dunkel. Jedes Jahr der selbe Käse.

Städter sind hier ganz klar im Vorteil, in den beleuchteten Straßenzügen unserer Großstädte ist fehlendes Licht meist nicht der Grund dort nicht laufen zu gehen. Dort sind es eher die Gestalten die sich da rum treiben, das ist aber ein anderes Thema. Wohnt man auf dem Land oder will einfach nur nicht im Ort sondern außerhalb laufen kann das schnell gefährlich werden ohne Lampe auf dem Kopf. Reicht eine relativ günstige (weil leistungsschwache) Lampe für den Großteil der Läufer auf ihren Strecken aus, so kann der Trampelpfadläufer im Grunde garnicht genug Licht dabei haben. Hier gilt viel hilft viel.

Der Markt befriedigt das Bedürfnis nach mehr Licht selbstverständlich und so gibt es von den großen Firmen schon Lampen mit 4000 lm und mehr. Taghell beschreibt ganz gut was die Lampen da leisten. Diese unglaubliche Lichtausbeute kostet dann aber auch schonmal 700-800 €. Bei solchen Preisen müssen die meisten wahrscheinlich mehr als einmal überlegen ob ihnen Licht (etwas was es ja tagsüber umsonst gibt) wirklich soviel wert ist. Mir war und ist der Preis eindeutig zu hoch, sollte ich im Lotto gewinnen sähe das wohl anders aus. Wenn ich mir überlege wie viele Überstunden ich machen müsste um die Lampe zu kaufen, dann nutze ich die Zeit lieber um daheim bei der Familie zu sein UND laufen zu gehen.

Qualität hat seinen Preis

Ja das kann man so sagen und auch ich koste relativ viel Geld wenn mein Chef mich an die Kunden „verkauft“. Ich weiß aber von diversen Produkten (hier speziell die Bekleidungs- und Elektronikindustrie) das Markenprodukte nicht selten in den selben Fabriken wie der (Billig) Klon hergestellt werden. Von den selben Arbeitern, auf den selben Maschinen. Jetzt stellt sich mir natürlich regelmäßig die Frage ob dann das Ergebnis qualitativ so unterschiedlich sein kann dass der deutliche Preisunterschied gerechtfertigt ist. Entstehen nicht große Teile der Kosten auf Grund der großflächigen und aufwendigen Werbung die die Markenhersteller sich erdenken und schalten? Versuchen Firmen nicht ihre Forschungskosten durch die Verkaufspreise reinzuholen? Das Patente und Forschung viel Geld kosten sieht man bei Medikamenten sehr gut, Generika sind meist deutlich günstiger zu haben als die Markenprodukte. Die Rezeptur ist nicht selten zu 100% identisch.

Was das Thema Licht angeht bin ich seit mehr als 4 Jahren recht gut oder zumindest ausreichend mit meiner LED Lenser versorgt. Mit Ersatzakkus kann ich damit auch schon mal eine ganze Nacht laufend unterwegs sein. Ist der Trail nicht allzu technisch komme ich gut damit klar, grade in meinem Tempobereich genügt das Licht um unfallfrei durch die Nacht zu kommen. Seit ich auch spät abends mit dem Rad unterwegs und somit mit anderen Geschwindigkeiten unterwegs bin habe ich mich etwas mehr mit den künstlichen Licht beschäftigt. Hier spielt dann auch die Zulassung laut STVO ein nicht unbedeutende Rolle. Meine aktuelle Beleuchtung am Rennrad ist eine Ixon IQ Premium von Busch und Müller, das ist laut diverser Tests das Nonplusultra der Lampen mit Zulassung. Darüber geht nicht mehr viel und der Preis hält sich erstaunlicherweise in Grenzen, ein separater Testbericht folgt dazu zu gegebener Zeit. Diese Lampe leuchtet die Straße gut aus und man (oder besser ich, der etwas nachtblinde Fahrer) kann damit auch guten Gewissens mal mit 30 oder 40 Sachen über die Landstraße radeln. Bei guten Straßenverhältnissen versteht sich. Man sieht Schlaglöcher zwar recht gut, aber dadurch dass die Zulassungsstelle verlangt dass man den Gegenverkehr nicht blendet ist in Sachen Helligkeit noch Luft nach oben.

Vor einiger Zeit bin ich über Billigklone aus Fernost gestolpert. Lampen mit 5000-6000 Lm LEDs, externem Akku. Im Grunde wie die Monster von Lupine und Co, nur für ein Bruchteil des Anschaffungspreises. Es hat mir schon eine Weile in den Fingern gejuckt, für 30 -40 € kann man ja eigentlich nicht viel verkehrt machen.

Die technischen Merkmale lesen sich schon mal nicht schlecht.

  • LED: 5 x CREE XM-L T6
  • Ausgangsspannung: AC 100v-240v 50-60Hz
  • Eingangsspannung: DC 8.4v
  • Helligkeit: 6000 lm
  • Wasserdicht
  • Alu Gehäuse und Reflektor
  • Leuchtstufen: Starke Helligkeit (2-4 Stunden)/ Normal Helligkeit (8Stunden)/Blinken
  • Abmessungen:Durchmesser 45mm; Länge 56mm
  • Gewicht: 140g

Die Lupine Betty liefert ähnliche (theoretische) Werte.

 

Ich werde also die nächsten Wochen die neue Lampe testen, egal ob zu Fuß oder auf dem Rad. Die ersten Läufe damit waren schon mal vielversprechend.

 





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


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