angetestet – Injinji Trail 2.0 micro / mini-crew Toe Socks



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Wir Läufer befassen uns mit allen möglichen Bekleidungsstücken sehr ausführlich, jeder Ausrüstungsgegenstand muss genau an die Anforderungen ausgerichtet sein. Wir geben meistens viel Geld für Dinge aus die man eigentlich gar nicht so wirklich braucht. Wir geben Unsummen für Schuhe und Laufrucksäcke aus sobald wir einen gewissen Trainingsumfang erreicht haben. Dann reichen 2 Paar Schuhe eben nicht mehr.
Was wir aber meistens vergessen oder dem wir nicht genug Beachtung schenken ist ein kleines unscheinbares Stück Textil dass man zu allem Überfluß auch meistens garnicht sieht. Nein, nicht die Unterwäsche wobei das auf die wohl auch zutrifft. Es geht um die Verbindung zwischen Mensch und 160€ HighTech Schuh. Die Socke.
Viele greifen zu den günstigen Varianten der Discounter und setzen lieber auf Quantität als auf Qualität. Bei 2,99€ kann man schon mal ein paar pro Jahr durchlaufen. Das war auch genau mein Argument, kaputt gehen die Socken eh nach maximal 1,5 Jahren. Warum also viel Geld in die Hand nehmen?

Die Gründe liegen auf der Hand bzw. dem Fuß. Die günstigen Modelle passen meist nicht richtig, verlieren auf den langen Läufen ihre Form und verursachen Blasen. Noch schlimmer wird das Ganze wenn sie nass werden.
Ich habe Anfang September den Schritt gewagt und mir sogenannte Markensocken bestellt. Die Injinji Trail 2.0 Micro Toe Socks. Gewagt deshalb weil es nicht nur teurere Markensocken sondern eben auch Zehensocken sind.
Zehensocken haben den Vorteil dass sie die Zehen einzeln umhüllen und Blasenbildung der Vergangenheit angehören lassen. Das ist natürlich ein Wort. Jeder kennt doch das Problem, die Beine und die Puste sind nach 20 oder 30 (oder nach welcher Distanz auch immer) noch ausreichend fit bzw. vorhanden. Das Einzige was jetzt stört ist dieser fiese Schmerz der eindeutig auf eine Blase hindeutet. Ab hier wird der Lauf zu einer Qual und alle Kondition hilft nicht weiter denn es ist beißen angesagt. Schön wenn das in Zukunft nicht mehr der limitierende Faktor wäre.

Die Firma Injinji ist eine 19999 gegründete Firma die sich ganz und gar unseren Füßen verschrieben hat. Mittlerweile bietet sie aber auch die üblichen Accessoires wie Pullover, Caps etc. 

 

 

Injinji

 

Injinji fasst das Warum ganz einfach zusammen, der ganze Fuß bleibt beweglich sprich alle Zehen können sich frei bewegen (soweit das der Schuh zu lässt), Feuchtigkeitsmanagement durch mehr Stoff der den Schweiß abtransportieren kann und zu guter letzt die Blasenprävention.

 

Natürlich verfügen die Toe Socks über die üblichen und bewährten Technologien bzw. eigene Wollen (CoolMAx, Lycra, nüwool) die man heutzutage so bei Sportsocken findet. So wird das Fußgewölbe durch eine bestimmte Webtechnik gestützt und soll die Ermüdung verzögern bzw. verhindern.

 

Gewicht bzw. Dicke

Injinji hat drei verschiedene Dicken / Gewichte auf dem Markt welche sich vor allem durch die Polsterung unterscheiden, diese sind, light, original und mid. Die leicht Variante ist dabei nur bei der Run 2.0 für die Straße zu haben, die von mir getesteten Trail 2.0 kommen in mid daher und bieten ausreichende Polsterung auch für lange Läufe.

Schnitt / Längen

Injinji Socken gibt es in vier verschiedenen Schnitten (no-show, micro, mini-crew und crew) die auch wieder abhängig davon sind für welchen Einsatz die Socken gedacht sind. Die no-show gibt es zum Beispiel nur für die RUN 2.0 und nicht für die TRAIL 2.0. Die micro hingegen nur für die TRAIL 2.0 und nicht für die RUN 2.0. Crew hingegen kommt bei den Outdoor 2.0 zum Einsatz.

 

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Passform

Ja es ist ungewohnt wenn man die Socken das erste Mal anzieht. Erst dachte ich, grade zwischen dem ersten und zweiten Zeh würde mich das extrem stören aber diese Befürchtung hat sich nicht bewahrheitet. Die Socken passen, die richtige Größe vorausgesetzt perfekt.  Bei mir passt Größe L (44,5 – 47) bei Schuhgröße 44 in Alltagsschuhen und 45,5 in Laufschuhen. Was bei Zehensocken ja essentiell ist, ist dass die Zehenlängen stimmen und man keine Knubbel an den Zehenspitzen hat. Auch das passt bei beiden Modellen die ich bisher getestet habe.

Aufbau

Injinji

 

Komfort

Der Komfort der Socken ist hoch. Es stören weder Nähte noch Fadenreste im Inneren der Socken. Durch die leichte Polsterung der TRAIL 2.0 trägt er sich auch auf rauen Trail sehr angenehm. Mitunter vergisst man sogar dass man Socken trägt denn die Nüwool Merino Wolle schmiegt sich förmlich an den Fuß. Das Problem dass man ab und an mit normalen Socken hat wenn man die Zehen spielen läßt und die Socken sich dann so anfühlen als würden sie verrutschen konnte ich in den Injinji auch bei nassen Füßen nicht beobachten.

 

Fazit:

Die von mir getesteten TRAIL 2.0 kann ich absolut empfehlen. Selbst teure und hochwertige „normale“ Socken wie zum Beispiel die von X-Bionic oder Falke kommen meiner Meinung nach nicht an die Zehensocken ran wenn es um Komfort und Passgenauigkeit geht. Im Test habe ich die TRAIL 2.0 auf Distanzen bis zu 40 km getragen und auch am zweiten oder dritten Tag passten sie noch wie beim ersten Anziehen.

Was jetzt schon sicher ist, ist dass es nicht bei den 4 Paar Injinjis bleiben wird. Das Einzige was etwas abschreckend wirken könnte ist der doch recht hohe Preis von knapp unter 30€ für die TRAIL 2.0. Wert sind sie es aber auf jeden Fall.

 

Disclaimer: sämtliche Bilder bzw. Grafiken sind von http://www.injinji.com/

 





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


3 Antworten auf „angetestet – Injinji Trail 2.0 micro / mini-crew Toe Socks“

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