Aufruf an die Hundehalter da draußen…



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Ich weiß, nicht viele lesen meinen Blog 🙂 Ist aber grundsätzlich egal, ich muss es trotzdem loswerden.

 

Letzte Woche hatte ich zwei Hundezwischenfälle, wäre ich kein Hundemann müsste ich jetzt wohl alle Hunde verfluchen. Bin aber einer.

 

Beim ersten Mal kam waren wir noch in den Feldern zum Laufen, da kam plötzlich ein recht großer Hund hinter einer Kurve auf uns zu. Frauchen kurz dahinter, mit dem Smartphone in der Hand und in selbiges vertieft. Ich hielt an, befahl Bonni lautstark sich zu setzen, ist eigentlich nicht nötig weil geht auch mit Flüstern. So hatte mich die Gute aber wenigstens gehört. Ihr Hund stand regungslos da, zum Glück. Als sie uns bemerkte, Bonni saß mittlerweile brav, rief sie den Hund zu sich. Ganze vier Mal, als das nix nutze versuchte sie es mit einen Sitz auf Entfernung. Ebenfalls vier Mal, wieder ohne Erfolg. Der Hund blieb einfach stehen, wenigstens ging er nicht auf uns zu. Sie hat es dann geschafft und ihn angeleint….Frauchen bewegt sich auf Hund zu….andersrum wäre eleganter gewesen.
Zweiter Vorfall war dann schon etwas brenzliger um nicht zu sagen dass es nicht zu einer Beißerei gekommen ist lag wohl daran dass Bonni so zurückhaltend war.
Wir laufen durch den Nachbarort, Hauptstraße. Als wir an einer bekannten Einfahrt vorbei liefen schoss ein uns bekannter (nicht positiv) Hund auf uns zu. Ich wich mitsamt Bonni auf die Straße aus, zum Glück kam kein Auto. Besagter Hund stand also knapp 2 Meter von uns entfernt und knurrte und an. Volles Programm, was ein Hund halt so macht wenn er droht und einen Dicken machen will. Ich schon die Hand am Karabiner der Leine um Bonni notfalls von der Leine zu lassen falls es nötig werden sollte. Kurzer Blick auf Bonni, sie stand neben mir. Haare gestellt und ein Lächeln im Gesicht, ich wusste dass wenn ich sie jetzt von der Leine lassen würde dass das in einem Fellknäuel enden würden. Also andere Variante, Hund anschreien und mit festem Schritt auf ihn zu laufen. Kann gut gehen, kann aber auch in die Hose gehen. Da der Hund aber keine Anstalten machte den Abstand zu verringern war ich mir eigentlich sicher dass er weichen würde. Hat er dann auch getan. Bonni weiterhin auf meiner Höhe und immer noch lächelnd. Keine Gefahr also, mein Hund blieb also bei mir und ging nicht eigenständig nach vorne. Als der andere Hund dann schon zurück wich hörte ich auch schon laute Schreie vom Besitzer und ich lief weiter. Nicht ohne über die Tatsache zu schimpfen dass er immer noch kein Tor hatte um den Hund auf dem Grundstück halten zu können. Letztes Jahr im Sommer hatten wir an genau der gleichen Stelle schon mal so eine Begegnung, da hatte der Hund aber noch Gesellschaft von einer Dogge. Ergebnis waren dann zwei blutende Hunde, nicht wild, nur Schrammen. Zumindest auf Bonnis Seite. Bei zwei Kontrahenten hatte ich es mich nicht so ganz getraut auf Konfrontationskurs zu gehen, zumal die Dogge nachträglich quasi aus dem Hinterhalt kam. Aktuell überlege ich ob ich zur Polizei gehen soll oder nicht, der Leidtragende dürfte dann der Hund sein. Der kann ja nix dafür, der tut nur das wozu er bzw. seine Vorfahren einst von unseren Vorfahren gezüchtet wurde. Er beschützt das Hab und Gut seines Herrchens…

Werte Hundehalter da draußen, erzieht eure Hunde! Lasst sie nur dann von der Leine wenn ihr Sie unter Kontrolle habt. Seit ehrlich zu euch selbst und gesteht euch wenn ihr eure Vierbeiner nicht unter Kontrolle habt. Und vor allem, ändert etwas daran, geht in die Hundeschule und investiert Zeit in die Erziehung. Das stärkt auch die Bindung zwischen euch und eurem Hund. Aber ganz wichtig, es hilft dabei dass mehr erzogene Hunde da draußen unterwegs sind und ich mir nicht immer nachsagen lassen muss dass alle Hundehalter verantwortungslos sind. Ich bin es nämlich nicht (ja das sagt wohl jeder Hundehalter von sich), ich habe meine Hunde immer dann an der Leine wenn es die Situation nötig macht, sprich ich nicht alleine mit ihnen bin.





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


16 Antworten auf „Aufruf an die Hundehalter da draußen…“

  1. Der Beitrag spricht mir aus der Seele! Laufe auch oft und gerne mit meinen zwei vierbeinigen Freunden über Feld und Flur und hab dabei schon einiges an üblen Dingen erlebt. Mit meinem verletzten Golden Retriever (lieber Kerl) musste ich letztes Jahr nach nem Angriff von einem Schäferhund kilometerweit zurücklaufen, vom Besitzer des Schäferhundes war nur ein Pfiff aus weiter Ferne zu hören, aber nichts zu sehen! Also, liebe Hundebesitzer: Geht zur Hundeschule!!

    1. Ich habe ärgerlicherweise recht häufig solche Begegnungen, mag auch sein dass ich etwas empfindlich auf freilaufende Hunde reagiere die sich mir / uns nähern. Bonni ist nicht einfach im Umgang mit anderen Hunden, sie mag bis auf sehr wenige Ausnahmen keine anderen Vierbeiner. Viele unterstellen ihr / mir dann dass es sich hier um ein asoziales Verhalten handeln würde. Dabei ist es eigentlich nicht ungewöhlich dass Hunde den Kontakt zu fremden Hunden meiden und sich an ihr Rudel halten. Genau das macht Bonni auch, mit unserem zweiten Hund versteht sie sich gut und auch unsere Kinder sind kein Problem. Klar ist sie oftmals genervt von den Kleinen und brummelt auch schon mal wenn sie bestiegen wird und nicht flüchten kann.
      Es ist ein Unding dass so viele Hunde freilaufen dürfen wenn andere in der Nähe sind, schlimm wird es dann wenn ich die anderen Hundehalter darauf hinweise ihre Tiere bitte an die Leine zu nehmen, meist kommt dann der Spruch „der tut nix…“. Meine Antwort ist dann fast immer „aber meine schon, ist ja nicht umsonst an der Leine“ Bonni kann es nicht haben wenn sich mir oder meiner Frau andere Hunde nähern, da geht sie dann auch schon mal in den Verteidigungsmodus über.
      Was ich auch immer wieder feststelle ist dass immer weniger Hundehalter Ahnung von Hunden im Allgemeinen oder dem Verhalten ihres eigenen im Speziellen haben. Kaum einer kann die Zeichen deuten, die meisten scheren sich nicht drum wenn ihr Hund an der Leine zieht und kläfft wenn man sich ihnen nähert. Die meisten versuchen ihren Hund dann lobend zu beruhigen, loben schon obwohl der Hund immer noch Radau an der Leine macht. Bestätigen somit ein absolut gegenteiliges Verhalten.

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