Menü

Maifeld Radweg….mentale Härte für die langen Läufe…



Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 2 Sekunden



Ich bin bekennender Trampelpfadläufer, kein guter aber ein gut gelaunter sobald ich Dreck unter die Sohlen bekomme.
Jetzt ist es dieses Jahr aber so dass ich aktuell neben dem Mittelrhein Marathon, dem Hospitzlauf eben auch zum Fedelitas Nachtlauf über 80 km gemeldet bin. Alle drei Läufe verlaufen eben nicht auf Trails sondern auf Asphalt. Auch wenn ich in der Regel Asphalt meide und dort nur ungern lange Läufe laufe, gibt es für jede Teilnahme dieses Jahr einen guten Grund. Wie wir alle wissen läuft es sich auf Asphalt anders als abseits davon, es sollte also explizit trainiert werden.
Aus dem Grund stand dieses Wochenende eine Doppeldeckereinheit auf dem Plan: Samstag 2,5 und Sonntag 3 Stunden auf dem Maifeld Radweg beginnend in Münstermaifeld. 

Samstagslauf – 26 km
Sonntagslauf – 30 km

Ich kann euch sagen, es gibt nix langweiligeres als diesen Radweg….ok…Laufband ist langweiliger. Sonst aber nix.
Samstag lief ich einfach los, ganz ohne Vorgaben. Abgesehen von der Gesamtdauer von 2,5 Stunden. Nach 75 Minuten machte ich bei km 13,3 kehrt und lief zurück. Wenn pure Langeweile noch nicht fies genug ist, dann ist dieser Radweg das Tüpfelchen auf dem I. Bei km 16 kommt man nahe bei Polch an Griesson vorbei und da riecht es IMMER nach frisch gebackenen Keksen….IMMER. Dementsprechend hatte ich die letzten 10 km Hunger. Als mir dann auch noch einfiel dass ich noch 4 Snickers im Auto hatte wurde die Situation nicht besser….ich schleppte mich also zum Auto und verschlang alle 4 Snickers….kalorientechnisch war der Lauf dann wohl für die Füße….

Sonntag klingelte der Wecker dann um 05:30…ätzend, aber was will man als Familienvater denn machen? Als Motivator musste Bonni mit, das war auch dringend nötig. Es war kühl, nass und alles andere als angenehm.


Heute standen 180 Minuten auf dem „Plan“, 3 Stunden auf dem flachen Radweg. Wieder an der Keksfabrik vorbei….morgens, vor dem Frühstück. Gab nämlich außer einem Kaffee nix. Zielvorgabe war es heute 160 Schläge nicht zu überschreiten. Schnell stellte sich heraus dass die Wohlfühlbelastung heute bei weit weniger Schlägen liegen würde. Bin kein Morgenläufer und 06:10 ist definitiv zu früh für mich. Der Puls pendelte sich bei ca. 120 Schlägen ein. Lange Zeit prangten knappe 60% HFMax auf dem Display der Fenix. Ich haderte etwas ob ich nicht zu langsam unterwegs wäre….entschied mich dann aber dafür langsam zu bleiben. Immerhin trainiere ich nicht auf Kurzstrecke sondern auch Ultraläufe. Ich hätte nichts dagegen die 80 km im Juni bei Rekompuls zu laufen. Die Pace lag etwas über 6 Minuten pro Kilometer, schnell genug also für die langen Dinger. Wir trotteten also weiter, unterbrochen von den ständigen Zwei- und Vierbeinerpinkelpausen…ich hatte also gestern ausreichend getrunken und der Hydraquiver schien mit seinen zwei Flaschen etwas oversized zu sein. Naja, besser zu viel als zu wenig Wasser dabei.
Der Radweg war leer, einsam und leer. Das Wetter war mittlerweile besser geworden, die Sonne zeigte sich ab und an.


Auf dem Rückweg trafen wir dann plötzlich „Unmengen“ an Hundebesitzer…Gassizeit. Es ist immer wieder erstaunlich wieviele Hundebesitzer so garkeine Ahnung von ihren Vierbeinern und deren Erziehung haben…. Da war was los…viel zu traurig und peinlich das zu erzählen. Kein Wunder dass Hunde oftmals in Verruf geraten, bei den Flachpfeifen am anderen Ende der Leine.
Trotz Langeweile und Monotonie lief es sehr gut und vorallem leicht. Klar, bei dem „Tempo“. Ich überlegte immer wieder ob ich den Lauf so lahm beenden oder dann doch lieber eine Endbeschleunigung einbauen sollte. Etwas spät, bei km 26 entschied ich mich dann für eine leichte Tempoverschärfung und lief die letzten 4 km bei knapp 76% HFMax. War eine gute Entscheidung denn das ging wunderbar und tat den trägen Knochen wirklich gut. Auf Asphalt bekomme ich dank Schlurfschritt immer steife Knochen, der ewig gleiche Schritt ist nix für mich. Da lobe ich mir den Trail, da ist kein Schritt wie der andere.
Nach 3:03 war ich dann wieder am Auto, gute 20 Minuten „Pause“ gab es während dem Lauf…bei km 6 musste ich eine längere Pause einlegen…für die die es interessiert; das Toilettenhäuschen am Spielplatz ist offen, sauber und hat nur keinen Strom….

Alles in allem war das Wochenende gar nicht so schlecht. 56 km in 5:38:xx bei 68% HFMax bei einer Pace von 6:02.
Nächstes Wochenende geht es dann zum Mittelrhein Marathon auf die Halbdistanz und eventuell reise ich zu Fuß an….wenn es zeitlich passt. Das wäre dann knapp 46 km am Sonntag, das entscheide ich aber noch.





Gefällt dir was du gelesen hast? Dann würde ich mich freuen wenn du den Beitrag fleißig in den sozialen Medien teilst und so auch anderen die Chance gibst meine Beiträge zu lesen. Ich freue mich ebenfalls über einen Kommentar von dir zum Thema. Wenn du möchtest kannst du diesen Blog auch auf Patreon unterstützen, ich würde mich sehr darüber freuen.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Scrollen = akzeptieren Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen