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16. Int. 50 Km Erlebnislauf Rund um Rengsdorf – beim zweiten Mal ist es ja schon fast Tradition



Geschätzte Lesezeit: 6 Minuten, 56 Sekunden



Ich habe die Angewohnheit Dinge die mir einmal Spaß gemacht haben zu wiederholen. So ist das auch mit Laufveranstaltungen. 2013 bin ich in Rengsdorf meinen ersten offiziellen Ultralauf gelaufen und so war es quasi fast Pflicht da dieses Jahr wieder aufzutauchen und durch den Westerwald zu „spazieren“. Glücklicherweise passte der Lauf auch ganz gut in meine Vorbereitungen zum Fidelitas Nachtmarsch Ende Juni.

War ich letztes Jahr noch der Rookie in der Gruppe so war das dieses Jahr Sebastian (3.v.l.). Ich hatte in der Firma ein paar mal beiläufig erwähnt dass ich die übliche Vatertagstour auch dieses Jahr nicht mitmachen sondern im schönen Westerwald sein würde. Irgendwie hatte ihn das angefixt so dass er sich ebenfalls beim TV Rengsdorf anmeldete. Sehr mutig denn sein weitester Lauf bis dato waren die 21 km eines Halbmarathons. Mut zur Lücke also!

vor dem Start

Am Start trafen wir dann wieder viele bekannte Gesichter und der meist gehörte Satz war „wo ist Bonni?“ bzw. „wann darf Bonni denn wieder mitlaufen“ Ja ich hab mich auch gefreut euch zu sehen 😉
Auch Benni fand ich vor dem Start noch bei deiner Familie stehend so dass ich ihn mit zu unserer Gruppe nahm. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde begann auch schon das obligatorische Briefing, auch dieses Jahr wieder zu leise. Trotz Megafon. Egal, wir wussten ja dass die Strecke hervorragend ausgeschildert sein würde. In der Tat habe ich selten soviel Kreide auf dem Boden im Wald gesehen wie im Wald um Rengsdorf. Verlaufen eigentlich! unmöglich. Man munkelt dass es doch der Eine oder Andere geschafft haben soll.
Um 08:02 ging es dann auch schon los. Steffen wollte die Sache etwas schneller angehen um seine Form für den ZUT zu testen. Auf die Frage ob ich mit ihm laufen würde antwortete ich dass ich in der Gruppe bleiben wolle. Ich bin eben ein kleiner Temposchisser, ich gebs ja zu.
Wir liefen zu Beginn in einer kleinen Vierergruppe, Benni hatte sich recht schnell abgesetzt bzw. war im allgemeinen Startgedränge abhanden gekommen. So liefen also Daniel, Sebastian, Dirk und ich recht gemütlich an und gingen konsequent wieder jeden Anstieg hoch. Das sollte uns Kraft sparen und den Lauf nicht allzu fordernd werden lassen. Immerhin hatte wir einen Rookie dabei und Daniela steckten ja noch die 110,8 km ihres 24 Stundenlaufs in den Knochen….Und außerdem zahlen wir ja nicht 10€ um uns dann abzuhetzen und nix von der Landschaft zu haben. Ein flüchtiger Blick auf den Pulsmesser offenbarte mir dass ich definitiv Kraft sparen würde…. Erstaunlich wie zum Einen die Distanz von 50 km ihren Schrecken verloren hat und zum Anderen wie niedrig ich doch mittlerweile meinen Puls halten kann. Ich sag es mal so, sonst läuft Steffen wenn er mit uns läuft im Ruhepuls und jetzt war ich nur knapp drüber 😉 Was ein Jahr Training doch ausmachen kann, genial. Für mich war es außerdem interessant zu sehen wie ich mich an den Anstiegen ohne Bonni schlagen würde, denn auch wenn sie mich ja sonst nicht wirklich zieht so gibt sie dann doch immer wieder kleine Impulse die mich daran hindern langsamer zu werden.

An den Verpflegungspunkten die so grob alle 8 bis 10 km auf uns warteten nahmen wir uns reichlich Zeit um zu trinken und zu essen. Eine Sache die ich an der Ultralauferei sehr schätze, kein Streß an den VPs und immer was ordentliches zu futtern.

km 10; bei alpinen Steigungen wird immer gegangen! Naja nur Dirk läuft 😉


der übliche Ultrablödsinn…Sebastian hat sich erstaunlich schnell angepasst.


Wie immer wenn Daniela dabei ist wird’s lustig. Die ersten, zarten Anfänge der Poserbilder schon ziemlich zu Beginn des Laufs. Das dürfte ca. bei km 15 gewesen sein. 



VP ca. bei km 16…wir futtern

Irgendwo zwischen km 16 und 21 ist Dirk dann abgezogen. Da waren wir ihm wohl etwas zu langsam unterwegs. Auch er bereitet sich gerade auf die Zugspitze vor.

 Kurz vor km 21 mussten wir eine ziemlich üble Treppe nach oben. Als Alternative gab es nur den Hölderstein Klettersteig. Da die Mädels aber lieber die Stufen anstatt des Klettersteigs nehmen wollten, beugte ich mich und ging mit.


Endlich oben wurden die beiden dann etwas übermütig…oder brauchten eine Pause und tarnten sie als Posing fürs Foto….

kurz vor km 21…wie gesagt, er hat sich schnell angepasst.


frohe Gesichter bei km 21


immer noch gute Laune….

Der Tunnel…..mit Licht am Ende

Bei km 27 oder so kam dann der beim Briefing angesprochene Tunnel über den wir uns bis wir ihn sahen lustig gemacht hatten. Als wir dann aber in dem Tunnelchen standen war es wirklich ziemlich dunkel…. der Boden uneben und wir mussten aufpassen nicht zu stolpern.

ähm ja….futtern…was sonst.

Bei km 28 waren wir bereits 3:30 unterwegs. Sehr gemütliches Läufchen also. Es galt ja aber auch Sebastian über die Ultradistanz zu bringen und außerdem steckten Daniela ja noch die 110,8 km vom 24 Stundenlauf in den Knochen. Dort, am Seilersee war sie für ihre Muschis gelaufen. Ja ihr hört richtig, Daniela steht auf Muschis, fotografiert sie sogar! Abgründe tun sich auf!

skeptischer Blick….keine Ahnung warum.


ca. km 30 oder so, dieses Jahr fängt Daniela mal mit Knie an…


so, oder so ähnlich sieht Entspannung aus


ein Paradies für Zecken! Uns hat aber keine erwischt.







VP bei km 35

Am VP bei km 35 füllte ich zum zweiten Mal meine Flasche auf, was dank des Hydraquivers ja wunderbar geht. Je mehr Kilometer ich das Ding auf dem Rücken trage, desto begeisterter bin ich davon.
Als wir den VP verliesen hörte ich einen der freiwilligen Helfer etwas von Würstchen erzählen….fiese Sache, hatte ich doch schon seit ein paar Kilometern Hunger auf ein Steakbrötchen.


Bei km 40 trafen wir am VP einen alten Bekannten wieder, Dirk 🙂


KM 40 Da haben wir Dirk doch tatsächlich wieder eingesammelt


Endlich gab es Cola


Sebastian bei km 4….


…äh 43


die alte Frau darf das….steckten ihr doch an diesem Tag immer noch die 110,8 km in den Knochen….


Der Gesichtsausdruck wäre auch nicht besser wen das Bild scharf wäre….


Ab hier habe ich irgenwie keine Bilder mehr gemacht, ist es doch schon erstaunlich dass ich überhaupt so viele geschossen habe…
Den Rest des Laufes begleitet uns Dirk wieder, naja nicht den ganzen Rest. Ca. 3 Kilometer vor dem Ziel fing er wieder an aufs Tempo zu drücken und lief mit Sebastian etwas voraus. Richtig…der Neuling lief bei km 47 nochmal voraus….Alles richtig gemacht würde ich sagen. Da hatte er noch genug Energie zum Schluss. Da es Danielas Knie nicht wirklich besser ging lies ich mich mit ihr etwas zurück fallen, auch Sebastian sah es ein und gesellte sich wieder zu uns. Dirk drückte weiter auf die Tube, blieb aber immer in Sichtweite. Konnte sich dank der jetzt immer mehr werdenden Wanderer nicht so wirklich viel Boden gut machen. Ständig musste man bremsen und ausweichen.
Ich beschloss ihn bis ca. km 49 ziehen zu lassen um ihn dann noch einmal ein und sogar zu überholen. Kurze Rücksprache mit Daniela und ihrem Knie ergab dass wir sie auf den letzten zwei Kilometern alleine laufen lassen würden. An Tempo war bei ihr nicht mehr zu denken.
So zogen Sebastian und ich das Tempo noch einmal an und schlängelten und zwischen den Wanderern durch. Dirk ahnte nichts von seinem Glück und so schafften wir es uns an ihn ran zu pirschen um ihn dann ca. 500 Meter vor dem Ziel zu überholen. Vom Ehrgeiz ergriffen zog er natürlich auch noch einmal das Tempo an so dass jetzt also drei Bekloppte nach guten 49 km zum Schlusssprint ansetzten und einen Wanderer nach dem anderen zur Seite stießen…sinnbildlich natürlich. Von unserer Taktik (die ich übrigens in Scott Jureks Eat and Run gelesen hatte) wohl etwas überrascht musste Dirk sich dann an der letzten Steigung geschlagen geben und Sebastian und ich machten Boden gut. Kurz vor dem Ziel konnte ich ihn dann auch noch einholen und lief ca. 3 Sekunden vor ihm ins Ziel 🙂 Das wollte ich mir dann doch nicht nehmen lassen vor den Neuling im Ziel zu sein.
Im Ziel wartete Steffen (er war bereits nach 5:20:00 im Ziel) schon auf uns und war von unseren Zielsprint wohl so überrascht dass er nicht dazu kam Fotos zu machen. Er hatte wohl nicht damit gerechnet dass die beiden Bekloppten die da ins Ziel stürmten wir sein würden.

Finisherfoto 🙂


Wie auch letztes Jahr war der Westerwaldlauf eine tolle Veranstaltung, sehr ruhig und angenehm. Richtig stressfrei und ohne großen Trubel. Die Strecke gefiel mir sogar besser als 2013 da die Wege und Pfade gefühlt deutlich schmaler waren.


Glückwunsch an die beiden Ultraneulinge Sebastian und Benni. Benni war sogar gut eine Stunde schneller als wir, aber das hat er schon selber erzählt. Könnt ihr hier nachlesen:


Auf die Debützeit von 5:31 kannst du echt stolz sein auch wenn der Eintrag bei der DUV wohl ausbleiben wird.

Mein persönliches Fazit:

Meinen nächsten 50er sollte ich auch mal etwas schneller laufen. Meine Pulskurve und der Schnitt von 67% HFMax zeigen dass da noch einiges mehr gegangen wäre. Trotzdem bereue ich es nicht in der Gruppe geblieben zu sein.

Es ist schön dass sich mein Training auszahlt und auch einen Tag nach dem Lauf meine Beine noch frisch sind. Schon kurz nach dem Lauf, quasi beim Zielfoto hatte ich mich wieder erholt.

Der Lauf ohne Bonni ging ganz gut was ich daran gemerkt habe dass ich die Steigungen meistens gelaufen bin und dann eben oben auf die anderen gewartet habe. Gerade zum Schluss war dafür noch genug Kraft in den Beinen.

Die Ausrüstung war gut gewählt, sowohl die Schuhe (Patagonia Everlong) als auch der Hydraquiver waren für den Tag perfekt. Die Raidlight Hose war dank der Taschen die ideale Ergänzung um darin die Sonnenbrille bzw. das Handy zu verstauen. Naja und das coole Thr33ky Shirt war bequem wie eh und je…versteht sich ja von selbst 🙂

Nach dem Lauf bin ich mir sicher dass der 80 km Lauf Ende Juni ebenfalls gut laufen wird. Sollte das nicht der Fall sein dann liegt das jedenfalls nicht an meiner Kondition. Die ist aktuell ausreichend vorhanden.

Mit einer Zielzeit von 6:36:xx war ich gute 24 Minuten schneller als im Vorjahr und das mit einer niedrigeren Anstrengungen. 




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