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Ode an den Wald



Geschätzte Lesezeit: 2 Minuten, 4 Sekunden



Der Wald, dunkel und geheimnisvoll. Für Menschen seit jeher ein Ort der Angst, der Gefahr aber auch der Mythen, des Lebens und der Geborgenheit. Um den Wald ranken sich unzählige Geschichten und Erzählungen.

Für mich ist der Wald ein Ort der Ruhe und Geborgenheit, ich bin gerne im Wald. Im Wald ist es selbst an heißen Sommertagen in der Regel angenehmer als sonst wo. Es herrscht relative Ruhe, wenn man mal von den Geräuschen der Natur absieht. Ich gehe wann immer es geht zum Laufen in den Wald, nehme die Atmosphäre, den Duft in mir auf und bin einfach glücklich.
Nach Anbruch der Dunkelheit verändert sich mein Verhältnis zum Wald allerdings, nein der Wald verändert sich. Er fängt an zu knacken, atmen, rascheln und zu flüstern. Es bricht die Tageszeit an zu der die Menschen wohl angefangen haben müssen sich Gruselgeschichten über den Wald zu erzählen. Der Wald wird dunkel und beängstigend. Die Tierwelt übernimmt die Herrschaft im Dickicht, mehr noch als am Tage. Im Schein der Stirnlampe werden duzende Augenpaare sichtbar die man am Tage vielleicht einfach nur nicht gesehen hat. Der Wald beobachtet jeden der durch ihn hindurch geht. Er mustert ihn und er läßt ihn gewähren. Der Wald ist friedlich und wild zugleich.
Heutzutage sind unserer Wälder ungefährlich, es warten keine wilden Tiere auf den Menschen, keine Hexen oder Trolle. Die wilden Tiere haben wir erfolgreich ausgerottet, Hexen und Trolle haben wir einfach vergessen. 
So unheimlich mir der Wald nach Anbruch der Dunkelheit am Anfang auch ist, umso vertrauter wird er mit jedem Schritt. Alle Bewohner wissen sehr schnell dass ich da bin. Ab und an kreuzt mal einer meine Weg, bleibt kurz stehen und schaut mich an als wolle er sagen „willkommen daheim“ um dann mit lautem Gepolter im Unterholz oder zwischen den Bäumen zu verschwinden. Was bleibt ist das Gefühl der Geborgenheit. Ob es Rehe, Füchse oder auch Dachse sind sie leben im Wald und brauchen ihn so nötig wie die Luft zum Atmen. Daran sollten wir denken wenn wir uns wie selbstverständlich in „unserem“ Wald aufhalten denn er gehört nicht uns, der gehört den vielen kleine und großen Tieren die wir meist gar nicht zu Gesicht bekommen, die uns aber immer fest im Blick haben und uns freundlicherweise ihren Wald erleben lassen. 
Jeder kann dabei helfen die Wälder zu erhalten und zu schützen. Es ist ganz einfach und der erste Schritt ist schon getan wenn man sich dessen bewusst wird. Wir verlassen den Wald nach ein paar Stunden wieder, seine Bewohner aber nicht. Sie müssen mit unserem Müll und unserer Rücksichtslosigkeit leben, 24 Stunden am Tag, 365 Tage im Jahr. 

Am 22.04. war der Earth Day, ein Tag an dem weltweit zum Schutz der Erde aufgerufen wird. Für uns als Läufer die es lieben in der Natur zu laufen sollte jeder Tag ein Earth Day sein. 

Salamandra salamandra ssp. terrestris, heimlicher Bewohner unserer Wälder






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