Liebe deinen Trail wie dich selbst, oder so ähnlich.



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Heute mal was komplett anderes als das übliche Trailrunning. Wobei, eigentlich gehört das ja doch zusammen.

Warum laufen wir nicht (gerne) auf Asphalt? Warum laufen wir in der Natur, in Wäldern oder durch die Berge? Klar, weil wir im Grunde kleine Ökos sind, irgendjemand hat meinen Zweibeiner mal als Hippie bezeichnet weil er ab und an barfuß läuft.
Man kann es nennen wie man will, aber wir alle sollten doch darauf achten dass wir die Umwelt, die Natur durch die wir täglich laufen auch achten. Unsere Trails leben, die Wälder und Pfade sind nicht einfach da und bleiben es auch. Fast jedesmal wenn wir durch unsere Wälder laufen sehen wir Veränderungen, der Trail lebt! Hier ist ein Baum umgestürzt, dort wuchern Hecken über den Pfad oder Tiere haben sich einen Weg durchs Unterholz gebahnt. Wir stellen uns bei jedem Lauf der Herrausforderung uns wieder der Natur unterordnen, anpassen zu müssen. Das macht einen Teil des Reizes für uns aus.
Hier bei uns auf dem Maifeld sind viele der Trails die wir laufen touristisch erschlossen, wir laufen viel auf den Traumpfaden. Dort trifft man immer wieder Wanderer mit riesen Rucksäcken auf dem Rücken oder ganz minimalistisch. Es ist immer schön zu sehen dass es noch Menschen gibt die die Natur genießen, die raus gehen um abzuschalten. Egal ob sie walken, laufen oder wandern. 

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Auch wenn der Wald an manchen Tagen voll ist und wir in keinen ordentlichen Flow kommen weil die von uns bevorzugten Trails nunmal zu schmal sind für Gruppen oder Überholmanöver. Kein Problem, damit können wir leben.
Womit wir aber nicht leben können oder wollen ist die zunehmende Verschmutzung „unserer“ Trails.
Björn von trailrunning-taunus.de bzw. trampelpfadlauf.de hatte das vor einiger Zeit schon mal angesprochen. Er engagiert sich seit dem bei den umpas-schmitten.
Auch wir sehen in letzter Zeit immer wieder diversen Unrat auf unseren Pfaden, augenscheinlich und größtenteils Müll von Wanderern und Touristen.
Warum ausgerechnet von Wanderern? Weil es sich um Verpackungen von Lebensmitteln und Getränken handelt die kein Läufer mit sich führen würde. Es sind aber auch immer wieder Geltütchen zu sehen, „wir“ Läufer sind also nicht ganz unschuldig. 
Das soll jetzt auch nicht auf eine Schuldzuweisung hinauslaufen.
Aber warum tut man sowas? Warum schleppt man seine Verpflegung über viele Kilometer mit sich rum um dann nach dem Verzehr an der vergleichsweise leichten Verpackung Gewicht sparen zu wollen? Klar, es kommt immer mal wieder vor dass auch wir kleine Schnipsel von Verpackungen verlieren beim Laufen und sie dann nicht wieder finden weil sie im Unterholz verschwinden. Aber das darf nicht zur Regel werden! 
Wer soll das denn dann aufräumen? Die wenigsten Betreuer solcher Wanderwege sind hauptberuflich damit beschäftigt, die meisten machen das ehrenamtlich. Sie kümmern sich also aus Liebe zur Natur, zu ihrer Region um das Stück Wanderweg. Wir können nicht von den Helfern verlangen unseren Müll aufzusammeln, das wäre nicht fair.

In ein paar Wochen wird es anfangen zu schneien, unsere Trails sind dann wieder „sauber“. Alles gut, alles weiß, alles frisch. Wunderschön anzuschauen. Bis das Tauwetter wieder eintritt, dann wird all der Müll wieder sichtbar. 
Das ist jedes Jahr ein erschreckendes Schauspiel das wir uns ersparen könnten wenn wir nur etwas mehr darauf achten würden.

Also, achtet bitte auf die Natur. Es geht nicht nur darum dass sie einfach scheiße aussieht wenn überall Müll liegt. Nein, der Müll verletzt die Bewohner der Wälder und hindert Pflanzen am wachsen. Ohne die Bewohner, ohne die Pflanzen sind unsere Trails keine Trails mehr. Wer will auf toten Trails laufen? Wer freut sich nicht wenn er im Wald aus den Augenwinkeln die Bewohner sieht? Das sollten wir uns bewahren. 
Macht was draus! Packt euch an die eigene Nase und bückt euch auch mal für den Müll der anderen.

in diesem Sinne….





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


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