Der Countdown zur Wörthersee-Soloumrundung läuft



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Am Freitag ist es soweit, mein Zweibeiner bricht in aller Frühe in Richtung Kärnten auf. Er wird dort dem Wörthersee Rundwanderweg auf seinen knapp 55 km über die 2200 positiven Höhenmeter folgen.
Auf diese etwas seltsame Idee dort für ein verlängertes Wochenende hinzufahren kam er als der den Trail Maniak Wörthersee Trail entdeckte der am 20.09. – 22.09. dort stattfindet. Da er allerdings am dem Wochenenden keine Zeit hat fährt er eben eine Woche früher dort hin. Bekloppter Zweibeiner…

Bei seiner Recherche fand er heraus dass der Wörthersee wie erwartet natürlich bis in den letzten Flecken touristisch erschlossen ist und deshalb auch einen gut markierten Rundwanderweg bietet.

Der Wanderweg ist in vier Themenabschnitte unterteilt; Feuer, Erde, Wasser und Luft.

Das Gelände ist hügelig mit einigen steilen An- und Abstiegen (Seehöhen von 440 bis 850 m, ca. +/- 2200 Höhenmeter), die Route verläuft großteils in waldreichem Gebiet, wobei sich immer wieder herrliche Ausblicke sowohl auf den Wörthersee als auch auf die Karawanken bieten. http://www.woerthersee.com/


Als Belohnung winkt zwar nicht wie beim Trail Maniak eine Urkunde sondern ab 3 Stempeln in der Wanderkarte ein Pin zum Anstecken mit dem Wörthersee Mandl. Selbstverständlich gibt sich mein Zweibeiner nicht mit drei Stempeln zufrieden sondern will alle 10 an den Stempelpunkten abholen.


Das Wörthersee Mandl ist eine Sagengestalt die für die Entstehung des Wörthersees verantwortlich gemacht wird.


Wörthersee Mandl auf poertschach.net


Der Sage nach war dort wo der See heute liegt einst eine prunkvolle und geschäftige Handelsstadt. Die Städter scheffelten dort fleißig Kohle und trieben Handel was ihnen zu großem Wohlstand verhalf. Wie das nunmal so ist und schon immer war verdirbt Geld den Charakter. Die Städter 

wurden leichtsinnig und übermütig. Die kostbarsten Stunden ihres Lebens vergeudeten sie, ihr Geld verjubelten sie, und auf Gott hatten sie ganz vergessen. Wohl überragte eine prächtige Kirche die Dächer der Stadt und rief die Andächtigen mit vollem Glockenton zur Messe aber niemand kam, es gab keine Gläubigen mehr. Genuss und Vergnügen hießen jetzt ihre Götter.  


Eine Art Sodom und Gomarra wie wir es irgendwie in jeder Kultur und Epoche kennen. Eines Weihnachtsabends feierten die Bürger im großen Festsaal des Rathauses eines ihrer üblichen Gelage als die Glocken der Kirche zur Weihnachtsmesse leuteten. Die Städter überhörten das Leuten und feierten weiter.


Da ging die Tür des prächtigen Saales auf, und ein kleines Männlein in grauem Gewand, mit eisgrauem, wallendem Bart schritt mitten unter die Tanzenden. Sein Gesicht war ernst und passte wenig unter die betrunkenen, johlenden Zecher. Höret auf mich! rief er mit lauter, grollender Stimme. Eben beginnt die Christmette, und gehet hin, verlasst diesen Saal, wenn euch euer Leben lieb ist! Rohes Gelächter antwortete ihm immer und immer wieder, und als er mit finsterem Blick endlich hinausschritt, riefen sie ihm noch höhnische Schimpfworte nach. 

Da schlug die Turmuhr Mitternacht. Die Tür des Saales sprang neuerlich auf, und aus der kalten, finsteren Winternacht trat ein Männlein zum zweiten Male in den schon dunstigen, trotz vieler Kerzen nur schwach erhellten Saal. Der ernste Mahner ging mit energischen Schritten in die Mitte des Saales, legte ein kleines Fass, das er unter dem Arm trug, auf einen Stuhl und erinnerte die tanzenden und lachenden Bürger noch mal an ihre Christenpflicht. Als der graue Zwerg wieder nur Hohn und Spott erntete, rief er zornig: Ihr wollt es nicht anders, so komme Tod und Verderben über euch und eure sündige Stadt!. Mit diesen Worten durchlug er den Spund des Fasses, das immer größer und größer wurde. Wasser schoss heraus, es sprudelte unentwegt, und im Nu war der Boden des Saales überschwemmt. Die Leute mühten sich, die Wasserflut abzuwenden, aber es half nichts. Sie riefen nach dem Männchen, doch dieses war spurlos verschwunden. Flammende Blitze erhellten jetzt die Fenster,und dröhnende Donnerschläge ließen nun die Mauern erbeben. 

Regen lief durch die Balken, aus jeder Ritze strömte das Wasser, und aus dem Boden quoll es hervor. Die eben noch betrunkenen Menschen waren mit einem Schlag nüchtern geworden, aber ihre Reue kam zu spät. Nichts konnte sie mehr retten, und sie mussten in den steigenden Fluten elend ertrinken. Allmählich versanken die Häuser, es verschwanden Kirche und Hügel, Wiese und Wald und alles, was lebte und atmete in freier Himmelsluft. Eine große, graue Wasserfläche bedeckte wie ein rießiges Bahrtuch das einst so blühende Land. Kaum einer aber denkt heute noch an die diese Geschichte, wenn sich zu seinen Füßen die sanften Wellen des schönen Wörther Sees kräuseln und leise plätschernd an das Ufer schlagen. 

Nunja…wenn man heute in der Mitte des Sees genau hinhört kann man noch das feine Klingen und Leuten der Kirchenglocken hören. So die Sage.

Jetzt kann man glauben was man will, aber das Mandl macht sich mit Sicherheit gut am Trailrucksack. 


Ich hoffe mal mein Zweibeiner findet genug Zeit zum Fotos machen und muss nicht um den See hetzen, ziehen kann ich ihn ja leider nicht da er mich zuhause läßt.

Mit dabei ist natürlich wieder jede Menge Thr33ky Stuff – die World Domination Tour geht also weiter 😉

Quelle: Hier geht’s zur Sage





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SaschaSascha

Vater, Läufer, Hundebesitzer. Ich laufe gerne weit und lange, am liebsten abseits der Straße oder breiter Wege. Ab und an teste ich Produkte, laufe Wettkämpfe oder sonstige Events und schreibe meine Eindrücke nieder. An Bestzeiten bin ich nicht interessiert.


2 Antworten auf „Der Countdown zur Wörthersee-Soloumrundung läuft“

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