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1. Trailrunning goes Mosel – Badwater Kids run in Longuich



Geschätzte Lesezeit: 3 Minuten, 52 Sekunden



Trailrunning goes Mosel – 37k 1300hm

Gestern lud Martin Joist zum Trailrunning in seinem „Garten“. Ein kleiner privater Revierguide quasi, ganz ohne das Trailmagazin.

Es kamen, abgesehen von meinem Zweibeiner und mir noch 10 weitere Läufer bis nach Longuich gefahren.
Wir waren bereits um halb neun am vereinbarten Parkplatz, nur Martin und Steffen waren vor uns da.
Nach einer Begrüßungsorgie wurden auch schon die ersten Fotos geschossen. Wie immer, diese Zweibeiner machen das scheinbar immer.
Nach und nach trudelten die Zweibeiner ein, auch der Organisator Martin. Es war bereits ziemlich warm und der Himmel veriet dass es noch wärmer werden würde. Mein Zweibeiner hatte unserer Trinkblase in seinem Rucksack prall gefüllt so dass wir dachten ausreichend Wasser dabei zu haben. Martins Frau sollte auch an zwei festgelegten Treffpunkten unseren mobilen Verpflegungspunkt mit Wasser, Tee und Erdnüssen spielen. Bei dem Wetter eine absolute Wohltat und auch so nötig.
Wir liefen dann kurz nach neun los in Richtung einer alten römischen Villa und was soll ich sagen, die Zweibeiner mußten schon wieder für ein Foto posieren. Ich persönlich glaube ja dass das bei denen so ähnlich ist wie beim Revier markieren. Das muß einfach so sein, quasi als Zeichen „seht alle her, ich war hier!“

Die ganze Truppe mit Ausnahme von Bonni die im Schatten lag und Martin dem Fotograf.

Zu unser aller Erstaunen liefen wir die etwa 700m wieder zurück, der Lauf sollte uns in die entgegengesetzte Richtung führen. Menschen verlaufen sich nunmal öfter…
Der Anfang der Tour führte uns durch den Ort und über eine Brücke auf die andere Seite der Mosel in die Weinberge. Trotz der frühen Uhrzeit brannte die Sonne schon ganz schön auf uns runter. Die geologische Besonderheit der Weinberge sollte wir an diesem Tag noch wir noch am eigenen Leib zu spüren bekommen. Wir arbeiteten uns also die Weinberge hinauf und sammeln bereits fleissig Höhenmeter bis wir endlich auf dem eigentlichen Trail angekommen waren.
Wer die Mosel kennt, der kann auch schon ungefähr erahnen was uns dort oben dann erwartet hat. Herrliche Aussichten auf das Moseltal, die Weinberge zu beiden Seiten und klitze kleine, verträumte Seitentäler. Das erste läuferische Highlight erwartete uns dann bei km 9. Ein Singletraildownhill ala Mosel, im Zickzack auf schmalen Schotterwegen hinunter in den Weinberg.
Bei Kilometer 11 kamen wir dann endlich in den Wald, die Temperaturen waren schon seit einiger Zeit nicht mehr wirklich hundetauglich. Nach knapp 2 Stunden erwartete uns an einer Grilhütte aber auch schon die erste Verpflegungstation wo ich in einer Art Tränke baden konnte und der Zweibeiner seine Trinkblase auffüllte. Wir machten dort gute 10 Minuten Pause und alle tranken und quasselten. Die beiden Kleinen von Martin hatten Wasserspritzpistolen dabei und spritzten wild um sich. So bekam jeder eine Abkühlung.
Ab hier ging es für gute 9 km entweder am oder im Wald entlang was alle als sehr angenehm empfanden. Zwischen km 16 und 17 gab es dann nochmal eine Pause mit Ausblick.

Ausblicke, wenn Zweibeiner eine Ausrede für die Pausen brauchen…


Nach dem wir ca. bei km 21 wieder aus dem Wald kamen, brannte die Sonne unerbittlich auf uns herab und die Zweibeiner gaben das Laufen auf und wanderten mehr oder weniger gemütlich daher. Kurz bevor wir endlich wieder ins dunkle und kühle Grün eintauchen durften meinte einer meiner Artgenossen mich wild kläffend hinter einem Zaun „begrüßen“ zu müssen…ich ignorierte den Proleten einfach. Zu mehr hatte ich zu dem Zeitpunkt keine Motivation mehr übrig.  Mein Zweibeiner bemerkte jetzt zunehmend oft dass er dann doch lieber beim letzten Verpflegungspunkt seine Schuhe getauscht hätte. Bis jetzt war er in seinen Minimus Trail unterwegs in denen die weiteste Distanz 15 km gewesen waren. Selber Schuld, wer „barfuß“ laufen will soll einfach die Schuhe auslassen, mache ich schließlich auch und beschwere mich nicht!

Da meinem Zweibeiner mittlerweile das Wasser ausgegangen war mußte auch ich darunter leiden und suchte mir immer öfter ein schattiges Plätzchen um mich auszuruhen. Esther, die ich mittlerweile seit ein paar Kilometern hinter mir herzog machte sich schon ernsthaft Sorgen um mich. Danke dafür. Der nächste Verpflegungspunkt sollte uns allerdings nur ein paar Kilometer weiter am Huxley Plateau auf uns warten. Das kam mal wieder genau zum richtigen Zeitpunkt! Hier gab es das lang ersehnte Wasser und Tee für die Zweibeiner. Vom Plateau aus kann man schön auf Mehring herunter schauen, man beachte die Herzform mahnte uns Monika. 
Ab hier ging es dann erstmal auf bekannten Pfaden weiter am Gleitschirmstartplatz vorbei wieder runter in den Weinberg. 

hier hat Jens seinen Spaß!

Dort führte uns der Trail weiter in Dickicht der Hänge. 

Gedränge im Dickicht


Von hier aus entschieden wir uns auf Grund der Bedingungen den Abstecher über die Sommerrodelbahn ausfallen zu lassen und liefen am flachen Moselufer Richtung Longuich zurück. Die etwas flotteren Läufer um Steffen und Pirmin waren bereits im Weinlokal und tranken ihr erstes isotonisches Sportgetränk als wir dort endlich ankamen. 
Ich verzog mich direkt in den Schatten unter einen Tisch und soff meinen Napf leer.

Alles in allem war das ein gelungener Ausflug an die Mosel und wir hatten gute 6 Stunden Spaß auf den von Martin gewählten Trails.
Es gab viele interessante Gespräche über Training und Regeneration, Höhenmessung per GPS vs. barometrischer Höhenmessung, Fotoequipment und vielem mehr.

Zum Schluß noch ein paar Impressionen vom Tag.

Spanner!

schlapper Zweibeiner…

Pause…

Huxley Plateau

Martin referiert und die Männer lauschen gespannt

VP1 an einer Grillhütte

Ausblick auf Mehring

ohne Worte…


Video von Jens



Vielen Dank an Martin und Dirk für die Bilder, mein Zweibeiner hatte mal wieder genug damit zu tun den Lauf zu überstehen…





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